Puna (Anden)

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Puna.PNG
Landschaft der Region Puna, Puno, Peru

Die Ökoregion Puna (aus gleichlautend Aymara oder Quechua) ist eine Höhenstufe der Anden von ca. 4000 bis 4800 m Höhe über dem Meeresspiegel (nach Javier Pulgar Vidal) sowie die hierfür typische Grasvegetation.

Der Altiplano Boliviens wie auch große Teile Perus, besonders im Süden, und einige kleinere Teile im Norden Argentiniens sind überwiegend von Puna-Vegetation bedeckt.

Cono de Arita, Argentinien

Das Klima ist kalt mit wechselhaften, insgesamt geringen Niederschlägen. Das Oberflächenrelief ist sehr vielseitig, meist wellig. In der Puna gibt es viele Seen sowie Hochplateaus.

Die Hauptwirtschaftsform ist Weidewirtschaft (Lamas, Alpakas). Zur Wildtierfauna gehören u. a. Guanakos und Vikunjas.

Kartoffeln gedeihen in diesem Klima noch und sind deshalb die Hauptkulturpflanze. Des Weiteren werden auch noch Gerste (Hordeum vulgare) und die Knollenfrucht Maka (Lepidium meyenii) angebaut.

Weite Teile der Puna werden von Punagras Stipa ichu dominiert. Weitere Grasarten sind Festuca orthophylla, Festuca dolichophylla, Calamagrostis-Arten sowie Tutura (Scirpus californicus).

Zur Gehölzflora gehören unter anderem Puya raimondii, Polylepis-Arten, Opuntien (Opuntia floccosa, Opuntia lagopus, Opuntia ignescens), Baccharis-Arten, Buddleja coriacea und Azorella yareta.

Literatur[Bearbeiten]

  • Pulgar Vidal, Javier: Geografía del Perú - Las Ocho Regiones Naturales del Perú. Edit. Universo S.A., Lima 1979.
 Commons: Puna de Atacama – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien