Pritzwalk

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Pritzwalk
Pritzwalk
Deutschlandkarte, Position der Stadt Pritzwalk hervorgehoben
53.14972222222212.18305555555663Koordinaten: 53° 9′ N, 12° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Prignitz
Höhe: 63 m ü. NHN
Fläche: 165,57 km²
Einwohner: 11.982 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16928
Vorwahl: 03395
Kfz-Kennzeichen: PR
Gemeindeschlüssel: 12 0 70 316
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktstraße 39
16928 Pritzwalk
Webpräsenz: www.pritzwalk.de
Bürgermeister: Wolfgang Brockmann (FDP)
Lage der Stadt Pritzwalk im Landkreis Prignitz
Lenzerwische Lenzen (Elbe) Lanz Cumlosen Groß Pankow (Prignitz) Pritzwalk Gumtow Plattenburg Legde/Quitzöbel Rühstädt Bad Wilsnack Breese Weisen Wittenberge Perleberg Karstädt Gülitz-Reetz Pirow Berge Putlitz Kümmernitztal Gerdshagen Halenbeck-Rohlsdorf Meyenburg Marienfließ Triglitz Landkreis Ostprignitz-Ruppin Putlitz Mecklenburg-Vorpommern Sachsen-Anhalt Sachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Pritzwalk ist eine Kleinstadt im Landkreis Prignitz im Nordwesten des Landes Brandenburg.

Geographie[Bearbeiten]

Durch die Stadt fließt die Dömnitz, ein Nebenfluss der Stepenitz.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Alt Krüssow, Beveringen (mit Streckenthin), Buchholz samt Sarnow, Falkenhagen, Giesensdorf, Kemnitz (mit Bölzke), Mesendorf, Sadenbeck (mit Kuckuck), Schönhagen, Seefeld, Steffenshagen und Wilmersdorf (mit Könkendorf und Neu Krüssow)

Bestehende Gemeindeteile:

  • Birkenfelde, Hasenwinkel, Kammermark, Neuhausen und Neuhof

Geschichte[Bearbeiten]

Pritzwalk um 1650

Funde aus der Jungsteinzeit (3000 bis 1800 v. Chr.) deuten auf vorgeschichtliche Besiedlung zweier vorgermanischer Stämme (mit Groß-Steingräbern bzw. Einzelgräbern) hin[2]. Germanische Stämme siedelten bis zur germanischen Völkerwanderung (4. bis 6. Jahrhundert) und danach slawische Stämme, insbesondere der Kleinstamm der Brizanen. Die Missionierung der Slawen erfolgte seit 948 durch das Bistum Havelberg, dass dem Erzbistum Magdeburg unterstellt war. Im Ergebnis der deutsch-slawischen Kämpfe und schließlich des Wendenkreuzzuges im Jahr 1147 wurde die Ortschaft Teil der 1157 gegründeten Mark Brandenburg und somit Teil des im 10. Jahrhundert gebildeten Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Um 1200 gehörte der Ort zum Herrschaftsbereich des Adelsgeschlechts der Gans Edlen Herren zu Putlitz, die als Gründer des 1256 erstmals urkundlich unter dem Namen Prizwalk erwähnten Ortes gelten [3]. Im Jahre 1256 erhielt Pritzwalk vom Fürstenhaus der Askanier das Stadt- und Marktrecht und es wurde mit dem Bau der Stadtkirche St. Nicolai begonnen. Im 14. Jahrhundert wurde Pritzwalk Mitglied der Hanse und kreisfreie Stadt (Immediatstadt) mit weit reichender Selbstverwaltung, mit Bündnisrechten und Gerichtshoheit. Eine Stadtmauer aus Feldsteinen mit Wehrtürmen und Toranlagen wurde errichtet. Pritzwalk entwickelte sich zu einem Knotenpunkt der Handelswege und erhielt 1364 das markgräfliche Zollprivileg. Im 15. bis 17. Jahrhundert litt Pritzwalk stark unter Kriegen und der Pest sowie dem Niedergang der Hanse. So wurde die Stadt zwischen den Jahren 1539 bis 1638 neunmal von der Pest heimgesucht. Auch kam es, vor allem in den Jahren 1414 bis 1438, zu kriegerischen Konflikten mit dem nahen Nachbarn der Mark Brandenburg. Erst im 18. Jahrhundert kam es zu einem erneuten wirtschaftlichem Aufschwung und Pritzwalk ein Zentrum der Tuch- und Bierherstellung wurde. Nach dem großen Stadtbrand am 1. November 1821, durch den fast die ganze Stadt zerstört wurde, erholte sich die Stadt. 1830 hatte Pritzwalk wieder 78 Tuchmacher, darunter Christoph Wilhelm Draeger[4]. Die Industrialisierung begann mit dem Bau der Tuchfabrik Gebrüder Draeger (1858) und der Lagerbierbrauerei Huth (1862). Emil Quandt war im Jahre 1878 in die Firma Gebrüder Draeger eingetreten und wurde 1896 deren Inhaber. Als Lieferant von Uniformtuchen wuchs die Firma rasch – besonders in Verbindung mit den zwei Weltkriegen – bis zur Enteignung der Familie Quandt im Jahre 1945. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Pritzwalk zum Verkehrsknotenpunkt mit zwei Bahnlinien: 1884 wurde die Linie Perleberg–Pritzwalk–Wittstock durch die Prignitzer Eisenbahn AG eröffnete und 1887 die Bahnstrecke Meyenburg–Neustadt (Dosse) durch die Preußische Staatsbahn. Am 15. April 1945 kam es durch einen Fliegerangriff auf das Bahnhofsgelände und die dadurch ausgelöster Explosion eines Munitionszuges zu zahlreichen Opfern.

Ende 1945 und Anfang 1946 wurden 12 Jugendliche durch den sowjetischen Geheimdienst NKWD verhaftet und unter Werwolf-Vorwurf vom Militärtribunal verurteilt. Bei einem 18-Jährigen wurde das Todesurteil sofort vollstreckt, fünf kamen im sowjetischen Speziallager Sachsenhausen um. Das Schicksal der anderen Jugendlichen ist zum Teil unbekannt. Die Gruppe wurde in den 1990er Jahren von der russischen Generalstaatsanwaltschaft rehabilitiert.[5]

Pritzwalk gehörte 1918 bis 1952 zum Landkreis Ostprignitz, wurde 1952 Kreisstadt bis es 1993 Teil des Landkreises Prignitz wurde. 1969 wurde mit der Errichtung des Zahnradwerkes Pritzwalk eine neue Phase der Industrialisierung eröffnet.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Pritzwalk wurde 1993 um Schönhagen[6], Ende 2001 um Giesensdorf[7] und Ende 2002 um weitere zehn Gemeinden vergrößert[8]. Mit den Eingemeindungen 2002 wurde gleichzeitig das Amt Pritzwalk-Land aufgelöst.

Bereits am 1. Juli 1950 und am 1. Januar 1974 gab es Eingemeindungen auf dem Gebiet der heutigen Stadt Pritzwalk.[6]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Alt Krüssow 31. Dezember 2002
Beveringen 31. Dezember 2002
Bölzke 1. Januar 1974 Eingemeindung nach Kemnitz
Buchholz 31. Dezember 2002
Falkenhagen 31. Dezember 2002
Giesensdorf 31. Dezember 2001
Kemnitz 31. Dezember 2002
Könkendorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Wilmersdorf
Mesendorf 31. Dezember 2002
Neu Krüssow 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Wilmersdorf
Sadenbeck 31. Dezember 2002
Sarnow 1. Januar 1974 Eingemeindung nach Buchholz
Schönhagen 6. Dezember 1993
Seefeld 31. Dezember 2002 vorher zur Gemeinde Klein Woltersdorf gehörig
Steffenshagen 31. Dezember 2002
Wilmersdorf 31. Dezember 2002

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Pritzwalk:
Bevölkerungsentwicklung in den Grenzen von 2013. [9]
Jahr Einwohner
1875 10 354
1890 10 949
1910 12 569
1925 13 085
1933 13 160
1939 13 130
1946 16 297
1950 16 766
1964 14 894
1971 15 623
Jahr Einwohner
1981 16 236
1985 16 315
1989 16 253
1990 15 995
1991 15 605
1992 15 360
1993 15 175
1994 15 061
1995 14 874
1996 14 708
Jahr Einwohner
1997 14 740
1998 14 519
1999 14 428
2000 14 309
2001 14 088
2002 13 875
2003 13 681
2004 13 481
2005 13 336
2006 13 252
Jahr Einwohner
2007 13 072
2008 12 929
2009 12 737
2010 12 598
2011 12 236
2012 12 164
2013 11 982

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Stadtverordnetenversammlung von Pritzwalk besteht aus 22 Stadtverordneten sowie dem jeweiligen Bürgermeister. Die Sitze verteilen sich wie folgt:

  • CDU 4 Sitze
  • SPD 4 Sitze
  • Die Linke 5 Sitze
  • FDP 3 Sitze
  • Freie Wähler "Pro Prignitz“ 3 Sitze
  • KBV 3 Sitze

(Stand: Kommunalwahl vom 28. September 2008)[10]
Bürgermeister ist seit 1990 Wolfgang Brockmann (FDP). Seit 2012 ist Roland Thiel sein Stellvertreter.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 7. Januar 1994 genehmigt. Es stammt aus dem 14. Jahrhundert [11]

Blasonierung: „In Silber eine belaubte und bewurzelte grüne Linde, in deren Krone ein roter Adler schwebt; vor dem Stamm ein schreitender schwarzer Wolf.“[12]

Der sogenannte Märkische Adler ist das Wappentier Brandenburgs und symbolisiert die Unabhängigkeit der Stadt und direkten Unterstellung unter den Markgrafen. Wolf und Linde im redenden Wappen werden gedeutet als Versinnbildlichung des Stadtnamens slawischen Ursprungs: "Pritz-walk" (nach neueren Forschungen unzutreffend) übersetzt mit "Geh weg, Wolf", wobei diese das Heidentum (Wolf) und Christentum (Linde) symbolisieren könnten[13].

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Stadt ist rot/grün (1:1) gestreift und mittig mit dem Stadtwappen belegt.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Eine Partnerschaft besteht mit der niedersächsischen Stadt Winsen (Luhe).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Pritzwalk stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Baudenkmale.

Museen[Bearbeiten]

  • Das Stadt- und Brauereimuseum ist in dem ehemaligen Gär- und Lagerkeller der Brauerei untergebracht.[14] Es ist aus dem 1954 von Albert Guthke (1900–1981) gegründeten Heimatmuseum hervorgegangen [15], das seinerseits aus der Heimatstube mit Sammlungen von Max Petschelt (1866–1945) und Wilhelm Rühe (1882–1951) hervorgegangen ist und Bestände aus dem 1945 zerstörten Heimatmuseum im Kloster Stift zum Heiligengrabe übernommen hat [16].
  • Das Mühlenmuseum Kathfelder Mühle präsentiert als technisches Denkmal die Technik einer Getreidemühle aus den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung informiert über die Geschichte der Wassermühlen in und um Pritzwalk.

Geschichtsdenkmale[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Rathaus
  • Rathaus (Baujahr 1840)
  • St. Nikolaikirche (mittelalterlicher Backstein-Hallenbau mit neugotischem Turm von 1882)
  • Reste der Stadtmauer mit halbrundem Turm (Mittelalter)
  • Bismarckturm (Baujahr 1905)
  • Mausoleum Quandt (Baujahr 1925–1927)
  • ehemalige Tuchfabrik Gebr. Draeger (Quandt) (Baujahr 1870–1940)
  • Villa der ehemaligen Brauerei (heute "Haus der Wirtschaft")
  • Kathfelder Mühle
  • Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium Pritzwalk (Baujahr 1905):
Das Gebäude im Giesensdorfer Weg wurde 1905 als Mädchen- und Knaben-Schule erbaut. Nach einer umfangreichen Rekonstruktion in den 1990er Jahren sowie einer Gestaltung des Schulgeländes erstrahlt es wieder im alten Glanz. Eine Neueindeckung des Daches erfolgte 2006.
  • ehemaliges Amtsgericht (Baujahr um 1900)
  • ehemalige Landwirtschaftsbank/Poliklinik (Baujahr um 1900)
Kirche in Sarnow

Parks[Bearbeiten]

Die aus dem Mittelalter stammenden Verteidigungsanlagen der Stadt (Stadtmauer mit vorgelagerten Gräben und Wällen) wurden im späten 19. Jahrhundert abgerissen und durch Parkanlagen ersetzt. Diese sind bis heute weitestgehend erhalten und umschließen das Stadtzentrum.

Freizeit und Sport[Bearbeiten]

Das Pritzwalker Hainholz am Nordrand von Pritzwalk ist ein Naherholungsgebiet mit Waldschwimmbad, Wald- und Abenteuerlehrgarten, Streichelzoo und Skateranlage. Die Prignitzer Eisenbahn GmbH hat vom 1. Juni bis 18. September einen Haltepunkt im Hainholz eingerichtet. Für Rundflüge und sonstige Flugsportaktivitäten stehen insbesondere an den Wochenenden der Flugplatz Pritzwalk-Sommersberg und das Segelfluggelände Pritzwalk-Kammermark zur Verfügung.

Das Kulturprogramm wird im Wesentlichen durch das Kulturhaus der Stadt Pritzwalk geprägt. Dieses wurde am 21. April 1959 seiner Bestimmung übergeben. Seitdem wurden zahlreiche Musik- und Tanzveranstaltungen durchgeführt. Im Zuge der Umbauarbeiten, die 2003 begannen, wurde im oberen Geschoss ein modernes Kino mit 102 Sitzplätzen eingerichtet.

Im Ortsteil Kuckuck waren die Prignitzer Kuckuck Kickers beheimatet, der Verein, zu dem vorübergehend die meisten brasilianischen Fußballspieler wechselten.[17]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In der Stadt Pritzwalk gibt es zwei Gewerbegebiete (Gewerbegebiet Süd und Gewerbegebiet Ost). Das Gewerbegebiet Süd ist durch die neue Umgehungsstraße gut angebunden. Dort haben sich neben einigen Autohäusern die örtliche Verkehrsgesellschaft, Großhändler und kleineres Gewerbe angesiedelt. Im Gewerbegebiet Ost sind die Zahnradwerk Pritzwalk GmbH, die PricoGear GmbH, ein Zweiradhändler, ein Reifendienst und weitere Firmen angesiedelt.

Das Gewerbegebiet Falkenhagen gehört seit der Gemeindegebietsreform ebenfalls zur Stadt Pritzwalk. Dort haben sich überwiegend Industriebetriebe wie das Unternehmen Glatfelter und die EOP Biodiesel AG angesiedelt. Trotz der günstigen Lage direkt an der Bundesautobahn 24 ist es jedoch nur wenig ausgelastet. E.ON plant an diesem Standort ab dem Frühjahr 2012 den Bau einer Anlage zur Herstellung von Wasserstoff aus Windstrom. Durch dieses Pilotprojekt soll das Erdgasnetz langfristig als Stromspeicher für die wetterabhängigen Erneuerbaren Energien genutzt werden.[18]

Verkehr[Bearbeiten]

Wasserturm am Bahnhof

Pritzwalk ist der Knotenpunkt mehrerer Eisenbahnlinien. Über die Bahnstrecke des Prignitz-Expresses besteht mit dem RE6 Anschluss nach Wittenberge und Perleberg sowie nach Wittstock, Neuruppin, Hennigsdorf und Berlin, mit der Linie RB74 über die Strecke Meyenburg–Neustadt nach Meyenburg, mit der Linie RB73 über die gleiche Strecke nach Kyritz und Neustadt (Dosse). Der Personenverkehr nach Putlitz auf der ausschließlich für Schülerfahrten der Linie VGP 70 genutzten Strecke Bahnstrecke Pritzwalk–Suckow wird durch die Eisenbahngesellschaft Potsdam in Zusammenarbeit mit dem Putlitz-Pritzwalker Eisenbahnförderverein betrieben. Die Einstellung dieser Verbindung war zunächst für Dezember 2012 geplant.[19] Nachdem sich die Stadt Putlitz bereit erklärte, 10.000 € zur Streckenabsicherung beizusteuern, wurde der Eisenbahnbetrieb bis zum Fahrplanwechsel 2014 verlängert. Im Gegenzug wurde der Busverkehr Richtung Putlitz leicht ausgedünnt.[20]

Zur Entlastung der Innenstadt ist eine Umgehungsstraße um Pritzwalk Ende 2007 fertiggestellt worden. Sie beginnt hinter Kemnitz, überquert die B 103 und B 189 und führt bis kurz vorm Anschluss an die nördliche B 103 Richtung Rostock.

Bildung[Bearbeiten]

In Pritzwalk gibt es mehrere Schulen und Ausbildungsstätten.

