Prohn

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Prohn in Mecklenburg-Vorpommern. Prohn ist auch der deutsche Name der tschechischen Gemeinde Braňany.


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Prohn
Prohn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Prohn hervorgehoben
54.37416666666713.0241666666675Koordinaten: 54° 22′ N, 13° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Rügen
Amt: Altenpleen
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 16,08 km²
Einwohner: 2004 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 125 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18445
Vorwahl: 038323
Kfz-Kennzeichen: VR, GMN, NVP, RDG, RÜG
Gemeindeschlüssel: 13 0 73 068
Adresse der Amtsverwaltung: Parkstr. 2
18445 Altenpleen
Webpräsenz: www.prohn.de
Bürgermeister: Peter Messing (Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Prohn im Landkreis Vorpommern-Rügen
Rostock Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Altenpleen Groß Mohrdorf Groß Mohrdorf Groß Mohrdorf Klausdorf (bei Stralsund) Kramerhof Preetz (bei Stralsund) Prohn Saal (Vorpommern) Barth Divitz-Spoldershagen Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Fuhlendorf (Vorpommern) Karnin (bei Barth) Kenz-Küstrow Löbnitz (Vorpommern) Lüdershagen Pruchten Saal (Vorpommern) Trinwillershagen Bergen auf Rügen Buschvitz Garz/Rügen Gustow Lietzow Parchtitz Patzig Poseritz Ralswiek Rappin Sehlen Ahrenshoop Born a. Darß Dierhagen Prerow Wieck a. Darß Wustrow (Fischland) Franzburg Glewitz Gremersdorf-Buchholz Millienhagen-Oebelitz Papenhagen Richtenberg Splietsdorf Velgast Weitenhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen) Wendisch Baggendorf Elmenhorst (Vorpommern) Sundhagen Wittenhagen Baabe Gager Göhren (Rügen) Lancken-Granitz Middelhagen Sellin Thiessow Zirkow Groß Kordshagen Jakobsdorf Kummerow (bei Stralsund) Lüssow (bei Stralsund) Lüssow (bei Stralsund) Neu Bartelshagen Niepars Pantelitz Steinhagen (Vorpommern) Wendorf Zarrendorf Altenkirchen (Rügen) Breege Dranske Glowe Lohme Putgarten Sagard Wiek (Rügen) Bad Sülze Dettmannsdorf Deyelsdorf Drechow Eixen Grammendorf Gransebieth Hugoldsdorf Lindholz Tribsees Ahrenshagen-Daskow Schlemmin Ribnitz-Damgarten Semlow Altefähr Dreschvitz Dreschvitz Gingst Hiddensee Kluis Neuenkirchen (Rügen) Neuenkirchen (Rügen) Rambin Samtens Schaprode Schaprode Trent (Rügen) Ummanz (Gemeinde) Ummanz (Gemeinde) Ummanz (Gemeinde) Binz Grimmen Marlow Putbus Putbus Sassnitz Stralsund Stralsund Süderholz Zingst Zingst ZingstKarte
Über dieses Bild

Prohn ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Rügen, etwa sechs Kilometer nordwestlich der Hansestadt Stralsund. Sie wird vom Amt Altenpleen mit Sitz in der Gemeinde Altenpleen verwaltet.

Seit dem Jahr 1990 hat sich die Einwohnerzahl verdoppelt. Dieser Trend ist auf die günstige Lage nahe der Hansestadt Stralsund, die landschaftlich reizvolle Umgebung in der Nähe des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft und die gute Infrastruktur der Region zurückzuführen.

Geografie[Bearbeiten]

Prohn (2011)

Die Gemeinde liegt in einer flachen Landschaft im Hinterland der gleichnamigen Bucht Prohner Wiek. Nennenswerte Gewässer sind der Prohner Stausee und der dort aufgestaute Prohner Bach. Im Gemeindegebiet gibt es keine größeren Waldgebiete. Der größte Teil der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Muuks
  • Sommerfeld
  • Klein Damitz
  • Prohn

Geschichte[Bearbeiten]

Erwähnt wird Prohn erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1240, in der der slawische Fürst von Rügen die Stadtrechte an Stralsund verleiht. Benannt wurde Prohn wahrscheinlich nach dem slawischen Gott Perun. Prohn war zeitweise Sitz einer fürstlichen Vogtei und auch Sitz des Fürstentums Rügen.

Nach Zugehörigkeit zum Fürstentum Rügen fiel Prohn im Jahr 1326 an das Herzogtum Pommern.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg bis zum Jahr 1815 gehörte die Gegend zu Schwedisch-Pommern und danach zur preußischen Provinz Pommern.

Die Gemeinde war dann bis 1952 Teil des Landkreises Franzburg-Barth und gehörte danach bis 1994 zum Kreis Stralsund im Bezirk Rostock. Seit 1990 gehört Prohn zum Land Mecklenburg-Vorpommern.

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 10. September 2001 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 251 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Gold eine erhöhte, stark eingebogene blaue Spitze, belegt mit einer silbernen Kogge; vorn ein nach links gewendeter, wachsender, rot gekrönter, bewehrter und gezungter schwarzer Löwe mit Doppelschweif; hinten eine gestürzte schwarze Pflugschar.“

Das Wappen wurde von dem Weimarer Michael Zapfe gestaltet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Prohn

Einrichtungen[Bearbeiten]

Allgemein
  • Gemeindehaus
  • Freiwillige Feuerwehr Prohn
  • Ortsgruppe der Volkssolidarität
Bildung
  • Regionale Schule An der Prohner Wiek, seit 2005 Ganztagsschule; hier werden Kinder und Jugendliche von der fünften bis zur zehnten Klasse unterrichtet, die sowohl den Abschluss Mittlere Reife als auch Berufsschulreife erwerben können. Träger der Schule ist das Amt Altenpleen.
  • Die Grundschule für den Einzugsbereich befindet sich im sechs Kilometer entfernten Altenpleen.
Vereine
  • Sportverein Prohner Wiek
  • Anglerverein Am Schwedenstrom
  • Gartenverein An der Bek
  • Reit- und Fahrverein Prohner Wiek
  • Volksliederchor Prohn
  • Shantychor de Prohner Hafengäng
  • Blasorchester Prohn
  • Skatverein Prohner Asse

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Prohn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien