Proklos

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Dieser Artikel beschreibt den neuplatonischen Philosophen. Für weitere Personen desselben Namens siehe Proklos (Begriffsklärung).

Proklos, griechisch Πρόκλος ὁ Διάδοχος, Próklos ho diádochos „Proklos der Nachfolger (Platons)“ (* 7. oder 8. Februar 412[1] in Xanthos (oder Konstantinopel?); † 17. April 485 in Athen) war ein spätantiker griechischer Philosoph und einer der bedeutendsten Vertreter des Neuplatonismus. Er leitete fast ein halbes Jahrhundert lang die neuplatonische Schule von Athen, deren Arbeit er durch seine intensive Lehrtätigkeit und seine zahlreichen Schriften prägte. Seine Emanationslehre mit ihrer triadischen Struktur (Bleiben in der Ursache, Hervortreten aus ihr und Rückwendung zu ihr) wurde für Hegels dialektische Geschichtsdeutung richtungweisend.

Leben[Bearbeiten]

Die Familie des Proklos stammte aus Xanthos in Lykien in Kleinasien; sein Vater war dort ein wohlhabender Anwalt. In Xanthos erhielt Proklos seine erste Ausbildung in griechischer und lateinischer Grammatik. Dann begab er sich nach Alexandria, wo er Rhetorik, Latein und römisches Recht studierte, da er den Beruf seines Vaters ergreifen sollte. Schon damals wandte er sich jedoch der Philosophie zu; er studierte die Lehre des Aristoteles und eignete sich auch mathematische Kenntnisse an. Dabei fiel er durch sein hervorragendes Gedächtnis auf. Nach Beendigung dieser Studien ging er als etwa Neunzehnjähriger (also um 431) nach Athen, wo er zunächst den Neuplatoniker Syrianos kennenlernte. Syrianos stellte ihn dem bereits betagten Philosophen Plutarch von Athen vor, dem Gründer und Leiter der neuplatonischen Schule von Athen, welche dort die Tradition der Platonischen Akademie fortsetzte. So wurde Proklos ein Schüler Plutarchs, der ihn sehr schätzte und ihn in Aristoteles' Schrift De anima („Über die Seele“) und Platons Dialog Phaidon einführte. Plutarch starb etwa zwei Jahre nach Proklos' Ankunft. Sein Nachfolger als Schulleiter wurde Syrianos, an den sich Proklos nun als sein Schüler und Freund anschloss. Syrianos nahm ihn in sein Haus auf und betrachtete ihn als seinen Wunschnachfolger in der Schulleitung. Bei Syrianos studierte Proklos erst die gesamten Schriften des Aristoteles, wofür er weniger als zwei Jahre benötigte, und danach diejenigen Platons.

Als Syrianos um 437 starb, übernahm der erst etwa fünfundzwanzigjährige Proklos die Leitung der Schule,[2] die er bis zu seinem Tod 485 innehatte. Zu seinen wichtigsten Schülern zählten Isidor, Ammonios Hermeiou, Zenodotos und der aus Palästina stammende Marinos von Neapolis, der Proklos' Nachfolge als Schulleiter antrat. Marinos verfasste einen Nachruf auf den Verstorbenen unter dem Titel Proklos oder Über das Glück, den er als Rede zum ersten Jahrestag von Proklos' Tod vortrug. Dem Bericht des Marinos zufolge führte Proklos ein asketisches Leben und blieb unverheiratet; tagsüber war er unermüdlich als Lehrer und Schriftsteller tätig, nachts widmete er sich dem Gebet und schlief nur wenige Stunden. Ein Konflikt mit den Christen, die damals das Oströmische Reich beherrschten, veranlasste Proklos, für ein Jahr nach Lydien auszuweichen, dann kehrte er nach Athen zurück.

Werke[Bearbeiten]

Proklos war ein außergewöhnlich vielseitiger und fruchtbarer Schriftsteller. Im Lauf seines langen Gelehrtenlebens verfasste er mehr als fünfzig Werke, von denen viele erhalten sind.

Auf philosophischem Gebiet kommentierte er im Rahmen seiner Lehrtätigkeit eine Reihe von Werken des Aristoteles und Platons. Ob von seiner Aristoteleskommentierung schriftliche Aufzeichnungen angefertigt wurden, ist unbekannt. Erhalten ist jedoch ein Teil seiner Kommentare zu Dialogen Platons, nämlich die Kommentare zum Timaios, zum Ersten Alkibiades, zum Kratylos[3] und zum Parmenides sowie eine Sammlung von Abhandlungen zur Politeia (darunter ein Kommentar zum in diesem Dialog enthaltenen Mythos des Er). Verloren sind seine Kommentare zum Gorgias, Phaidon, Philebos, Phaidros, Theaitetos und Sophistes sowie ein Kommentar zu den Enneaden Plotins.