  • Die Friedrich-Ludwig-Jahn-Schule Pritzwalk ist eine Grundschule, welche unter anderem eine Flexible Schuleingangsphase (FLEX) bietet. Seit dem Schuljahr 2008/09 befindet sie sich im ehemaligen Gesamtschulgebäude im Osten der Stadt.
  • Herbert-Quandt-Grundschule Pritzwalk.
  • Am Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium besteht seit den 1950er Jahren eine Abiturausbildung. Das Gymnasium hat seinen Schwerpunkt auf eine mathematisch-naturwissenschaftliche Ausbildung gelegt. Die Zusammenarbeit mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft wird intensiviert. Zum Schuljahr 2008/09 wurde ein Ganztagsbetrieb in offener Form eingerichtet. Zum Schuljahr 2009/10 verbesserten sich die Bedingungen durch den Neubau einer Mensa und von zwei Unterrichtsräumen für den Kreativbereich weiter. Gleichzeitig wurde das gesamte Gebäude vernetzt, so dass von jedem Unterrichtsraum aus moderne Kommunikation möglich ist.
  • Die Freiherr-von-Rochow-Oberschule Pritzwalk (ehemalige Realschule) ist eine Ganztagsschule und wurde mit Fördermitteln saniert, um die Lernbedingungen zu verbessern. Ein Schwerpunkt der Ausbildung an der Freiherr-von-Rochow-Schule ist der multimediale Einsatz von Computertechnik in allen Bereichen des Unterrichtes sowie das Praxislernen.
  • Die Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“ Pritzwalk (Förderschule) wurde 2008/09 saniert, wodurch sich Lernbedingungen und Umfeld verbesserten.
  • Die Abteilung II des Oberstufenzentrums Prignitz bietet diverse Bildungsgänge mit Schwerpunkt Wirtschaft, Verwaltung und Agrarwirtschaft.
  • Die KMG Bildungsakademie gGmbH betreibt in Pritzwalk eine Schule zur Ausbildung von Kranken- und Altenpflegern. Die praktische Ausbildung findet in KMG-Einrichtungen der gesamten Prignitz statt.
  • Die Bildungsgesellschaft mbH Pritzwalk wurde 1991 zur Förderung der beruflichen Ausbildung gegründet. Heute kümmert sie sich neben der Ausbildung schulisch Benachteiligter auch um die berufliche Begabtenförderung in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Brandenburg.

Medizinische Versorgung[Bearbeiten]

Die KMG Kliniken plc betreibt in Pritzwalk ein Klinikum mit Schwerpunkten im chirurgischen, gynäkologischen und geriatrischen Bereich.

Vor Ort finden sich u.a. Fachärzte für Augenerkrankungen, Gynäkologie, Hauterkrankungen, HNO, Kinder sowie Allgemeinmediziner und Zahnärzte.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pritzwalk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Albert Guthke: Pritzwalk - Vorzeit und deutsche Frühe. In: 700 Jahre Stadt Pritzwalk, Rat der Stadt Pritzwalk, 1956. S.5-9
  3. Johannes Schultze: Aus der Gründungszeit Pritzwalks. In: 700 Jahre Stadt Pritzwalk, Rat der Stadt Pritzwalk, 1956. S.10-12
  4. Rotraut Pelzer, Susanne Pelzer: Von der Manufaktur zum Monopol. Zur Entwicklung der Tuchindustrie in Pritzwalk. In: 700 Jahre Stadt Pritzwalk, Rat der Stadt Pritzwalk, 1956. S.20-25
  5. Benno Prieß: Erschossen im Morgengrauen. Eigenverlag, Calw 2002. Mitherausgeber: Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR. ISBN 3-926802-36-7. S.222
  6. a b Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  7. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  8. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  9. Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  10. Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung
  11. Liselott Enders: Zum Wappen der Stadt Pritzwalk. In: 700 Jahre Stadt Pritzwalk, Rat der Stadt Pritzwalk, 1956. S.17-18
  12. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  13. Walter Casimir: Gedanken eines Heimatfreundes über den Namen Pritzwalk. In: 700 Jahre Stadt Pritzwalk, Rat der Stadt Pritzwalk, 1956. S.17-18
  14. http://www.museum-pritzwalk.de/
  15. http://www.pritzwalk-info.de/
  16. Albert Guthke: Sieben Jahre Kreisheimatmuseum Pritzwalk. In: Pritzwalk und Prignitz. Veröffentlichung des Heimatmuseums zu Pritzwalk 1961. S. 140–156
  17. Prignitzer Kuckuck Kickers. www.rodgaufussball.de, 19. Februar 2010, abgerufen am 11. Oktober 2013.
  18. E.ON errichtet Prototyp zur Stromgewinnung aus Wasserstoff, steckdose.de, abgerufen am 16. November 2011.
  19. Michael Beeskow: Bahnverkehr nach Putlitz vor dem Aus. Einstellung der Personenbeförderung im Dezember. In: Märkische Allgemeine. Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH, 1. August 2012, abgerufen am 25. August 2012.
  20. Weitere Aufrechterhaltung der Strecke Putlitz – Pritzwalk beschlossen. Landkreis Prignitz, 9. November 2012, abgerufen am 16. November 2012.
  21. Liste der Berliner Stadtältesten