Purpurgeboren

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Als Purpurgeborener bzw. Purpurgeborene, adjektivisch purpurgeboren, griechisch πορφυρογέννητος (porphyrogénnētos) bzw. πορφυρογέννητη (porphyrogénnēte), wurden seit der Spätantike Söhne bzw. Töchter amtierender Kaiser des Byzantinischen Reiches bezeichnet, die in der Porphyra, einer Kammer des Großen Palastes in Konstantinopel, geboren worden waren.

Ihren Namen verdankt die Porphyra dem in Ägypten am Mons Porphyrites abgebauten purpurfarbenen Porphyr, mit dem Boden und Wände der Kammer ausgekleidet waren; frühere Kaiser hatten diesen Stein aus Rom holen lassen.

Allerdings ist nicht unumstritten, ob die Bezeichnung tatsächlich auf diesen Raum zurückgeführt werden kann, da Purpur bereits im Altertum als „Farbe der Könige und Kaiser“ galt.

Der Bezeichnung „purpurgeboren“ wird auch im nicht-byzantinischen Kontext benutzt, um Kinder von Herrschern zu bezeichnen, die während der Regierungszeit ihres Vaters geboren werden.

Diese Bezeichnung „purpurgeboren“ schließt vor Amtsantritt geborene Kinder aus.

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