Von den theologischen Werken des Proklos ist nur ein Teil erhalten, insbesondere die Grundlagen (oder: Elemente) der Theologie (Stoicheíōsis theologikḗ, lateinisch Elementatio theologica) und die Platonische Theologie (Peri tēs kata Plátōna theologías, lateinisch Theologia Platonica, sechs Bücher, gewidmet Perikles von Lydien). Ein Werk zur Rechtfertigung von Opfer und Magie ist – abgesehen von einem griechischen Fragment – nur in einer lateinischen Übersetzung des Humanisten Marsilio Ficino erhalten (De sacrificio et magia „Über Opfer und Magie“), die offenbar nur Auszüge aus einem Traktat oder Brief des Proklos wiedergibt. Hinzu kommen zwei religionsphilosophische Abhandlungen über die Vorsehung und eine Schrift Über die Existenz des Bösen, die nur in mittelalterlicher lateinischer Übersetzung und in einer abgewandelten griechischen Fassung aus byzantinischer Zeit erhalten sind.

Proklos verfasste auch Interpretationen zu Homer und Hesiod. Sein Kommentar zu Hesiods Werken und Tagen, der unter anderem auf Plutarchs Kommentar fußt,[4] ist in Fragmenten in den Hesiod-Scholien überliefert; die Homer-Kommentierung ist verloren. Wie bei den Neuplatonikern üblich deutete er die Dichtung insbesondere nach dem Prinzip der Allegorese. Sein Anliegen war auch hier philosophisch-religiös; er hielt Dichter wie Homer und Hesiod für göttlich inspiriert.

Außerdem verfasste Proklos Schriften auf dem Gebiet der Mathematik und der Naturwissenschaften. Dazu gehörte ein einflussreicher Kommentar zum ersten Buch von Euklids Elementen der Geometrie (Eis to a' tōn Eukleídou stoicheíōn) mit zwei Vorreden über die Geschichte der Mathematik, die eine wichtige wissenschaftsgeschichtliche Quelle sind. In den Grundlagen der Physik (Stoicheíōsis physikḗ, lateinisch Institutio physica) fasste er Erkenntnisse aus den Büchern 6 und 8 der Physik des Aristoteles zur Bewegungslehre zusammen. In der Kurzen Darstellung astronomischer Hypothesen (Hypotýpōsis tōn astronomikōn hypothéseōn) befasste er sich mit den Hypothesen des Ptolemaios.

Ferner stammt von Proklos eine Sammlung von Hymnen, von denen nur sieben erhalten geblieben sind. Einige der verlorenen Hymnen waren an orientalische Götter gerichtet. Die sieben erhaltenen Hymnen sind hexametrisch. Der erste richtet sich an den Sonnengott Helios, der zweite an Aphrodite, der dritte an die Musen, der vierte an die Gesamtheit der Götter,[5] der fünfte an Aphrodite als Schutzgöttin von Proklos' lykischer Heimat, der sechste an Rhea, Hekate und Zeus (den Proklos mit dem römischen Gott Ianus identifiziert), der siebte an Athene. Der Hymnengesang spielte eine wichtige Rolle in Proklos' religiösen Bestrebungen, deren Ziel der Aufstieg der Seele, ihre Rückkehr in die göttliche Welt war.

Lehre[Bearbeiten]

Proklos verstand sich als getreuer Wahrer der platonischen Tradition. Er trat besonders als Systematiker hervor. Es gelang ihm, die neuplatonische Philosophie und Religion erstmals in ihrer Gesamtheit als einheitliches, geschlossenes System darzustellen, indem er ihre Lehrsätze als Glieder einer logischen Kette ableitete und sie so als notwendige Folgen logischer Behauptungen erscheinen ließ. So verfuhr Proklos insbesondere in seinen theologisch-metaphysischen Werken.

Metaphysik und Seelenlehre[Bearbeiten]

Auf religiösem Gebiet vertritt Proklos den spätantiken philosophischen Synkretismus im Rahmen der Verteidigung der religiösen Vorstellungen des Platonismus gegen das Christentum. Grundlegend für seine Philosophie ist ein zyklisches Denken, das alles Geschehen als Kreislauf deutet. Jede Wirkung ist ursprünglich in ihrer Ursache vorhanden. Sie tritt aus der Ursache heraus, schreitet von ihr fort und kehrt dann aufgrund einer ihr innewohnenden Tendenz wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurück. Somit vollziehen sich alle Abläufe in drei Phasen: Verweilen (monḗ), Fortschreiten (próodos) und Rückwendung (epistrophḗ). In diesem Sinn ist auch die Emanation, das Hervorgehen jeder einzelnen Realitätsstufe (Hypostase) aus der jeweils übergeordneten Stufe zu verstehen. Die höhere Stufe strahlt auf die niedere aus. Über der physischen, sinnlich wahrnehmbaren Welt befindet sich die geistige, nur geistig wahrnehmbare („intelligible“) Welt, der kósmos noētós (lateinisch mundus intelligibilis). So erklärt Proklos im Sinne der neuplatonischen Tradition die Entstehung der Gesamtheit der Dinge als stufenweises Hervorgehen aus dem Ausgangspunkt, dem Einen, welches die oberste, ursprüngliche Realität ist. Die hierarchische Stufenleiter reicht bis zur Materie hinab.

Auch das Schicksal der Seele wird als solcher zyklischer Prozess gedeutet. Die Seele ist aus ihrer rein geistigen Heimat in die physische Welt hinabgestiegen und wendet sich dann wieder nach oben, ihrem Ursprung zu. Ebenso wie Iamblichos lehnt Proklos nachdrücklich die Auffassung Plotins ab, wonach die Seele auch während ihres Aufenthalts im menschlichen Körper ständig zugleich mit ihrem obersten Teil in der geistigen Welt präsent bleibt. Er geht vielmehr davon aus, dass nichts „oben“ bleibt; die Seele löst sich als Ganzes von der geistigen Welt und taucht in die Materie ein. Daher kann sie nicht aus eigener Kraft zurückkehren, sondern bedarf der Hilfe von außen. Somit ist sie auf die Unterstützung von Göttern angewiesen. Bei ihrer Rückwendung zu ihrem Ursprung spielt die Theurgie, ein rituelles Verfahren zur Herstellung einer Verbindung mit dem göttlichen Bereich, eine wichtige Rolle. Einzelheiten des dafür erforderlichen Vorgehens entnimmt Proklos der orientalischen Weisheitstradition (Chaldäische Orakel). Gebet und Hymnengesang unterstützen diese Bewegung der Seele, sie verbinden den Geist der Götter mit den Worten des Betenden und Singenden. Die Texte der Hymnen enthalten Symbole der Götter, die den Aufstieg der Seele unterstützen. In der Hymnendichtung geht es Proklos daher nicht darum, seine subjektive Frömmigkeit auszudrücken, sondern er will objektive Mittel zur Verfügung stellen, mit denen man sich der geistigen Welt als einer objektiven Realität nähern kann.[6]

Proklos betont wie alle Platoniker die Transzendenz der höchsten Gottheit, ist aber zugleich der Auffassung, dass die göttliche Vorsehung jedes einzelne Individuum lenkt. Dies geschieht nicht durch willkürliche Akte der Gottheit, sondern automatisch, da jedes Individuum an den Gesetzen, nach denen die Vorsehung wirkt, Anteil hat und daher in deren Sinn handelt.

Philosophische Bewertung der Dichtkunst[Bearbeiten]

Ein Problem stellt für den begeisterten Homer-Verehrer Proklos die prinzipielle Kritik Platons an der Dichtkunst dar. Er löst es, indem er argumentiert, Platon verwerfe nur die nachahmende Dichtkunst, welche die niedrigste Art von Poesie sei. Bei Homer spiele jedoch die Nachahmung nur eine untergeordnete Rolle; in erster Linie sei er göttlich inspiriert und seine Dichtung sei geeignet, die Seele mit der Welt der immateriellen Ursachen zu verbinden. Dann trete die eigene, niedere Natur des Menschen zurück, die Seele werde von der Gottheit erfüllt und erreiche so eine Vereinigung mit ihr.[7] Damit weist Proklos der homerischen Dichtung eine wichtige Aufgabe im Rahmen der metaphysischen Bestrebungen des Neuplatonismus zu. Eingehend bemüht er sich um eine Harmonisierung Platons und Homers.

Mathematik und Naturphilosophie[Bearbeiten]

Die hohe Wertschätzung der Platoniker für die Mathematik, die auf Platon selbst zurückgeht, ist bei Proklos besonders stark ausgeprägt – auf Proklos geht auch eine Ellipsenkonstruktion zurück. In seinem Euklidkommentar vertritt er die Auffassung, dass ausnahmslos alle Zweige des menschlichen Denkens mathematisierbar seien, darunter auch die Theologie (Metaphysik). Somit meint er, dass metaphysische Aussagen die Unerschütterlichkeit von Sätzen der Mathematik erlangen können. So wie die Mathematik auf physikalischem Gebiet die Berechnung der Planetenbahnen ermöglicht, lässt sich in der Staatskunde der günstigste Moment für eine politische Aktion berechnen. Auch den Gesetzen der Ethik und der Rhetorik liegen mathematische Gegebenheiten zugrunde; in der Dichtkunst beruhen die Gesetze der Metrik auf bestimmten Proportionen. So erweist sich für Proklos überall die Allmacht der Mathematik; sie „reinigt das Denken“, „befreit uns von den Fesseln des Irrationalen“ und beschenkt die Seele, indem sie sie zum rein Geistigen hinleitet, „mit einem Leben der Glückseligkeit“.

