Provinz Bizen

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Provinz Bizen

Bizen (jap. 備前国, Bizen no kuni) war eine der historischen Provinzen Japans an der zur Seto-Inlandsee gewandten Seite der Insel Honshū. Sie lag auf den Gebiet des südöstlichen Teils der heutigen Präfektur Okayama. Bizen grenzte an die Provinzen Mimasaka, Harima und Bitchū.

Die Provinz entstand in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts durch die Aufspaltung der alten Provinz Kibi (吉備国) in die Provinzen Bizen („Vorder-Kibi“), Bitchū („Mittel-Kibi“) und Bingo („Hinter-Kibi“). Diese wurden kollektiv auch als Bishū (備州, „Kibi-Provinz(en)“) bezeichnet. Die Schriftzeichen von Bizen wurden in der Frühzeit auch als Kibi no michi no kuchi gelesen. 713 wurde von Bizen die Provinz Mimasaka abgetrennt.

Bizens Provinzhauptstadt (kokufu) lag wohl im Stadtteil Kokufu-Ichiba des Stadtbezirks Naka-ku von Okayama. Seit frühester Zeit war Bizen eine der wichtigsten Zentren der japanischen Schwertschmiedekunst. In der Muromachi-Zeit wurde Bizen vom Akamatsu-Klan aus der Provinz Mimasaka regiert. In der Sengoku-Zeit war der Urakami-Klan dominat geworden und siedelte sich in Okayama an. Sie wurden später selbst durch den Ukita-Klan ersetzt und Ukita Hideie war einer der Fünf Regenten, die Toyotomi Hideyoshi für seinen Sohn ernannte. Nachdem Kobayakawa Hideaki Tokugawa Ieyasu half, die Schlacht von Sekigahara gegen Ukita und andere zu gewinnen, bekam er Ukitas Ländereien in Bizen und Mimasaka.

In der Edo-Zeit ging Bizen durch viele Hände, bevor das moderne Präfektursystem eingeführt wurde und die Provinzen ablöste.

34.795833333333134.02555555556Koordinaten: 35° N, 134° O