Private Banking

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Das Private Banking bezeichnet eine Betreuung für meist vermögende Kunden, die intensiver und persönlicher ist als im Massenkundengeschäft. Es gliedert sich auf in:

  • Vermögensberatung: der Kunde erhält von seinem Berater Anlagevorschläge, auf deren Grundlage er selbstständig entscheidet.
  • Vermögensverwaltung: der Kunde gibt der Bank den Auftrag, sein Vermögen nach festgelegten Grundsätzen, z. B. Risikoeinstufung, zu verwalten; er nimmt nicht direkt Einfluss auf einzelne Anlageentscheidungen.

Private Banking hat eine jahrhundertelange Tradition. In Deutschland war das Private Banking lange Zeit größtenteils Privatbankiers und den großen Aktienbanken vorbehalten. Seit einigen Jahren versuchen auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken in diesen Bereich vorzustoßen.

Die Dienstleistungen, die im Rahmen des Private Banking angeboten werden, haben sich aufgrund der Nachfrage der Kunden ständig erweitert. Waren es vor Jahren noch Anlagevorschläge und ein detaillierter Depotauszug, so wird heute oftmals mit Zieldefinitionen, Ertragserwartungen, Erfolgskontrolle und umfangreichen Anlagevorschlägen gearbeitet. Dabei wird auf die Wünsche der Kunden (z.B. bestimmte Vorgaben zur Bonität bei Anleihen, Bandbreite für das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei Aktien, Ausschluss von bestimmten Branchengruppen (Waffenproduktion, Gentechnik etc.)) wie auch deren Risikoneigung individuell eingegangen.[1]

Die Vermögensgrenzen, ab denen Private Banking angeboten wird, sind von Bank zu Bank unterschiedlich. Sie liegen jedoch in der Regel zwischen 100.000 € und 5.000.000 € liquidem Vermögen. Durch das gesteigerte Dienstleistungsangebot der Banken sind diese Mindestinvestitionsvolumen gesunken

Als erweiterte Form das Private Bankings hat sich das sogenannte Wealth Management etabliert, bei dem die Beratung und Dienstleistung noch viel weiter vertieft wird (individualisierte statt standardisierte Vermögensverwaltung) und über die alleinige Vermögensverwaltung hinaus geht (Family Office). Hier werden allerdings ausschließlich sehr große Vermögen betreut. Die Einstiegsbeträge sind weitaus höher angesetzt, und liegen nicht unter 1.000.000 €. Dies gilt auch für das Konzept des Trusted Asset Advisors, das insbesondere das hierarchische Kunden-Berater-Verhältnis mit einer vertrauens- und emphatisch orientierten Kundenbeziehung ersetzt.

Gemäß einer Studie von Capgemini und der Royal Bank of Canada gab es im Jahr 2011 weltweit 11 Millionen sogenannte High Net Worth Individuals (HNWI), also Personen mit mehr als einer Million US-Dollar an liquidem Vermögen (Investable Assets). Zusammen verfügten sie über investierbare Mittel von 42 Billionen. Die meisten HNWIs, nämlich 3,37 Millionen, lebten der Studie zufolge im Raum Asien-Pazifik. In Nordamerika gab es 3,35 Millionen HNWIs, in Europa 3,17 Millionen. [2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Unternehmen

Besonders bekannt in diesem Bereich sind die noch heute teilweise in Familienbesitz befindlichen Privatbanken, aber auch internationale Großbanken beteiligen sich mittlerweile aktiv in diesem Segment.

[Bearbeiten] Deutschland

Deutsche Großbanken beteiligen sich ebenfalls in diesem Segment und unterhalten ihre eigenen Private Banking und Wealth Management Abteilungen.

Außerdem haben sich einige Gesellschaften im Umfeld der Sparkassen und öffentlichen Banken auf das Private Banking spezialisiert:

Diese Privatbanken wurden mittlerweile aufgelöst, abgewickelt oder in andere Banken integriert

[Bearbeiten] Luxemburg

  • DZ Privatbank, Strassen (Genossenschaftliche Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken)

[Bearbeiten] Liechtenstein

[Bearbeiten] Österreich

[Bearbeiten] Schweiz

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Diese Fragen sollte ein Vermögensverwalter stellen MyPrivateBanking Research
  2. http://www.de.capgemini.com/insights/publikationen/world-wealth-report-2012/ World Wealth Report 2012

[Bearbeiten] Literatur

  • Heike Brost / Martin Faust (Hg.): Private Banking und Wealth Management. Bankakademie-Verlag, Frankfurt am Main 2006. ISBN 978-3-937519-52-4.