Private Banking

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Der Begriff Private Banking benennt zum einen die Betreuung für meist vermögende Kunden, die intensiver, individueller und/oder persönlicher ist als im Massenkundengeschäft; zum anderen den Geschäftsbereich einer Bank, die Private Banking betreibt.

Private-Banking-Dienstleistungen werden heute von einer Vielzahl von Banken, unabhängig von Rechtsform und Eigentümerschaft, angeboten und erbracht; seit Jahren sind neben traditionellen Privatbankiers und Großbanken auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken in diesem Bereich aktiv.

Dienstleistungen[Bearbeiten]

Die Dienstleistungen bestehen aus:

  • Vermögensberatung: Der Kunde erhält von seinem Berater Anlagevorschläge, aus denen er (alleine, zusammen mit dem Berater oder zusammen mit Dritten, z. B. Steuerberater) auswählt.
  • Vermögensverwaltung: Der Kunde gibt der Bank den Auftrag, sein Vermögen nach festgelegten Grundsätzen, z. B. Risikoeinstufung, zu verwalten; er nimmt nicht direkt Einfluss auf einzelne Anlageentscheidungen.

Die Dienstleistungen, die im Rahmen des Private Banking angeboten werden, sind umfangreicher geworden. Waren es vor Jahren noch Anlagevorschläge und ein detaillierter Depotauszug, so wird heute oftmals mit Zieldefinitionen, Ertragserwartungen, Erfolgskontrolle und umfangreichen Anlagevorschlägen gearbeitet. Dabei wird auf die Wünsche der Kunden wie beispielsweise bestimmte Vorgaben zur Bonität bei Anleihen, Bandbreite für das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei Aktien, Ausschluss von bestimmten Branchengruppen (Waffenproduktion, Gentechnik etc.) wie auch deren Risikoneigung individuell eingegangen.[1]

Die Vermögensgrenzen, ab denen Private Banking angeboten wird, sind von Bank zu Bank unterschiedlich. Sie liegen in der Regel zwischen 100.000 € und 5.000.000 € liquidem Vermögen. Durch das gesteigerte Dienstleistungsangebot der Banken sind diese Grenzen gesunken.

High Net Worth Individuals[Bearbeiten]

Gemäß einer Studie von Capgemini und der Royal Bank of Canada gab es im Jahr 2012 weltweit 12 Millionen sogenannte High Net Worth Individuals (HNWI), also Personen mit mehr als einer Million US-Dollar an liquidem Vermögen (Investable Assets). Zusammen verfügten sie über investierbare Mittel von 46,2 Billionen US-Dollar. Die meisten HNWIs, nämlich 3,7 Millionen, lebten der Studie zufolge im Raum Asien-Pazifik und in Nordamerika (ebenfalls 3,7 Millionen HNWI). In Europa lebten 3,4 Millionen.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heike Brost, Martin Faust (Hrsg.): Private Banking und Wealth Management. Bankakademie-Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-937519-52-4.
  • Markus Rudolf, Katrin Baedorf (Hrsg.): Private Banking (= Kompendium bankbetrieblicher Anwendungsfelder). 2. Auflage. Frankfurt-School-Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-937519-71-5.
  • Dominik Löber: Private Banking in Deutschland. Strategie und Organisationsarchitektur (= Schriften zum europäischen Management). Springer Gabler, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-8349-3558-8.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Diese Fragen sollte ein Vermögensverwalter stellen (PDF; 34 kB). MyPrivateBanking Research, 4. Mai 2010. Abgerufen am 26. März 2014.
  2. World Wealth Report Website