Puchow

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Puchow führt kein Wappen
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Puchow hervorgehoben
Koordinaten: 53° 32′ N, 13° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Müritz
Amt: Penzliner Land
Höhe: 47 m ü. NN
Fläche: 5,65 km²
Einwohner: 146 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17217
Vorwahl: 03962
Kfz-Kennzeichen: MÜR
Gemeindeschlüssel: 13 0 56 055
Adresse der Amtsverwaltung: Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin
Webpräsenz:
Bürgermeisterin: Helgrid Weden
Lage der Gemeinde Puchow im Landkreis Müritz
Karte

Puchow ist eine Gemeinde im Landkreis Müritz in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Penzliner Land mit Sitz in der Stadt Penzlin verwaltet. Zu Puchow gehört der Ortsteil Rahnenfelde.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Zieskensee
Zieskensee

Der Ort liegt am Wokuhlsee und Zieskensee (auch Ziese genannt). Die starke Gletscherfaltung der letzten Eiszeit bestimmt die Landschaft, die sich nach Südosten hin weit und relativ flach zur Stadt Penzlin öffnet, während nach Nordwesten der große Carlsteiner Wald sich bis nach Wrodow erstreckt. An der Straße Penzlin - Lapitz erhebt sich an der Ziese ein natürlicher Bergkamm, Rest einer eiszeitlichen Sanddüne, der bis Rahnenfelde reicht und mit Lärchen und Kiefern bewachsen ist. Die Einheimischen bezeichnen diese Erhebung seit jeher als Räuberberg. Auf der nordöstlichen Seite von Ziese und Rahnenfelde liegt mit dem Brutgebiet Kucksee/Lapitzer See ein Naturschutzgebiet, das sich fast nahtlos an das Vogelschutzgebiet des Malliner Sees anschließt.

[Bearbeiten] Ortsname

Der Name ist slawischen Ursprungs, worauf die Endung -ow hindeutet, und könnte sich vom altslawischen Lokator Pucha ableiten, also „Ort des Pucha“.[1]

Eine andere Herkunft wäre die Ableitung vom altslawischen „puh“ oder „puhl“ für „hohl“. [2]

[Bearbeiten] Geschichte

Im Jahr 1326 wurde das Dorf, damals aus einer Anzahl Einzelhöfen bestehend, erstmals erwähnt, eine Urkunde bestätigt die Kirche.

In einer Urkunde vom 18. Juli 1501 wird Puchow als Bauerndorf benannt. Die Bauern waren dem Freiherrn Berend Maltzan, der auch „Böser Bernd“ genannt wurde, lehnspflichtig. Durch Verschuldung und Verpfändung gehörten 100 Jahre später die Bauernhöfe den Rittern. Pfandherren waren Anfang des 17. Jahrhunderts ein Hans Angermünde und der Pfarrer Lukas Schröder.

Schon 1659 hatte Puchow keine Kirche mehr, sie brannte zwischen 1650 und 1659 ab. In dieser Zeit wurde erstmals ein Vorwerk Puchow mit 64 Einwohnern genannt, das mit dem Rittergut Klein Lukow verbunden war.

Im 17. und 18. Jahrhundert ging das Gut von einer Hand in die andere, die Herren von der Hanken besaßen es am längsten. Ulrich Freiherr von Maltzan erwarb 1878 für seine Familie Puchow nebst Rahnenfelde.

Von 1905 bis 1945 war das Gut, auf dem 1910 das Gutshaus erbaut wurde, im Besitz der Familie Buenger. Mit der Bodenreform 1945 wurde Puchow aufgesiedelt. Ab 1960 gibt es im Dorf mit Rahnenfelde eine Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft.

Im Jahr 2001 beging Puchow seine 675-Jahr-Feier mit einer Festwoche.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Ensemble um das Gutshaus mit den beiden Torhäusern am Eingang und dem Gutspark

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg in Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. - Bd. 46 (1881), S. 112
  2. Hans Witte:Wendische Zu- und Familiennamen (1906), Aufsatz 2, Bd. 71 S. 112
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