Prozesskunst

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Prozesskunst (engl: process art) oder prozesshafte Kunst ist eine Form der zeitgenössisch-avantgardistischen Konzeptkunst die in den 1960er Jahren, basierend auf den Ideen der Minimal Art und der Performance Kunst entwickelt wurde. Werke der Prozesskunst sollen Zeit und Raum für Künstler und Betrachter bewusst machen, Hintergründe in der Entstehung in das Kunstwerk einbeziehen, sowie konkret Entwicklungen anstoßen und steuern und diese bewusst wahrnehmbar machen.

Die Entwicklung des Kunstwerks wird teilweise in die Präsentation einbezogen. Bevorzugtes Medium zur Umsetzung dieser Ideen war die Videotechnik. Bei der Prozesskunst steht nicht das Ergebnis im Vordergrund, sondern die Handlung, die Aktion, beziehungsweise der Entstehungsprozess eines Bildes oder Objekts, der auf Foto-, Film- oder Videomaterial festgehalten wurde. Im weiteren Sinne ist das Kunstwerk durch Alltagseinflüsse noch einem natürlichen Veränderungsprozess unterworfen (Betrachter, Erosion, Gezeiten, Tageszeiten u.ä.). Die Prozesskunst steht der Arte Povera nahe.

Bekannte Vertreter in Deutschland sind Jochen Gerz, Eva Hesse, Klaus Rinke, Ulrich Rückriem oder Franz Erhard Walther; international werden unter anderem Robert Morris, Bruce Nauman, Michelangelo Pistoletto, Richard Serra und Jiro Takamatsu zur Prozesskunst gerechnet.[1][2]

Siehe auch: Generative Kunst

Literatur[Bearbeiten]

  • Redaktion für Kunst des Bibliographischen Instituts (Hrsg.): Meyers kleines Lexikon. Kunst, Mannheim/ Wien/ Zürich 1986 (Meyers Lexikonverlag) ISBN 3-411-02655-3

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGuggenheim Collection - Glossary - Process art. Abgerufen am 5. Oktober 2012.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatArtandCulture Movement: Process Art. Abgerufen am 2. Dezember 2008.