Protactinium(V)-oxid

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Kristallstruktur
Keine Zeichnung vorhanden
Allgemeines
Name Protactinium(V)-oxid
Verhältnisformel Pa2O5
CAS-Nummer 12036-75-8
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 542,07 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Radioaktivität
Radioaktiv
 
Radioaktiv
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Protactinium(V)-oxid ist eine chemische Verbindung aus Protactinium und Sauerstoff mit der Formel Pa2O5. Es ist ein weißes, kristallines Pulver und kristallisiert kubisch flächenzentriert mit einer Gitterkonstante von 545,5 pm.[1]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Protactinium(V)-oxid tritt in mehreren polymorphen Modifikationen auf, die sich durch geeignete Wahl der Versuchsbedingungen gezielt darstellen lassen. Die kubische Form erhält man durch Ausfällung einer Pa(V)-Salzlösung, wobei sich ein Protactinium(V)-oxid-hydrat bildet, das man trocknet und an der Luft bei 600–700 °C glüht. Tetragonales Protactinium(V)-oxid entsteht aus dem Hydrat oder dem kubischen Oxid beim Erhitzen an der Luft auf 700–900 °C. Hexagonales Protactinium(V)-oxid erhält man entweder in einer Quarzampulle in Sauerstoff-Atmosphäre bei 1075 °C oder an der Luft bei 1050 °C. Dieses wandelt sich beim Erhitzen an Luft auf 1200–1500 °C teilweise in eine rhomboedrische Modifikation um.[3]

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Einstufungen nach der Gefahrstoffverordnung liegen nicht vor, weil diese nur die chemische Gefährlichkeit umfassen, die eine völlig untergeordnete Rolle gegenüber den auf der Radioaktivität beruhenden Gefahren spielt. Auch Letzteres gilt nur, wenn es sich um eine dafür relevante Stoffmenge handelt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Boris F. Myasoedov, Harold W. Kirby, Ivan G. Tananaev: Protactinium. (pdf) In: Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, Jean Fuger (Hrsg.): The Chemistry of the Actinide and Transactinide Elements. Springer, Dordrecht 2006, ISBN 1-4020-3555-1, S. 161–252.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Philip A. Sellers, Sherman Fried, Robert E. Elson, W. H. Zachariasen: The Preparation of Some Protactinium Compounds and the Metal. In: Journal of the American Chemical Society. 1954, 76, S. 5935–5938, doi:10.1021/ja01652a011.
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3.  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I, Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 1181.