Publisher

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Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt den Begriff Publisher. Für die Software von Microsoft siehe Microsoft Publisher.

Ein Publisher oder auch Softwareverlag (von engl.: to publish = publizieren, veröffentlichen) ist ein Unternehmen, das Computerspiele oder Computerprogramme veröffentlicht und vertreibt.

Vergleichbar mit den Aufgaben eines Buchverlags, übernimmt der Publisher die Produktion von Datenträgern, das Marketing und den Vertrieb eines Computerspiels bzw. Programmes. Die Rahmenbedingungen werden mittels eines Publishingvertrags mit dem Entwickler festgelegt. Der Entwickler gewährt dem Publisher im Gegenzug das Recht, den Titel in einem oder mehreren Ländern zu veröffentlichen.

Viele Publisher besitzen mehrere Labels, die durchaus mit bekannten Markennamen der Modebranche vergleichbar sind. So unterhält das Unternehmen Take 2 Interactive die Labels Rockstar Games und 2K Games, über die auch der Großteil ihrer Spiele erscheint.

Große Publisher wie Electronic Arts, Nintendo, Microsoft, Ubisoft oder Activision Blizzard besitzen oft eigene Entwicklungsabteilungen, während viele kleinere Unternehmen dieser Branche über keine eigenen Entwicklungsressourcen verfügen. Viele Unternehmen der Videospiel-Branche sind Entwickler und Publisher zugleich.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Wirtschaftsfaktor

Die Computerspiel-Branche ist zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden. Sie rechnet im Jahr 2007 mit einem Umsatz von rund 34 Milliarden Euro.[1] Durch die Fusion des französischen Vivendi-Konzerns (World of Warcraft) mit der amerikanischen Activision (Call of Duty) ist unter dem Namen Activision Blizzard der weltgrößte Computerspiel-Konzern entstanden. Diese Transaktion kostete 18,9 Milliarden Dollar. Zusammen wollen die beiden Firmen im 2007 einen Umsatz von 3,8 Milliarden Dollar erwirtschaften. Für die Entwicklung eines anspruchsvollen und technischen aktuellen Computerspiels entstehen inzwischen Entwicklungskosten in zweistelliger Millionenhöhe.

[Bearbeiten] Bekannte Publisher

Im Oktober 2009 veröffentlichte das US-amerikanische Game Developer-Magazin eine Liste der 20 wichtigsten Videospiele-Publisher.

Position 2009 Name of Publisher Position 2008
1 Flagge von JapanJapan Nintendo 1
2 Flagge der Vereinigten Staaten von AmerikaUSA Electronic Arts 2
3 Flagge der Vereinigten Staaten von AmerikaUSA Activision Blizzard 3
4 Flagge von FranceFrance Ubisoft 4
5 Flagge der Vereinigten Staaten von AmerikaUSA Take-Two Interactive 6
6 Flagge von JapanJapan Sony Computer Entertainment 5
7 Flagge der Vereinigten Staaten von AmerikaUSA Bethesda Softworks 999- (neu in der Liste)
8 Flagge der Vereinigten Staaten von AmerikaUSA THQ 8
9 Flagge von JapanJapan Square Enix 10
10 Flagge der Vereinigten Staaten von AmerikaUSA Microsoft 9
11 Flagge von JapanJapan Konami 11
12 Flagge von JapanJapan Sega 7
13 Flagge von JapanJapan Capcom 14
14 Flagge der Vereinigten Staaten von AmerikaUSA MTV Games 999- (neu in der Liste)
15 Flagge von JapanJapan Namco Bandai 13
16 Flagge der Vereinigten Staaten von AmerikaUSA Warner Bros. Interactive 999- (neu in der Liste)
17 Flagge der Vereinigten Staaten von AmerikaUSA Disney Interactive 16
18 Flagge von FranceFrance Atari 999- (neu in der Liste)
19 Flagge von JapanJapan Atlus 999- (neu in der Liste)
20 Flagge der Vereinigten Staaten von AmerikaUSA LucasArts 17

[Bearbeiten] Publisher im deutschsprachigen Raum

Seit Mitte der 1980er Jahre existieren auch im deutschsprachigen Raum Videospiele-Publisher. Eines der ersten deutschen Unternehmen dieser Art war Rainbow Arts, über das Spiele wie Turrican, The Great Giana Sisters oder Katakis erschienen. Im vergleich zu den internationalen Marktführern sind deutsche Unternehmen in dieser Branche aber von relativ geringer Bedeutung.

Bekannte Publisher aus Deutschland sind unter anderem:

Bekannte, heute nicht mehr aktive deutsche Videospiele-Publisher sind Rainbow Arts, Ariolasoft, Sunflowers, 10tacle Studios, Software 2000 und Starbyte Software. Viele dieser ehemaligen Unternehmen waren sowohl Publisher als auch Entwickler.

[Bearbeiten] Quellen

  1. vgl. NZZ online - "World of Warcraft" trifft "Call of Duty"
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