Puderbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Puderbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Puderbach
Puderbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Puderbach hervorgehoben
50.5980555555567.6127777777778240Koordinaten: 50° 36′ N, 7° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Verbandsgemeinde: Puderbach
Höhe: 240 m ü. NHN
Fläche: 11,03 km²
Einwohner: 2384 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 216 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56305
Vorwahl: 02684
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 057
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 13
56305 Puderbach
Webpräsenz: www.gemeinde-puderbach.de
Ortsbürgermeister: Manfred Pees (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Puderbach im Landkreis Neuwied
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Über dieses Bild
Evangelische Pfarrkirche Puderbach
Blick auf das winterliche Puderbach

Puderbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz. Der Ort ist Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde.

Geographie[Bearbeiten]

Puderbach liegt zwischen Neuwied und Altenkirchen am Rande des Naturparks Rhein-Westerwald. Durch das Gemeindegebiet fließt der Holzbach. Neben dem Hauptort Puderbach umfasst die Ortsgemeinde die Ortsteile Haberscheid, Niederdreis (mit dem Wohnplatz Niederdreisermühle), Reichenstein und Richert (mit dem Wohnplatz Strunkeich).[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kirche und das Kirchspiel Puderbach wurden erstmals im Jahre 1256 erwähnt. Im gleichen Jahr sind auch Gerichtsrechte der Walpoden von Reichenstein-Neuerburg an einem Berg bei Puderbach bezeugt. Dort errichteten sie später die Burg Reichenstein. Das Gericht mit der Gerichtslinde wurde erstmals 1553 genannt.

Puderbach gehörte in den Jahren 1591 bis 1806 zum Amt Dierdorf der oberen Grafschaft Wied. 1816 kam der Ort zum neu gebildeten preußischen Landkreis Neuwied.

Am 7. Juni 1969 wurden die vier bis dahin selbstständigen Gemeinden Haberscheid, Niederdreis, Reichenstein und Richert nach Puderbach eingemeindet.[3]

Siehe auch: Jüdische Gemeinde Puderbach

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Puderbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 450
1835 609
1871 864
1905 854
1939 1.200
Jahr Einwohner
1950 1.278
1961 1.378
1970 1.720
1987 2.113
2005 2.274

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Puderbach besteht aus 16 Ratsmitgliedern,die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2009 8 4 4 16 Sitze
2004 10 6 4 20 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Gespalten durch eine eingebogene silberne Spitze, darin vier rote Schrägbalken, bedeckt von einem schreitenden blauen Pfau; vorn in Silber eine grüne Linde mit bewurzeltem schwarzen Stamm; hinten in Blau auf grünem Hügel eine silberne Burgruine.“

Pfau und Schrägbalken weisen auf die frühere Zugehörigkeit zur Grafschaft Wied. Die Gerichtslinde verkörpert das ehemalige Gericht in Puderbach. Die Ruine zeigt den ehemaligen Wohnturm der Burg Reichenstein bei Puderbach. Das Wappen ist rechtsgültig seit dem 20. Oktober 1971.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Neuwied an der Bundesautobahn 3. Der nächstgelegene ICE-Bahnhof ist in Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Die Entfernung zum Bahnhof Altenkirchen(Westerwald) beträgt ca. 16km, zum Bahnhof Au(Sieg) an der Bahnstrecke (Aachen-Düren-Köln-Siegburg/Bonn-Au(Sieg)-Betzdorf(Sieg)-Siegen) ca. 27km.

Puderbach liegt an der Eisenbahnstrecke Holzbachtalbahn von Siershahn nach Altenkirchen, auf welcher jedoch seit 1984 keine Personenzüge mehr im SPNV verkehren. Da jedoch 2006 der Güterverkehr auf der Holzbachtalbahn wieder aufgenommen wurde ist die Strecke in gutem Zustand und durchgehend befahrbar, daher finden dort jährlich Sonderfahrten mit Schienenbussen durch den Verein Brexbachtalbahn e. V. statt. Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland- Pfalz Nord (SPNV Nord) ist an einer Reaktivierung der Brexbachtalbahn sowie Holzbachtalbahn für den öffentlichen Personennahverkehr interessiert welche in den nächsten Jahren erfolgen könnte.

Bildung[Bearbeiten]

Das Schulzentrum in Puderbach ist Standort einer Realschule plus und einer Grundschule.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Eduard Keetmann (1840-1910), deutscher Theologe, Pfarrer, Oberstudiendirektor und Schulrat.
  • Karl Reinhardt (1849–1923), deutscher Lehrer und Schulreformer, geboren in Puderbach

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Puderbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 33 (PDF; 2,3 MB)
  3. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seiten 192 und 193 (PDF; 2,6 MB)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen