Prosymna

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

37.712922.841097222222Koordinaten: 37° 42′ 46″ N, 22° 50′ 28″ O

Karte: Griechenland
marker
Prosymna
Magnify-clip.png
Griechenland

Prosymna ist ein Fundplatz in der Argolis, Griechenland, an dem zahlreiche Gräber aus der mykenischen Zeit freigelegt wurden. Die Ausgrabungen fanden unter der Leitung von Carl Blegen statt, der die Ergebnisse 1937 publizierte. Besonders beachtenswert ist die Nekropole aufgrund der Tatsache, dass in vielen Gräbern Keramik, Bronzen und andere Gegenstände aus spätgeometrischer Zeit (ca. 750 - Anfang 7. Jh. v. Chr.) gefunden wurden. Dies deutet sehr stark auf Heroenkult hin, der im späten 8. Jh. v. Chr., ungefähr ein halbes Jahrtausend nach Belegung der Gräber, praktiziert wurde. Die Gräber galten offenbar als Gräber von Heroen der mythischen Zeit, die ab der 2. Hälfte des 8. Jh. v. Chr. durch Verbreitung der Epen Homers eine Renaissance erlebte. Den "Heroen" wurden Opfer dargebracht, die Gräber waren also in gewissem Sinne Wallfahrtsstätten. Prosymna gilt als einer der wichtigsten Fundplätze bzgl. des Themas Heroenkult in spätgeometrischer und früharchaischer Zeit.

Literatur[Bearbeiten]

Carl Blegen, Prosymna. The Helladic Settlement Preceding the Argive Heraeum, Bd. I, Cambridge 1937.