Purple Rain (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Purple Rain
Originaltitel Purple Rain
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1984
Länge 107 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Albert Magnoli
Drehbuch Albert Magnoli,
William Blinn
Produktion Robert Cavallo,
Steven Fargnoli,
Joseph Ruffalo
Musik Prince,
Michel Colombier
Kamera Donald E. Thorin
Schnitt Albert Magnoli,
Ken Robinson
Besetzung
  • Prince: Kid
  • Apollonia Kotero: Apollonia Love
  • Morris Day: Morris Day (The Time)
  • Clarence Williams III:
    Francis L. (Vater von Kid)
  • Olga Karlatos: Mutter von Kid
  • Billy Sparks: Billy
  • Jill Jones: Jill
  • Jerome Benton: Jerome

Purple Rain ist ein Musikfilm, in dem der Musiker Prince die männliche Hauptrolle spielt. Der Film lief am 27. Juli 1984 in US-amerikanischen Kinos an und kam am 22. Februar 1985 in deutsche Kinos. Regisseur von Purple Rain ist Albert Magnoli. Der Film gilt als halbautobiographisches Werk von Prince.

Handlung[Bearbeiten]

Prince spielt in Purple Rain den jungen Musiker Kid, der konkurrierend zu der Band The Time im Musikclub First Avenue in Minneapolis auftritt und den musikalischen Durchbruch schaffen möchte. Weibliche Hauptdarstellerin des Films ist Apollonia Kotero, die im Film Apollonia Love heißt. Sie ist Sängerin und will ebenfalls berühmt werden. Kid möchte ihr dabei helfen, ist aber zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Morris Day ist der Hauptsänger der Band The Time und fühlt sich sexuell zu Apollonia Love hingezogen. Er gründet eine Mädchenband, in der Apollonia singen soll. Im First Avenue können aber nur zwei Bands auftreten und Kid liefert immer mehr egozentrische Auftritte ab. Billy, Besitzer vom Musikclub First Avenue, ist von den Eskapaden von Kid nicht begeistert. Hinzu kommt, dass Kid Probleme mit seiner eigenen Band hat, da es vermehrt Differenzen zwischen seinen Bandmitgliedern gibt.

Zu Hause streiten sich die Eltern von Kid fast täglich und sein Vater schlägt seine Mutter. Das belastet Kid emotional sehr und stört auch seine Beziehung zu Apollonia. Es scheint so, als ob Kid mit seiner Band nicht mehr lange im First Avenue auftreten wird. Der Star vom Musikclub First Avenue ist eindeutig Morris Day und seine Girlband kommt bei ihren ersten Testauftritten sehr gut an. Erst durch einen persönlichen Schicksalsschlag begreift Kid, was Priorität hat, und zeigt daraufhin im First Avenue, wozu er musikalisch in der Lage ist.

Kritiken[Bearbeiten]

„Der Song "Purple Rain" brachte Sänger und Multiinstrumentalist Prince den Durchbruch, im Leben wie im Finale dieses Films: Aus tristen Verhältnissen rackert sich der begabte Kid (Prince) nach oben, kämpft mit Ängsten, Sehnsüchten, Irrungen und Wirrungen in der Liebe und im Showbiz…Eine perfekte Show mit Mut zu Kitsch, Eitelkeit und großen Emotionen.“

Cinema[1]

„Ein technisch versierter Musikfilm.“

Lexikon des internationalen Films[2]

„Es haben sich seit jeher schon viele Musiker auf der großen Leinwand versucht. Mal mehr, aber oft eher weniger erfolgreich und sicher kann man auch dem Musik-Genie Prince keine große Kinokarriere prophezeien. Dennoch spielt er in „Purple Rain“ eine für ihn absolut passende und glaubhafte Rolle, die ihn authentisch wirken lässt. Regisseur Albert Magnoli, der mit dem Film sein Langfilmdebüt gibt, schrieb auch am Drehbuch mit und inszenierte diesen Musikfilm eher düster und mit der nötigen Atmosphäre. Dass es in Punkto Atmosphäre überaus überzeugend wird, liegt natürlich auch von den von Prince geschriebenen und gesungenen Songs, die alle das gewisse Etwas haben und aus dem Soundtrack ein zeitloses Stück Musikwelt werden lässt. Vor allem der Titelsong ist unglaublich arrangiert. Hier gab es vollkommen zu Recht den OSCAR und den Grammy. In „Purple Rain“ wird jedoch kein einfaches Stück Popcorn-Kino geboten, das ohne kritische Untertöne an der damaligen Gesellschaft auskommt. Die Handlung erzählt eine teilweise sehr tragische Geschichte, die die Jahrtausendwende ohne Schaden zu nehmen überstanden hat.“

Moviesection.de[3]

„Autobiographischer Film mit Pop-Idol Prince und der schönen Apollonia über den Aufstieg eines Rockstars. Eine Hit-gespickte Imagepflege, in der ein Popstar lernt, nicht nur an sich selbst zu denken.“

Kino.de[4]

Filmmusik[Bearbeiten]

Das gleichnamige Album Purple Rain von Prince and the Revolution dient als Soundtrack zum Film und erschien im Juni 1984. The Time und Apollonia 6 haben ebenfalls Lieder beigesteuert, die im Film Purple Rain zu hören sind, aber nicht auf dem Purple Rain-Album vorhanden sind.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1985: Oscar für die Beste Filmmusik
  • 1985: Golden Globe-Nominierung in der Kategorie Bestes Original Lied für When Doves Cry
  • 1985: Brit Awards Best Soundtrack
  • 1985: Nominierung für die Goldene Himbeere in der Kategorie Schlechtestes Original Lied für Sex Shooter und in der Kategorie Schlechtester Neuer Star für Apollonia Kotero

Verschiedenes[Bearbeiten]

  • Der Film und das gleichnamige Album Purple Rain verhalf Prince im Jahr 1984 zum internationalen Durchbruch seiner Musikkarriere.
  • Die Fortsetzung von Purple Rain war im Jahr 1990 der Prince-Film Graffiti Bridge, der aber beim Publikum kaum Beachtung fand. Weitere Filme unter der Regie von Prince waren 1986 Under The Cherry Moon und 1987 der Konzertfilm Prince – Sign O’ the Times.
  • Die Regie von Purple Rain wurde anfangs James Foley angeboten, der jedoch aus Zeitgründen ablehnte. Er vermittelte seinen Cutter Albert Magnoli an die Produzenten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.cinema.de/film/purple-rain,1335934.html
  2. http://www.musikfilm.net/film_purple_rain.html
  3. http://www.moviesection.de/film/2299-Purple_Rain
  4. http://www.kino.de/kinofilm/purple-rain/13277

Weblinks[Bearbeiten]