Punktweise Konvergenz
In der Analysis ist punktweise Konvergenz die Eigenschaft einer Funktionenfolge
, dass
für jedes Element
des Definitionsbereichs
gegen den Funktionswert
einer Grenzfunktion
konvergiert, das heißt
Man schreibt dann
oder 
Formal konvergiert
also genau dann punktweise gegen f, wenn

das heißt, es muss für jedes x und für jedes
eine natürliche Zahl N geben, so dass für alle
gilt:
.
[Bearbeiten] Beispiel
Zum Beispiel konvergiert die Folge
mit
im Intervall
punktweise gegen die Funktion
mit
denn offenbar gilt
[Bearbeiten] Abgrenzung
Es ist allerdings zu beachten, dass punktweise Konvergenz nicht gleichbedeutend mit gleichmäßiger Konvergenz ist, da z.B. das letzte oben genannte Beispiel zwar punktweise, keineswegs aber gleichmäßig konvergiert (so ist jedes Glied der Folge überall stetig differenzierbar, die Grenzfunktion allerdings nicht einmal stetig): Gleichmäßige Konvergenz ist eine wesentlich stärkere Aussage.
Für punktweise Konvergenz müssen die Werte der Funktionen fn nicht unbedingt reelle Zahlen sein, sie können Elemente irgendeines Topologischen Raumes sein.
[Bearbeiten] Literatur
- Konrad Königsberger: Analysis 1. Springer, Berlin 2004, ISBN 3-540-41282-4




