Sean Combs

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Puff Daddy)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sean Combs 2006
Sean Combs und seine Söhne

Sean John Combs (* 4. November 1969 in Harlem, New York), Pseudonyme Diddy, P. Diddy, Sean John, Puff Daddy, Puffy, Swag,[1][2]Bad Boy, ist ein US-amerikanischer Rapper, Musikproduzent, Schauspieler und Modedesigner.

Biografie[Bearbeiten]

In den frühen 1990ern war er als Produktionsassistent bei Uptown Records tätig, bevor er 1993 seine eigene Plattenfirma Bad Boy Records gründete und Künstler wie The Notorious B.I.G., Junior Mafia, Lil’ Kim oder Craig Mack produzierte.

Nachdem sein Freund Notorious B.I.G. ermordet wurde, begann er 1997 seine eigene Gesangskarriere mit der Veröffentlichung des Albums No Way Out, das mit einem Grammy ausgezeichnet wurde. Es enthielt Lieder wie It's All About the Benjamins, Can't Nobody Hold Me Down oder I'll Be Missing You. Letzteres war eine Coverversion des Hits Every Breath You Take von The Police. Das Lied, an dem auch Notorious B.I.G.s Witwe Faith Evans mitwirkte, sollte eine Hommage an den Rapper sein. Bei den MTV Video Music Awards spielte er dieses Lied mit Sting, dem ehemaligen Sänger von The Police.

1998 gründete er die Modemarke Sean John. Dafür bekam er 2004 den Mode-Preis des Council of Fashion Designers of America, nominiert war er schon fünf Mal zuvor. Kritisiert wurde er wegen der Produktionsbedingungen seiner Kleidung zu Billiglöhnen in Honduras. Nach dem Äußern der Kritik setzte sich Combs für eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen ein[3].

1999 war er zusammen mit seiner damaligen Freundin Jennifer Lopez in eine Schießerei in einer New Yorker Disco verwickelt. Im anschließenden Strafprozess wegen unerlaubten Waffenbesitzes, bei dem er durch den Rechtsanwalt Johnnie Cochran verteidigt wurde, kam es zu einem Freispruch.

Als zweites Album folgte 1999 dann Forever, die Singleauskopplung Satisfy You mit R. Kelly wurde zu einem Erfolg.

Als Schauspieler trat er u.a. in dem Film Monster’s Ball sowie in der Neuauflage von Carlitos Way (2001) auf.

2002 folgte sein drittes Soloalbum The Saga Continues, das er in Marokko aufnahm. Es wurde durch Tracks wie Bad Boy 4 Life und I Need a Girl zu einem großen Erfolg. Letzterer nicht zuletzt durch Remixes von Künstlern wie Ginuwine, Mario Winans, Usher, Loon und vielen mehr. Des Weiteren spielte er eine große Rolle in der amerikanischen Version von Making the Band2, die von MTV ab dem Jahr 2002 ausgestrahlt wurde.

Am 17. Oktober 2006 wurde sein angeblich letztes Album veröffentlicht, welches den Titel Press Play trägt.

Combs gilt als einer der bekanntesten US-Amerikaner und wurde von dem amerikanischen Magazin Time in die Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt gewählt.

Am 2. Mai 2008 bekam er als erster männlicher Rapper einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. 2010 hatte er einen Auftritt in dem Film Männertrip.

Im Dezember 2010 veröffentlichte Combs die Single I'm On You mit dem russischen Rapper Timati.

2011 brachte Combs mit seiner neuen Gruppe Diddy-Dirty Money das Album Last Train to Paris heraus. Diddy-Dirty Money besteht neben Combs aus den Sängerinnen Dawn Richard und Kalenna Harper und wurde 2009 gegründet.

Filmografie[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sean Combs/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
DE AT CH UK US
1997 No Way Out
(Puff Daddy & the Family)
2
(24 Wo.)
1
(16 Wo.)
1
(18 Wo.)
8
(13 Wo.)
1
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Juli 1997
1999 Forever
(Puff Daddy)
4
(30 Wo.)
19
(11 Wo.)
7
(21 Wo.)
9
(4 Wo.)
2
(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. August 1999
2001 The Saga Continues…
(P. Diddy & the Bad Boy Family)
14
(6 Wo.)
42
(4 Wo.)
43
(6 Wo.)
2
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Juni 2001
2006 Press Play
(Diddy bzw. P. Diddy)
32
(9 Wo.)
41
(9 Wo.)
9
(11 Wo.)
11
(15 Wo.)
1
(33 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Oktober 2006
2010 Last Train to Paris
(Diddy-Dirty Money)
52
(1 Wo.)
64
(8 Wo.)
24
(2 Wo.)
7
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Dezember 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sean Combs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Diddy heißt jetzt Swag. rap.de, 23. Mai 2011, abgerufen am 6. Dezember 2011.
  2. P. Diddy ändert Namen in Swag. mtv.de, 26. Mai 2011, abgerufen am 6. Dezember 2011.
  3. http://web.archive.org/web/20070522174604/http://www.nlcnet.org/article.php?id=239
  4. Chartquellen: DE AT CH UK US US 2