Pseudotypisierung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Pseudotypisierung (engl. pseudotyping) wird der Austausch der viralen Hüllproteine bei der Erzeugung von viralen Vektoren bezeichnet. Dadurch entstehen Pseudotyp-Vektoren [1]. Die Hüllproteine des Virus werden dabei durch artfremde virale Hüllproteine ersetzt. Auf diese Weise können verschiedene Veränderungen des Vektors erzeugt werden, die unter anderem eine Veränderung des Tropismus gegenüber den Wirtszellen oder eine erhöhte Stabilität des Viruspartikels bewirken. Die Pseudotypen sind genetisch nicht determiniert.

Die Pseudotypisierung ermöglicht zum Beispiel die Untersuchung spezifischer Eigenschaften der Virushüllproteine. Ein häufig verwendetes Hüllprotein ist das Glykoprotein G des Vesicular-Stomatitis-Virus (VSV), abgekürzt VSV-G. Dieses Hüllprotein ermöglicht eine Transduktion nahezu aller Zelltypen.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Beispiel für die Erzeugung von Pseudotyp-Vektoren in einer Arbeitsgruppe der MHH