Ptolemaios (Zypern)

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Ptolemaios war von 80 bis 58 v. Chr. König von Zypern.

Er war ein jüngerer Sohn des Ptolemaios IX. Soter von Ägypten und damit Onkel der Kleopatra. Nachdem er es sich während des Seeräuberkrieges mit Publius Clodius Pulcher verdorben hatte, setzte dieser alles daran, sich an ihm zu rächen. Nach Strabo (Geographika 14, 6, 6) war Clodius in die Hand kilikischer Seeräuber gefallen, die sich damals auf dem Höhepunkt ihrer Macht befanden. Er bat durch Ptolemaios brieflich darum, ihn auszulösen. Der König kam dem Ansinnen nach, das Lösegeld, das er schickte, war jedoch so gering, dass die Piraten es zurückwiesen. Schließlich ließen sie Clodius ohne Lösegeld frei. Dieser sann auf Rache und schickte, nachdem er Volkstribun geworden war, Cato mit dem Auftrag nach Zypern, Ptolemaios abzusetzen. Er wurde mit der Acht belegt und vergiftete sich.

Der Historiker Ammianus Marcellinus äußert den Verdacht, dass es den Römern hauptsächlich um seine Schätze gegangen sei, mit denen sie die leere Staatskasse füllen wollten. Nachdem die Insel zwischen 58 und 56 v. Chr. zur prätorischen Provinz gemacht worden war, wurden diese Schätze durch den Quästor Marcus Porcius Cato Uticensis (95–46 v. Chr.) wie Kriegsbeute nach Rom geschleppt. Es soll sich dabei um Gegenstände im Wert von 7.000 Talenten gehandelt haben.

Literatur[Bearbeiten]