Push-Entwicklung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Push-Entwicklung bezeichnet in der Fotografie eine Entwicklungtechnik für absichtlich unterbelichtete Filme.

Die Push-Entwicklung wird vornehmlich bei Schwarzweiß-Filmen eingesetzt, ist jedoch auch bei Farbdia- und Farbnegativfilmen möglich. Hierzu wird beispielsweise ein Film mit ISO 400 wie ein ISO 800 Film belichtet und dann hinterher mit einer sogenannten „+1 Entwicklung“ gepusht, um richtig belichtete Bilder zu erhalten.

Bei der Push-Entwicklung gehen mit der Erhöhung der ausnutzbaren Filmempfindlichkeit weitere Effekte einher. In den meisten Fällen, insbesondere bei forcierter Anwendung (+2 und mehr), hat Pushen deutliche Qualitätseinbußen zur Folge:

  • Die Gradationskurve wird steiler, bei kontrastreichen Motiven gehen sowohl in den Schatten als auch in den Lichtern Details verloren, der darstellbare Motivkontrast wird verringert;
  • es erhöht sich in der Regel die Körnigkeit durch verstärktes Zusammenballen der entwickelten Silberteilchen;
  • bei Diafilmen verringert sich die maximale Dichte, so dass eigentlich schwarze Bildteile in der Projektion dunkelbraun oder dunkelblau erscheinen;
  • bei Negativfilmen tritt ein erhöhter Grundschleier auf, der Quälschleier.

Siehe auch[Bearbeiten]