Zur Astronomie äußerte sich Proklos in seinem Kommentar zu Platons naturphilosophischem Dialog Timaios, den er im Alter von 27 Jahren schrieb. Dort drückte er seine Unzufriedenheit mit den mathematischen Konstruktionen aus, die das geozentrische Weltbild des Ptolemaios zur Erklärung der Planetenbewegungen benötigte und die zur Berücksichtigung zusätzlicher Beobachtungen stets neu dem empirischen Befund angepasst werden mussten. Aus dieser Sachlage folgerte Proklos, dass die Astronomie keine exakte Wissenschaft sei. Seine eigene Erklärung für die beobachtete Ungleichförmigkeit der Planetenbewegungen lautet, dass nur die äußerste Himmelssphäre, der Fixsternhimmel, eine völlig gleichförmige und damit perfekte Bewegung aufweise. Als Gegenpol dazu betrachtete Proklos die völlig irregulären, willkürlichen, chaotischen Bewegungen von Objekten auf der Erde. Den geordneten, aber nicht gleichförmigen Planetenbewegungen wies er eine Mittelstellung zwischen diesen beiden Extremen zu.

Rezeption[Bearbeiten]

Antike[Bearbeiten]

Der Einfluss des Proklos prägte die letzte Phase der Geschichte der neuplatonischen Schule in Athen. Ein spätantiker philosophischer Gegner des Proklos war der Theologe Johannes Philoponos, der im Jahr 529 eine Abhandlung Gegen Proklos über die Ewigkeit der Welt verfasste, worin er die Annahme der Ewigkeit des Kosmos mit philosophischen Argumenten bekämpfte und Proklos eine falsche Auslegung von Platons Timaios vorwarf.

Mittelalter und Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

In der lateinischsprachigen Gelehrtenwelt des Mittelalters standen bis zum 13. Jahrhundert keine Übersetzungen der Hauptwerke des Proklos zur Verfügung. Daher machte sich sein Einfluss zunächst nur auf indirektem Weg geltend, vor allem durch die von seiner Philosophie geprägten Schriften des Pseudo-Dionysius Areopagita (spätes 5. oder frühes 6. Jahrhundert), die in lateinischer Übersetzung aus dem Griechischen verbreitet waren und in hohem Ansehen standen. Proklos' Grundlagen der Theologie wurden ins Arabische übersetzt und beeinflussten die islamische Philosophie und Theologie. Dieses Werk war auch die Hauptquelle – nicht die einzige Quelle, wie man früher glaubte – der im 9. Jahrhundert entstandenen arabischen Schrift Kalam fi mahd al-khair („Abhandlung über das reine Gute“), die Gerhard von Cremona im 12. Jahrhundert ins Lateinische übersetzte. Die lateinische Fassung erhielt den Titel Liber de causis („Buch von den Ursachen“). Der Liber de causis wurde irrtümlich Aristoteles zugeschrieben und dadurch zu einem der wichtigsten philosophischen Lehrbücher der Scholastik; er galt als die maßgebliche Darstellung von Aristoteles' Theologie, die dessen Metaphysik ergänzte.

Der Name des Proklos wurde bei den abendländischen Gelehrten erst bekannt, als in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts Wilhelm von Moerbeke einige seiner Hauptwerke direkt aus dem Griechischen ins Lateinische übersetzte. Am 18. Mai 1268 schloss er seine Übersetzung der Grundlagen der Theologie ab. Eine Übersetzung des Kommentars zum Timaios blieb unvollendet. In seinen letzten Lebensjahren arbeitete Moerbeke an der Übersetzung des Parmenides-Kommentars. Anhand von Moerbekes Übersetzung der Grundlagen erkannte Thomas von Aquin, dass der Liber de causis auf Proklos' Werk fußt, und wies in seinem Kommentar zum Liber de causis darauf hin. Das war der Ausgangspunkt für das Einsetzen des spätmittelalterlichen Interesses an Proklos, das sich fast ausschließlich auf die Grundlagen konzentrierte.[8]

Der Dominikaner Dietrich von Freiberg († um 1318/1320), der zu den führenden philosophischen Schriftstellern seiner Epoche zählte, erhielt von Proklos und vom Liber de causis wesentliche Anregungen. An Dietrichs Überlegungen knüpfte der neuplatonisch orientierte, stark von Pseudo-Dionysius beeinflusste Dominikaner Berthold von Moosburg an. Berthold verfasste im 14. Jahrhundert die Expositio super elementationem theologicam Procli, einen Kommentar zu Proklos' Grundlagen der Theologie, in dem er sich besonders mit dem Begriff der Einheit in der Metaphysik auseinandersetzte.[9] Im 15. Jahrhundert griff Nikolaus von Kues in seiner Metaphysik und Ontologie auf Gedanken zurück, die Proklos in seinem Kommentar zu Platons Parmenides geäußert hatte; dabei ging es Nikolaus vor allem um die Theorie der Einheit und ihres Verhältnisses zur Vielheit.[10]

