Przyłęk (Bardo)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Przyłęk
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Przyłęk (Polen)
Przyłęk
Przyłęk
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Landkreis: Ząbkowice Śląskie
Geographische Lage: 50° 31′ N, 16° 47′ O50.51666666666716.783333333333Koordinaten: 50° 31′ 0″ N, 16° 47′ 0″ O
Einwohner:
Postleitzahl: 57-256
Telefonvorwahl: (+48) 74
Kfz-Kennzeichen: DZA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: KłodzkoZąbkowice Śląskie
Nächster int. Flughafen: Breslau

Przyłęk (deutsch Frankenberg) ist ein Dorf im Powiat Ząbkowicki in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Es liegt neun Kilometer südwestlich der Kreisstadt Ząbkowice Śląskie und gehört zur Stadt- und Landgemeinde Bardo (Wartha).

Geographie[Bearbeiten]

Przyłęk liegt in den östlichen Ausläufern des Warthaer Gebirges (Góry Bardzie) an der Glatzer Neiße. Nachbarorte sind Braszowice und Pawłowice (Paulwitz) im Nordosten, Kamieniec Ząbkowicki im Osten, Dzbanów (Banau) und Ożary (Hemmersdorf) im Südosten, Piasek (Sand) und Laskówka (Gierichswalde) im Süden, Janowiec (Johnsbach), Bardo und Opolnica (Giersdorf) im Südwesten sowie Potworów (Riegersdorf) und Brzeźnica (Briesnitz) im Nordwesten. Nördlich erhebt sich der 382 m hohe Buchberg (Bukowczyk).

Geschichte[Bearbeiten]

Frankenberg wurde vermutlich im Rahmen der Besiedlung des Vorgebirgslandes um 1241 als Stadt gegründet und erstmals 1250 als „Vrankenberch“ erwähnt. 1253 wurde es als herzogliche Stadt bestätigt und ein Vogt erwähnt. Für das Jahr 1284 ist ein Dominikanerkloster nachgewiesen.

Nach der herzoglichen Gründung der Stadt Frankenstein 1286, die u. a. durch Auflösung der beiden kleineren Städte Frankenberg und Löwenstein entstand, ging Frankenberg mit seinen Prilegien, dem Kloster, der Hälfte des Ortsnamens[1] und den meisten Bürgern auf das größere Frankenstein über. 1294 benannte der Frankensteiner Vogt eine Schenke „ad antiquum Frankenberc“ (Zum alten Frankenberg), was darauf hindeutet, das Frankenberg seinen Stadtcharakter verloren hatte und zu einem Dorf herabsank.

Seit 1331 gehörte das Dorf Frankenberg zum neu gegründeten Herzogtum Münsterberg und gelangte mit diesem 1336 unter böhmische Lehenshoheit, die Bolko II. von Münsterberg im selben Jahr im Vertrag von Straubing anerkannte.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel es wie fast ganz Schlesien 1742 an Preußen. Nach der Neugliederung Preußens gehörte es seit 1815 zur Provinz Schlesien und war ab 1818 dem Landkreis Frankenstein in Schlesien eingegliedert, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. Seit 1874 bildeten die Landgemeinden Frankenberg, Hartha und Sand den Amtsbezirk Frankenberg. 1939 bestand es aus 1.166 Einwohnern.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Frankenberg 1945 wie fast ganz Schlesien an Polen und wurde in Przyłęk umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben. Die neuen Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen. Von 1975 bis 1998 gehörte Przyłęk zur Wojewodschaft Wałbrzych.

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Der Name des neu gegründeten Frankenstein setzte sich aus je der Hälfte von Frankenberg und Löwenstein zusammen