Provinz Bungo

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Provinz Bungo (heute: Präfektur Ōita)

Bungo (jap. 豊後国, Bungo no kuni) ist eine ehemalige Provinz in Japan, die an die Provinzen Buzen, Hyūga, Higo und Chikugo angrenzte. Heute entspricht das Gebiet der Präfektur Ōita.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Provinz entstand Ende des 7. Jahrhunderts aus der Aufspaltung der Provinz Toyo (豊国) in Provinzen Buzen (dt. „Vorder-Toyo“) und Bungo (dt. „Hinter-Toyo“). Diese wurden kollektiv auch als Hōshū (豊州, „Toyo-Provinz(en)“) bezeichnet. Die Schriftzeichen von Bungo wurden in der Frühzeit auch als Toyo-kuni no michi no shiri gelesen.

Während der Sengoku-Zeit galt Bungo als Hauptsitz des Ōtomo-Clans.

Es wird vermutet, dass die Hauptstadt (国府, kokufu) von Bungo im heutigen Stadtteil Furugō (古国府) von Ōita lag, welcher übersetzt „alte Provinzhauptstadt“ bedeutet. Bis heute konnten dafür jedoch keine archäologischen Beweise gefunden werden.

Das Land Bungo spielt eine Rolle in der ersten Begegnung zwischen Japan und Europa. Die ersten Portugiesen, die an Japans Küste gelangten, landeten an der Küste von Bungo an und hatten Kontakt zum Fürsten von Bungo, den sie allerdings für den Herrscher von Japan hielten.

33.179722222222131.38611111111Koordinaten: 33° N, 131° O