Puebla de Sanabria

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Gemeinde Puebla de Sanabria
Puebla de Sanabria – Ortsansicht
Puebla de Sanabria – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Puebla de Sanabria
Puebla de Sanabria (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-León
Provinz: Zamora
Comarca: Sanabria
Koordinaten 42° 3′ N, 6° 38′ W42.055277777778-6.6336111111111941Koordinaten: 42° 3′ N, 6° 38′ W
Höhe: 941 msnm
Fläche: 81,39 km²
Einwohner: 1.541 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 18,93 Einw./km²
Postleitzahl: 49300
Gemeindenummer (INE): 49166 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: www.pueblasanabria.com

Puebla de Sanabria ist ein nordspanische Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 1541 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) in der Provinz Zamora in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León. Zur Gemeinde gehören auch die Dörfer Castellanos, Robledo und Ungilde. Der historische Ortskern ist seit 1994 als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Conjunto histórico-artístico eingestuft.

Lage[Bearbeiten]

Puebla de Sanabria liegt im Nordwesten der Provinz Zamora in einer Höhe von ca. 940 Metern ü. d. M. nahe der Grenze zu Portugal auf einer Anhöhe zwischen dem Río Tera und dem Río Castro. Die Provinzhauptstadt Zamora ist etwa 112 Kilometer (Fahrtstrecke) in südöstlicher Richtung entfernt. Die portugiesische Stadt Bragança befindet sich dagegen nur etwa 42 Kilometer südwestlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001 2011
Einwohner 1.347 1.596 1.701 1.668 1.565 1.535

Hatte der Ort Mitte des 19. Jahrhunderts noch über 1.700 Einwohner, so sank danach deren Zahl kontinuierlich auf das Minimum von knapp über 1.000 Einwohner in den 1920er Jahren ab. Erst in den letzten Jahrzehnten scheint sich die Situation stabilisiert zu haben.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Landwirtschaft (vor allem Viehzucht und Gemüseanbau) spielt traditionell die größte Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde. Daneben fungierte der Ort bereits im Mittelalter als Handels-, Handwerks- und Dienstleistungszentrum für die Dörfer und Weiler in der Region. Einnahmen aus dem Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (casas rurales) sind in den letzten Jahrzehnten hinzugekommen.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine Pfarrkirche in Senapría wird erstmals im 7. Jahrhundert, also in westgotischer Zeit, erwähnt. Auf die islamische Eroberung (conquista) im 8. erfolgte die christliche Rückeroberung (reconquista) der Gebiete nördlich des Río Duero im 9./10. Jahrhundert. Eine Urkunde des späten 10. Jahrhunderts erwähnt bereits eine Stadt mit Namen Urbs Senabrie, doch eine Burg (castillo) ist erst für das Jahr 1132 belegt. Alfons IX. stattete den Ort im Jahr 1220 mit Privilegien (fueros) aus. Im 15. Jahrhundert lag die Herrschaftsgewalt über Puebla in den Händen verschiedener Grafen, darunter auch denen von Benavente, den Erbauern der Burg.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Häuser im Ortskern
  • Die Gassen des denkmalgeschützten Ortskerns sind geprägt von einer großen Anzahl zweigeschossiger, meist steinsichtiger Häuser mit Balkonen.
  • Die Burg der Grafen von Benavente ist ein imposantes Bauwerk aus dem 15./16. Jahrhundert.
  • Die Pfarrkirche (Iglesia de Nuestra Señora del Azogue) hat romanische Ursprünge, wurde aber vom 16. bis 18. Jahrhundert wiederholt verändert. Sie steht auf dem höchsten Punkt des Ortes.
  • Die dem hl. Cajetan geweihte Einsiedlerkirche (Ermita de San Cayetano) mit ihrer barocken Fassade und einem einfachen Glockengiebel (espandaña) schließt sich unmittelbar nördlich der Kirche an.
  • Das Rathaus (ayuntamiento) befindet sich in einem ehemaligen, von großen Arkadenbögen dominierten Adelspalast des ausgehenden 15. Jahrhunderts.
  • Das Museo de Gigantes y Cabezudos widmet sich der in vielen Gegenden Spaniens und anderen Regionen Europas verbreiteten Tradition der von riesen- und zwergenhaften Figuren begleiteten Festumzüge zu Ehren der jeweiligen Stadtpatrone (hier am 7./8. September).
  • Die auf der anderen Flussseite des Río Tera gelegene schlichte Kirche sowie die ehemaligen Klostergebäude des Franziskanerkonvents (Convento e Iglesia de San Francisco) stammen aus dem 16. Jahrhundert.
Umgebung

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Puebla de Sanabria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).