Im Byzantinischen Reich kam es ab dem 11. Jahrhundert bei den Gelehrten zu einer intensiven Beschäftigung mit den Lehren des Proklos. Initiiert wurde sie von Michael Psellos und dessen Schüler Johannes Italos, die den zuvor wenig beachteten spätantiken Philosophen wiederentdeckten. Dagegen wandte sich im 12. Jahrhundert Bischof Nikolaos von Methone mit einer gegen die Theologie des Proklos gerichteten Schrift.[11]

In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts oder zu Beginn des 13. Jahrhunderts übersetzte Ioane Petrizi die Grundlagen der Theologie ins Altgeorgische und schrieb einen Kommentar dazu. Dabei gab er sich als Anhänger der Lehre des Proklos zu erkennen. Aus seiner Sicht ist die Philosophie des antiken Neuplatonikers mit dem christlichen Trinitätsdogma vereinbar und nicht polytheistisch.[12] Auf der Basis der georgischen Übersetzung der Grundlagen der Theologie entstand im Jahr 1248 eine altarmenische Übersetzung.[13]

In der Renaissance galt Proklos als hervorragender Vertreter der platonischen Tradition. Die Handschrift, die seine Hymnen enthielt, brachte der Humanist Giovanni Aurispa 1423 von Konstantinopel nach Italien. Die Hymnen fanden bei den neuplatonisch orientierten Humanisten, besonders Georgios Gemistos Plethon, Beachtung; Marsilio Ficino übersetzte sie ins Lateinische. Johannes Kepler schätzte den Euklid-Kommentar des Proklos, den er ausführlich zitierte und als vorbildlich für den philosophischen Umgang mit der Mathematik bezeichnete. Besonders gefiel ihm an dem spätantiken Neuplatoniker dessen Kritik an der Kompliziertheit des ptolemäischen Modells der Planetenbewegungen.[14]

Moderne[Bearbeiten]

Hegel betrachtet den Neuplatonismus als Vollendung der gesamten antiken Philosophie und die Metaphysik des Proklos als Vollendung des Neuplatonismus und damit als Höhepunkt des antiken Denkens. Er schätzt an Proklos dessen Systematisierung der neuplatonischen Lehre sowie die Wiederaufnahme und Weiterführung von Platons Dialektik des Einen in der Parmenides-Deutung. Hegel zieht Proklos' Platonische Theologie und Grundlagen der Theologie heran; ob er auch den Parmenides-Kommentar gelesen hat, ist ungewiss.[15] Nach Hegels Ansicht ist Proklos' Denken "logischer" als dasjenige Plotins und seine Platondeutung die historisch korrektere. Als Hauptleistung des Proklos betrachtet Hegel die Herausarbeitung der triadischen Struktur der Idee, die Erfassung der Idee als "Dreieinigkeit". Wie Proklos nimmt Hegel an, dass die mannigfaltigen Manifestationen notwendigerweise aus einer ursprünglichen einfachen Einheit hervorgehen. Ein fundamentaler Unterschied besteht jedoch in der Wertung dieses Prozesses. Hegel sieht darin eine Weiter- und Höherentwicklung, deren Resultat ein allumfassendes und daher die Vielheit einschließendes Absolutes sein soll, das durch den Prozess zu sich selbst kommt und damit die noch unbestimmte und daher mangelhafte ursprüngliche Einheit und Einfachheit übertrifft. Proklos hingegen betrachtet die anfängliche Einfachheit als schlechthin vollkommen und frei von jeglicher Vielheit; daher bedarf das Eine seiner Manifestationen nicht, vielmehr ist deren Entfaltung ein Abstieg und eine Minderung, und gerade in der Unbestimmtheit des anfänglichen Einen besteht dessen Vollkommenheit .[16]

Quellenausgabe mit Übersetzung[Bearbeiten]

  • Henri Dominique Saffrey und Alain-Philippe Segonds (Hrsg.): Marinus: Proclus ou Sur le bonheur. Les Belles Lettres, Paris 2001, ISBN 2-251-00496-3 (kritische Edition des griechischen Textes der Vita Procli des Marinos von Neapolis mit französischer Übersetzung und Kommentar)

Ausgaben und Übersetzungen der Werke[Bearbeiten]

Textausgaben (teilweise mit Übersetzungen)[Bearbeiten]

