Provinz Manco Kapac

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Provinz Manco Kapac
Lage
Basisdaten
Staat Bolivien
Departamento La Paz
Sitz CopacabanaVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Fläche 367 km²
Einwohner 27.154 (2012)
Dichte 74 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 BO-L

-16.116666666667-68.05Koordinaten: 16° 7′ S, 68° 3′ W

Panorama von Copacabana

Manco Kapac ist die kleinste der zwanzig Provinzen des bolivianischen Departamento La Paz und liegt im westlichen Teil des Departamentos. Die Provinz trägt ihren heutigen Namen nach dem mythologischen ersten Inka-König, Manco Cápac.

Lage[Bearbeiten]

Die Provinz liegt im zentralen Teil des bolivianischen Altiplano auf der Copacabana-Halbinsel im Titicaca-See, die den Lago Chucuito ("Großer See") im Nordwesten vom Wiñaymarka ("Kleiner See") im Südosten trennt. Die beiden Teile des Titicaca-Sees sind durch die Straße von Tiquina miteinander verbunden, welche die Provinz durchquert. Im Südwesten der Halbinsel hat die Provinz eine gemeinsame Grenze mit der Republik Peru, im Südosten jenseits der Straße von Tiquina grenzt Manco Kapac an die Provinz Omasuyos.

Zur Provinz gehören die Inseln Isla del Sol und Isla de la Luna im Nordwesten und die Insel Isla Taquiri im Südosten. Die Provinz erstreckt sich zwischen etwa 15° 53' und 16° 21' südlicher Breite und 68° 42' und 69° 17' westlicher Länge, sie misst an der breitesten Stelle von Nordosten nach Südwesten 16 Kilometer, in der Länge von Nordwesten nach Südosten 50 Kilometer.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl der Provinz Manco Kapac ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten um etwa ein Drittel angestiegen:

  • 1992: 20.554 Einwohner (Volkszählung)
  • 2001: 22.892 Einwohner (Volkszählung)
  • 2005: 24.502 Einwohner (Fortschreibung)[1]
  • 2012: 27.154 Einwohner (Volkszählung)[2]

Der Alphabetisierungsgrad in der Provinz beträgt 78,7 Prozent, und zwar 91,1 Prozent bei Männern und 67,4 Prozent bei Frauen.

Die Säuglingssterblichkeit ist von 7,3 Prozent (1992) auf 6,6 Prozent (2001) zurückgegangen.

76,3 Prozent der Bevölkerung sprechen Spanisch, 89,4 Prozent sprechen Aymara, und 0,4 Prozent Quechua. (2001)

46,3 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang zu Elektrizität, 71,6 Prozent leben ohne sanitäre Einrichtung (2001).

70,3 Prozent der Haushalte besitzen ein Radio, 24,3 Prozent einen Fernseher, 18,0 Prozent ein Fahrrad, 0,4 Prozent ein Motorrad, 2,2 Prozent einen PKW, 2,3 Prozent einen Kühlschrank, und 4,1 Prozent ein Telefon. (2001)

79,6 Prozent der Einwohner sind katholisch, 16,4 Prozent sind evangelisch (1992).

Gliederung[Bearbeiten]

Die Provinz Manco Kapac gliedert sich in die folgenden drei Landkreise (bolivianisch: Municipios):

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Instituto Nacional de Estadística (PDF-Datei; 195 kB)
  2. GEOHive nach: Instituto Nacional de Estadística (INE)

Weblinks[Bearbeiten]