Pulsnitz (Fluss)
| Pulsnitz | ||
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Die Pulsnitz bei Elsterwerda |
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| Daten | ||
|---|---|---|
| Gewässerkennzahl | DE: 5382 | |
| Lage | Brandenburg, Sachsen, Deutschland | |
| Flusssystem | Elbe | |
| Abfluss über | Schwarze Elster → Elbe → Nordsee | |
| Quelle | In einem Hausbrunnen in Ohorn 51° 10′ 41″ N, 14° 3′ 23″ O51.17805555555614.056388888889360 |
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| Quellhöhe | 360 m ü. NN | |
| Mündung | Bei Elsterwerda in die Schwarze Elster51.45275833333313.50902777777889Koordinaten: 51° 27′ 10″ N, 13° 30′ 33″ O 51° 27′ 10″ N, 13° 30′ 33″ O51.45275833333313.50902777777889 |
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| Mündungshöhe | 89 m ü. NN | |
| Höhenunterschied | 271 m | |
| Länge | 60 km | |
| Einzugsgebiet | 356 km² | |
| Abfluss am Pegel Königsbrück[1] AEo: 92,4 km² Lage: 53,4 km oberhalb der Mündung |
NNQ (27.07.1947) MNQ 1927/2005 MQ 1927/2005 Mq 1927/2005 MHQ 1927/2005 HHQ (14.03.1947) |
10 l/s 194 l/s 777 l/s 8,4 l/s km² 10,4 m³/s 20,8 m³/s |
| Kleinstädte | Pulsnitz, Königsbrück, Ortrand | |
Die Pulsnitz ist ein linker Nebenfluss der Schwarzen Elster in Sachsen und Brandenburg. Sie entspringt in Ohorn am Westhang des Tannebergs und fließt durch die Städte Pulsnitz, Königsbrück und Ortrand.
Die eigentliche Quelle befindet sich im Keller eines Wohngebäudes, unterhalb dessen ein Teich das Quellwasser auffängt. Dieser ist am Einflussrohr mit einer Tafel versehen, die die Aufschrift „Pulsnitzquelle VMI 1976“ trägt. Die Pulsnitz verläuft durch den gesamten alten Ortskern von Ohorn unterirdisch und tritt erst ca. 900 Meter weiter südwestlich und ca. 50 Meter tiefer am Rand einer Ackerfläche wieder ans Tageslicht.
Die Pulsnitz fließt durch die Königsbrücker Heide, wo sich zwischen 1906 und 1992 der Truppenübungsplatz Königsbrück und bis 1938 der Marktflecken Krakau an der Pulsnitz befand. Nach etwa 60 Kilometern mündet sie unweit von Elsterwerda in die Schwarze Elster.
Die ursprüngliche Mündung und damit auch die sächsisch-brandenburgische Landesgrenze befand sich jedoch nach dem Dorf Tettau. Sie bildete das historische Dreiländereck der Markgrafschaft Meißen mit der Ober- und der Niederlausitz.
Der Oberlauf und fast das gesamte sächsische Tiefental der Pulsnitz stehen unter Natur- bzw. Landschaftsschutz. Der kleine Fluss ist dort weitestgehend naturbelassen. Durch die teilweise Begradigung der Pulsnitz und ihres Nebenflusses, dem Haselbach, wurde im Oberlauf die Fließgeschwindigkeit und infolge dessen der Geschiebetransport erhöht. Die ehemals bei Königsbrück angesiedelten seltenen Flussperlmuscheln versandeten und starben ab. Die starke Verschmutzung der Pulsnitz durch Abwässer von Haushalten und (Textil-) Industrie ließ nach der Wiedervereinigung durch den Bau von kommunalen Kläranlagen und den Niedergang der ostdeutschen Industrie nach.
Die Pulsnitz war über Jahrhunderte der Grenzfluss zwischen Sachsen und der Oberlausitz, woran noch alte Flurnamen erinnern. Mehrere Ansiedlungen befanden sich beiderseits des Flusses, wobei der am westlichen Ufer gelegene Teil regelmäßig als Meißner Seite und der östlich gelegene als Oberlausitzer Seite (bzw. auch Böhmische Seite) bezeichnet wurde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind diese Orte vereinigt worden.
Die Pulsnitz wird auch als Grenze zwischen den alten elbslawischen Stammesgebieten der Daleminzi linksseits und der Milzener rechts der Pulsnitz angesehen.
Zu den Nebenflüssen der Pulsnitz gehören unter anderem der Haselbach, der Otterbach und die Käbnitz.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Literatur
- Hydrologisches Handbuch. Teil 2 - Gebietskennzahlen. Freistaat Sachsen - Landesamt für Umwelt und Geologie, S. 8, abgerufen am 28. Januar 2012 (PDF, 115 kB).
- Luise Grundmann, Dietrich Hanspach (Verf.), Institut für Länderkunde Leipzig und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Hrsg.): Der Schraden. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Elsterwerda, Lauchhammer, Hirschfeld und Ortrand. Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien 2005, ISBN 3-412-10900-2.
- Sächsische Landesvermessung, Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen, (Hrsg.): Topografische Karte 1:25000, Blatt 4850, 4750, 4749, 4648 und 4547. Dresden, 1888-1941.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Hydrologisches Handbuch. Teil 3 - Gewässerkundliche Hauptwerte. Freistaat Sachsen - Landesamt für Umwelt und Geologie, S. 48, abgerufen am 28. Januar 2012 (PDF, 637 kB).