Platonkommentare
  • Wilhelm Kroll (Hrsg.): Procli diadochi in Platonis rem publicam commentarii, 2 Bände, Teubner, Leipzig 1899–1901 (kritische Edition)
  • Michele Abbate (Hrsg.): Proclo: Commento alla Repubblica di Platone (dissertazioni I, III–V, VII–XII, XIV–XV, XVII), Bompiani, Milano 2004, ISBN 88-452-1212-2 (griechischer Text ohne kritischen Apparat, italienische Übersetzung)
  • Carlos Steel (Hrsg.): Procli in Platonis Parmenidem commentaria, 3 Bände, Oxford University Press, Oxford 2007–2009 (kritische Edition, unterscheidet sich teils erheblich von der etwa zeitgleich erschienenen Pariser Edition)
  • Concetta Luna und Alain-Philippe Segonds (Hrsg.): Proclus: Commentaire sur le Parménide de Platon. Les Belles Lettres, Paris 2007ff. Bd. 1, 1. Teil: Introduction générale (2007), Bd. 1, 2. Teil: Livre I (2007) (kritische Edition mit französischer Übersetzung)
  • Ernst Diehl (Hrsg.): Procli diadochi in Platonis Timaeum commentaria. 3 Bände, Teubner, Leipzig 1903–1906 (kritische Edition)
  • Giorgio Pasquali (Hrsg.): Procli diadochi in Platonis Cratylum commentaria. Teubner, Leipzig 1908 (kritische Edition; neu abgedruckt in: Francesco Romano (Hrsg.): Proclo: Lezioni sul „Cratilo“ di Platone. L'Erma di Bretschneider, Rom 1989, ISBN 88-7062-696-2, mit Einleitung, italienischer Übersetzung und Kommentar von Romano)
  • Alain Philippe Segonds (Hrsg.): Proclus: Sur le Premier Alcibiade de Platon. 2 Bände. Paris 1985–1986 (kritische Ausgabe des griechischen Textes mit französischer Übersetzung)
Theologie (Metaphysik) und Kosmologie
  • Eric Robertson Dodds (Hrsg.): Proclus: The Elements of Theology. A Revised Text, Oxford University Press, Oxford 1963 (kritische Edition der Stoicheíōsis theologikḗ mit englischer Übersetzung)
  • Erwin Sonderegger (Hrsg.): Proklos: Grundkurs über Einheit. Grundzüge der neuplatonischen Welt. Academia Verlag, Sankt Augustin 2004 (griechischer Text der Stoicheíōsis theologikḗ nach Dodds [ohne kritischen Apparat] und deutsche Übersetzung)
  • Henry D. Saffrey und Leendert G. Westerink (Hrsg.): Proclus: Théologie platonicienne. 6 Bände. Paris 1968–1997 (kritische Ausgabe des griechischen Textes mit französischer Übersetzung)
  • Daniel Isaac (Hrsg.): Proclus: Trois études sur la providence. Bd. 1: Dix problèmes concernant la providence; Bd. 2: Providence, fatalité, liberté; Bd. 3: De l'existence du mal. Paris 1977–1982 (kritische Ausgabe der griechischen und lateinischen Texte mit französischer Übersetzung)
  • Helen S. Lang und Anthony David Macro (Hrsg.): Proclus: On the Eternity of the World. De Aeternitate Mundi. University of California Press, Berkeley 2001, ISBN 0-520-22554-6 (kritische Edition mit englischer Übersetzung)
Hesiod-Kommentar
  • Patrizia Marzillo (Hrsg.): Der Kommentar des Proklos zu Hesiods "Werken und Tagen". Narr, Tübingen 2010, ISBN 978-3-8233-6353-8 (kritische Edition mit Übersetzung und Erläuterung)
Mathematik und Naturwissenschaft
  • Gottfried Friedlein (Hrsg.): Procli diadochi in primum Euclidis elementorum librum commentarii. Olms, Hildesheim 1967 (Nachdruck der Ausgabe Teubner, Leipzig 1873) (kritische Edition)
  • Karl Manitius (Hrsg.): Procli Diadochi hypotyposis astronomicarum positionum, Teubner, Stuttgart 1974, ISBN 3-519-01732-6 (kritische Edition mit deutscher Übersetzung)
  • Albert Ritzenfeld (Hrsg.): Procli diadochi Lycii institutio physica. Teubner, Leipzig 1912 (kritische Edition mit deutscher Übersetzung)
Hymnen
  • Robert M. van den Berg (Hrsg.): Proclus' hymns. Essays, translations, commentary. Brill, Leiden 2001, ISBN 90-04-12236-2 (griechischer Text mit englischer Übersetzung und ausführlichem Kommentar)
  • Ernst Vogt (Hrsg.): Procli hymni. Harrassowitz, Wiesbaden 1957 (kritische Edition)

Übersetzungen (modern)[Bearbeiten]

Platonkommentare
  • Proclus: Commentaire sur la République, übers. von André-Jean Festugière, 3 Bände. Vrin, Paris 1970
  • Proklos Diadochos: Kommentar zum platonischen Parmenides, übers. von Hans Günter Zekl, Königshausen & Neumann, Würzburg 2010, ISBN 978-3-8260-4383-3.
  • Proclus: Commentaire sur le Timée, übers. von André-Jean Festugière, 5 Bände. Vrin, Paris 1966–1968
  • Proclus: Commentary on Plato's Timaeus, übers. von Harold Tarrant, Dirk Baltzly, David Runia und Michael Share, 6 Bände, Cambridge University Press, Cambridge 2007 ff. (bisher erschienen: Bände 1–5)
  • Proclus: Alcibiades I. A translation and commentary, übers. von William O’Neill, 2. Auflage, Nijhoff, Den Haag 1971, ISBN 90-247-5131-4.
Sonstige Schriften
  • Proclus: The Theology of Plato, übers. von Thomas Taylor. Frome (Somerset) 1995, ISBN 1-898910-07-3.
  • Proklos: Elemente der Theologie, übers. von Ingeborg Zurbrügg, Gardez, Remscheid 2004, ISBN 3-89796-123-7 (mit Erläuterungsheft: Enchiridion – Handbuch. Zur Erläuterung, Kommentierung und Vertiefung der Übersetzung der Elemente der Theologie des Proklos, Gardez, Remscheid 2005, ISBN 3-89796-160-1)
  • Proklos Diadochos: Über die Vorsehung, das Schicksal und den freien Willen an Theodoros, den Ingenieur (Mechaniker), übers. und erläutert von Michael Erler. Hain, Meisenheim am Glan 1980, ISBN 3-445-02100-7.
  • Proklos Diadochos: Über die Existenz des Bösen, übers. und erläutert von Michael Erler. Hain, Meisenheim am Glan 1978, ISBN 3-445-01882-0.
  • Proklus Diadochus 410–485: Kommentar zum ersten Buch von Euklids "Elementen", übers. von Leander Schönberger, hrsg. Max Steck. Halle (Saale) 1945 (Übersetzung mit Kommentar)

Übersetzungen (lateinisch, mittelalterlich)[Bearbeiten]

  • Carlos Steel (Hrsg.): Proclus: Commentaire sur le Parménide de Platon. Traduction de Guillaume de Moerbeke. Band 1: Livres I à IV; Band 2: Livres V à VII et Notes marginales de Nicolas de Cues. University Press, Louvain 1982–1985, ISBN 90-6186-124-1.
  • Proklos: Kommentar zu Platons Parmenides 141 E – 142 A. übers. von Rainer Bartholomai. Richarz, Sankt Augustin 1990, ISBN 3-88345-432-X (lateinische Übersetzung Wilhelms von Moerbeke mit deutscher Übersetzung des Herausgebers)
  • Helmut Boese (Hrsg.): Proclus: Elementatio theologica translata a Guillelmo de Morbecca. University Press, Louvain 1987, ISBN 90-6186-244-2.
  • Helmut Boese (Hrsg.): Die mittelalterliche Übersetzung der Stoicheiosis physike des Proclus. Procli Diadochi Lycii elementatio physica. Akademie-Verlag, Berlin 1958
  • Helmut Boese (Hrsg.): Procli diadochi tria opuscula (De providentia, libertate, malo) Latine Guilelmo de Moerbeka vertente. De Gruyter, Berlin 1960
  • Aemilus Portus (Hrsg.): In Platonis theologiam. Hamburg 1618, photomechanischer Nachdruck 1960, online (mit lateinischer Übersetzung; als Edition überholt durch Saffrey/Westerink)

Übersetzung (arabisch, mittelalterlich)[Bearbeiten]

  • Proclus Arabus. Zwanzig Abschnitte aus der Institutio theologica in arabischer Übersetzung, hrsg. Gerhard Endress. Steiner, Wiesbaden 1973

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Beierwaltes: Procliana. Spätantikes Denken und seine Spuren. Klostermann, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-465-03513-8.
  • Werner Beierwaltes: Proklos. Grundzüge seiner Metaphysik. 2. Auflage. Klostermann, Frankfurt am Main 1979, ISBN 3-465-01353-0.
  • Egbert P. Bos, Pieter A. Meijer (Hrsg.): On Proclus and his influence in medieval philosophy. Brill, Leiden 1992, ISBN 90-04-09429-6.
  • Radek Chlup: Proclus. An Introduction. Cambridge University Press, Cambridge 2012, ISBN 978-0-521-76148-2
  • Dirk Cürsgen: Henologie und Ontologie. Die metaphysische Prinzipienlehre des späten Neuplatonismus. Königshausen und Neumann, Würzburg 2007, ISBN 978-3-8260-3616-3.
  • Concetta Luna, Alain-Philippe Segonds, Gerhard Endress: Proclus de Lycie. In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques, Band 5, Teil 2 (= V b), CNRS Éditions, Paris 2012, ISBN 978-2-271-07399-0, S. 1546–1674 (enthält umfassende Übersicht über die Werke, berücksichtigt auch die orientalische Rezeption)
  • Matthias Perkams, Rosa Maria Piccione (Hrsg.): Proklos. Methode, Seelenlehre, Metaphysik. Brill, Leiden 2006, ISBN 90-04-15084-6.
  • John Phillips: Order from Disorder. Proclus' Doctrine of Evil and its Roots in Ancient Platonism. Brill, Leiden 2007, ISBN 978-90-04-16018-7.
  • Gyburg Radke: Das Lächeln des Parmenides. Proklos' Interpretationen zur Platonischen Dialogform. De Gruyter, Berlin 2006, ISBN 3-11-019014-1.
  • Reinhard Pichler: Allegorese und Ethik bei Proklos. Untersuchungen zum Kommentar zu Platons Politeia. Frank und Timme, Berlin 2006, ISBN 3-86596-027-8.
  • Markus Schmitz: Euklids Geometrie und ihre mathematiktheoretische Grundlegung in der neuplatonischen Philosophie des Proklos. Königshausen & Neumann, Würzburg 1997, ISBN 3-8260-1268-2.
  • Lucas Siorvanes: Proclus: Neo-Platonic Philosophy and Science. Edinburgh University Press, Edinburgh 1996, ISBN 0-7486-0768-4.

