Prinzmetal-Angina

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Klassifikation nach ICD-10
I20.1 Angina pectoris mit nachgewiesenem Koronarspasmus
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Die Prinzmetal-Angina (Synonym Variantangina oder vasospastische Angina), benannt nach ihrem Erstbeschreiber im Jahre 1959, Myron Prinzmetal (1908–1987), stellt eine Sonderform der Angina pectoris dar. Dabei wird eine vorübergehende Durchblutungsstörung (Ischämie) des Herzmuskels (Myokards) durch einen Krampf (Vasospasmus) eines oder mehrerer Herzkranzgefäße ausgelöst.

Die Dauer eines solchen heftigsten Herzschmerzes liegt zwischen Sekunden und Minuten. Sie tritt belastungsunabhängig auf, vor allem in den frühen Morgenstunden. Als schlimmste Folge der Ischämie kann ein Herzinfarkt ausgelöst werden.

Diagnostisch sind reversible ST-Hebungen im EKG bei fehlendem Troponin- und CK-Anstieg wegweisend. Die Behandlung erfolgt mit Nitraten und Calciumantagonisten. Kontraindiziert sind Betablocker. Die Krankheit manifestiert sich vor allem im 3.–4. Lebensjahrzehnt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Prinzmetal M, Kennamer R, Merliss R: A variant form of angina pectoris. Am J Med 1959;27:375–88. PMID 14434946.

Weblinks[Bearbeiten]

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