Provinz Bitchū

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Provinz Bitchū (heute: westlicher Teil der Präfektur Okayama)

Die Provinz Bitchū (jap. 備中国, Bitchū no kuni) war eine der historischen Provinzen Japans an der zur Seto-Inlandsee gewandten Westseite der Insel Honshū. Sie ist der heutige westliche Teil der Präfektur Okayama. Bitchū grenzte an die Provinzen Hoki, Mimasaka, Bizen und Bingo.

Die Provinz entstand in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts durch die Aufspaltung der alten Provinz Kibi (吉備国) in die Provinzen Bizen („Vorder-Kibi“), Bitchū („Mittel-Kibi“) und Bingo („Hinter-Kibi“). Die Schriftzeichen der Provinz wurden in der Frühzeit auch als Kibi no michi no naka gelesen.

Die alte Hauptstadt (kokufu) und die Provinztempel wurden um die Stadt Soja erbaut. Für den größten Teil der Muromachi-Zeit wurde die Provinz vom Hosokawa-Clan dominiert, der auf Shikoku residierte und der Provinz eine gewisse Unabhängigkeit ließ.

In der Sengoku-Zeit kämpften andere Clans um Bitchū. Oda Nobunaga und Mōri Terumoto kämpften gerade in der Provinz, als Oda starb. Nach 1600 wurde die Provinz unter einer Vielzahl von Lehen (Han) aufgeteilt und in der Folge dessen mehrere Burgen gebaut. Zum Zeitpunkt der Neuorganisation des Landes in Präfekturen war die wichtigste Stadt der Hafen Kurashiki.

34.8375133.51083333333Koordinaten: 35° N, 134° O