Weblinks[Bearbeiten]

Ausgaben und Übersetzungen von Werken des Proklos

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Dieses Datum wird aus einem Horoskop erschlossen, dessen Zuverlässigkeit allerdings umstritten ist; Siorvanes (1996) S. 25f. hält es für unglaubwürdig und tritt für eine Datierung der Geburt Ende 410 oder Anfang 411 ein. Zur Berechnung nach dem Horoskop siehe Alexander Jones: The Horoscope of Proclus. In: Classical Philology 94, 1999, S. 81–88.
  2. Zur Datierung siehe Henry D. Saffrey, Leendert G. Westerink (Hrsg.): Proclus: Théologie platonicienne. Bd. 1, Paris 1968, S. XVI f.; Alain Philippe Segonds (Hrsg.): Proclus: Sur le Premier Alcibiade de Platon, Bd. 1, Paris 1985, S. VIII; John M. Dillon: General Introduction. In: Glenn R. Morrow, John M. Dillon (Übers.): Proclus' Commentary on Plato's Parmenides, Princeton 1987, S. XI–XLIV, hier: XII f.; Lucas Siorvanes: Proclus: Neo-Platonic Philosophy and Science, Edinburgh 1996, S. 6.
  3. Siehe dazu Robert M. van den Berg: Proclus' Commentary on the Cratylus in Context. Ancient Theories of Language and Naming, Leiden 2008.
  4. Zur Frage der Eigenleistung des Proklos siehe Chiara Faraggiana di Sarzana: Le commentaire à Hésiode et la paideia encyclopédique de Proclus. In: Jean Pépin, Henri Dominique Saffrey (Hrsg.): Proclus lecteur et interprète des anciens, Paris 1987, S. 21–41 und Marzillo (2010) S. XLVIIIf.
  5. So van den Berg S. 224–227, der die Hypothese von Leendert G. Westerink und Henri D. Saffrey ablehnt, es seien speziell die Götter der Chaldäischen Orakel gemeint.
  6. Diese Zielsetzung des Proklos untersucht Michael Erler: Interpretieren als Gottesdienst. Proklos' Hymnen vor dem Hintergrund seines Kratylos-Kommentars. In: Gilbert Boss und Gerhard Seel (Hrsg.): Proclus et son influence, Zürich 1987, S. 179–217.
  7. Proklos, Kommentar zur Politeia I 177,4–179,2 und I 192,4−205,23.
  8. Helmut Boese: Wilhelm von Moerbeke als Übersetzer der Stoicheiosis theologike des Proclus. Heidelberg 1985, S. 11–15.
  9. Siehe dazu Boese (1985) S. 69–83.
  10. Zu Nikolaus' Proklos-Rezeption siehe Werner Beierwaltes, Procliana, Frankfurt a.M. 2007, S. 165–222.
  11. Linos Benakis: Neues zur Proklos-Tradition in Byzanz. In: Gilbert Boss und Gerhard Seel (Hrsg.): Proclus et son influence, Zürich 1987, S. 247–259.
  12. Lela Alexidze, Lutz Bergemann (Hrsg.): Ioane Petrizi: Kommentar zur Elementatio theologica des Proklos, Amsterdam 2009, S. 1–18.
  13. Lela Alexidze, Lutz Bergemann (Hrsg.): Ioane Petrizi: Kommentar zur Elementatio theologica des Proklos, Amsterdam 2009, S. 37.
  14. Zu Keplers Proklos-Rezeption siehe Judith Veronica Field: Kepler's Geometrical Cosmology, Chicago 1988, S. 167–171.
  15. Jens Halfwassen: Hegel und der spätantike Neuplatonismus. Bonn 1999, S. 398.
  16. Zu Hegels Verhältnis zu Proklos siehe Halfwassen (1999), S. 386–462.