Puente Romano (Mérida)

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38.913055555556-6.3508333333333Koordinaten: 38° 54′ 47″ N, 6° 21′ 3″ W

f1

Puente Romano
Puente Romano
Künstlerische Photographie der Brücke
Querung von

Guadiana

Ort Mérida (Spanien)
Konstruktion Bogenbrücke mit Keilsteingewölbe
Gesamtlänge 792 m (inkl. Anrampungen)
Breite Ca. 7,1 m
Anzahl der Öffnungen 60 (davon 3 in Uferböschung begraben)
Lichte Weite Max. 11,6 m
Bauzeit Zeit Trajans (98–117 n. Chr.)
Lage
Puente Romano (Mérida) (Spanien)
Puente Romano (Mérida)
Puente Romano in Mérida

Die Puente Romano (spanisch für Römerbrücke) in der südspanischen Stadt Mérida gilt als die längste aus der Antike erhaltene Brücke.[1] Zur Römerzeit überspannte das Bauwerk den Guadiana auf 62 Bögen mit einer Gesamtlänge von 755 m. Heutzutage ist die Brücke 721 m lang (einschließlich der Brückenaufgänge: 792 m) und ruht auf 60 Bögen, von denen drei in der Uferaufschüttung verborgen liegen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Brücke wurde an einer seichten Stelle des Flusses errichtet, an der sich zudem eine Flussinsel befindet. Ursprünglich überspannten den Fluss zwei separate Bogengruppen, die durch eine Holzkonstruktion verbunden war. Teile der Originalbrücke wurden allerdings bei einem Hochwasser 1603 zerstört. Danach wurde beschlossen, die beiden Bogengruppen mithilfe weiterer Bögen in der Mitte zu verbinden. Seitdem verläuft die Brücke in einem Stück über den Fluss. Bis 1990 konnten Autos die Brücke überqueren. 1993 wurde sie mitsamt den archäologischen Stätten von Mérida zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Colin O’Connor: Roman Bridges, Cambridge University Press 1993, ISBN 0-521-39326-4, S. 106–107
  • Álvarez Martínez, José M.: El Puente romano de Mérida, Consejo Provincial de Bellas Artes, Badajoz 1984, ISBN 8450090504.
  • Fernández Troyano, Leonardo: Tierra sobre el agua, Colegio de Ingenieros de Caminos, Canales y Puertos, Madrid 1999, ISBN 8438001483, S. 132.
  • J. Hernández Ramírez: El tajamar del puente romano de Mérida, un diseño hidraúlico, vorgetragen bei Actas del VII Congreso Internacional de Ingeniería Gráfica.
  • Heinz-Otto Lamprecht. Opus Caementitium, 4. Ausgabe, Beton-Verlag, Düsseldorf 1993, ISBN 3764003103, S. 175-176.
  • Marcel Prade: Les grands ponts du monde: Ponts remarquables d'Europe, Brissaud, Poitiers (Frankreich) , ISBN 2902170653, 1990; S. 194.
  • Heiner Sadler: Brücken, Harenberg Kommunikation, Dortmund 1986, ISBN 3-88379-498-8, S. 18-19.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Puente Romano (Mérida) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. O'Connor, Roman Bridges, S. 106.