Pseudolit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pseudolit für Galileo am Grünstein.

Ein Pseudolit (englisch pseudolite, Kofferwort aus griechisch pseudo „falsch, vorgetäuscht“ und Satellit) ist ein terrestrischer Sender, der Signale aussendet, die diejenigen eines Satelliten nachahmen.

Pseudoliten werden zum Beispiel errichtet, um lokal die Messgenauigkeit von satellitengestützten Navigationssystemen, wie z. B. GPS, zu erhöhen. Für einen GPS-Empfänger erscheinen Pseudoliten als zusätzliche Satelliten.

Die Rechtslage des Sendebetriebs ist unklar, denn Pseudoliten senden auf Frequenzen, die nach den Vorgaben der ITU eigentlich für Satelliten vorbehalten sind.

Pseudoliten werden auch eingesetzt, um Signale für Satellitenradio in Städten zu verbreiten. In tiefen Straßenschluchten zwischen Hochhäusern wäre sonst kein Empfang möglich. Für die Bodensegment-Netzwerke hat sich in Amerika der Begriff Ancillary terrestrial components (ATC), in Europa Complementary Ground Component (CGC) eingebürgert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]