Prolaktinom

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Klassifikation nach ICD-10
D35 Gutartige Neubildung sonstiger und nicht näher bezeichneter endokriner Drüsen
D35.2 Hypophyse
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Das Prolaktinom ist ein gutartiger Tumor (Adenom) des Hypophysenvorderlappens, der Prolaktin produziert. Dies führt zu einem Überschuss von Prolaktin im Blut, einer sogenannten Hyperprolaktinämie.

Symptome[Bearbeiten]

Die Symptome äußern sich

Nimmt der Tumor an Größe zu, kann er durch mechanische Einwirkung zu Kopfschmerzen, Gesichtsfeldausfällen und einer teilweisen bis kompletten Hypophyseninsuffizienz führen.

Therapie[Bearbeiten]

Prolaktinome können meist durch bestimmte Medikamente, sogenannte Dopaminagonisten (Bromocriptin, Cabergolin oder Quinagolid), behandelt werden. Eine Operation ist nur notwendig bei Therapieresistenz, Unverträglichkeit der Therapie, nicht rasch genug medikamentös beeinflussbaren Prolaktinomen mit Gesichtsfeldeinschränkungen, Kinderwunsch und beim Auftreten akuter Hirndruckzeichen wie starken Kopfschmerzen oder Bewusstlosigkeit durch eine Tumoreinblutung nach Beginn einer Behandlung eines Prolaktinoms mit Dopaminagonisten. Bei Inoperabilität kann in diesen Fällen auch eine Bestrahlung durchgeführt werden. Prolaktinome können in seltenen Fällen auch bei Kindern vorkommen und werden häufig durch Tumorresektion erfolgreich behandelt[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Y. Liu, Y. Yao, B. Xing, W. Lian, K. Deng, M. Feng, R. Wang: Prolactinomas in children under 14. Clinical presentation and long-term follow-up. In: Childs Nerv Syst. 2015 Mar 15, PMID 25771923.

Weblinks[Bearbeiten]

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