Pushpa Kamal Dahal

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Pushpa Kamal Dahal (2009)
Prachanda bei einer Rede in Pokhara

Pushpa Kamal Dahal, genannt Prachanda (nepali: प्रचण्ड; dt.: der Kämpferische) (* 11. Dezember 1954) ist der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Nepals (Maoistisch) und war Kommandant der maoistischen Rebellen Nepals. Von August 2008 bis Mai 2009 war er Premierminister Nepals.

Leben[Bearbeiten]

Prachanda wurde als ältestes von acht Kindern in einem Dorf in den Bergen in der Nähe der Stadt Pokhara in Zentralnepal geboren. Er studierte Agrarwissenschaften und wurde 1971 Mitglied der kommunistischen Partei Nepals, die sich in der Folgezeit mehrmals in eigenständige Parteien aufsplittete. Seit 1996 war er der Anführer des bewaffneten Rebellenaufstands gegen die feudalen Institutionen und gegen die Monarchie in Nepal. Seit Beginn des „Volkskriegs“ lebte er mit rund 10.000 Kämpfern im Untergrund.

2006 erklärte er eine kommunistische Herrschaft nicht mehr zum Ziel und unterzeichnete mit Premierminister Girija Prasad Koirala eine Vereinbarung zum Ende des 12-jährigen Bürgerkrieges, dafür erklärten sich die Regierungsparteien bereit, auf eine der Hauptforderungen der Maoisten, nämlich die Abschaffung der Monarchie, einzugehen.

Am 15. August 2008 wurde er zum Premierminister Nepals gewählt und setzte sich gegen seinen einzigen Konkurrenten Sher Bahadur Deuba von der Kongresspartei durch.[1]

Nachdem Dahal in einem Machtkampf mit der Militärführung Nepals eine Niederlage einstecken musste, kündigte er am 4. Mai 2009 seinen Rücktritt an.[2] Dahal hatte am Vortag Armeechef Rookmangud Katawal entlassen, da sich die Armee weigerte, ehemalige maoistische Guerillakämpfer in ihre Reihen aufzunehmen. Diese Entscheidung führte zum Austritt mehrerer Parteien aus der Regierung Nepals, woraufhin Staatspräsident Ram Baran Yadav die Entlassung Katawals widerrief. Nachfolger des daraufhin zurückgetretenen Dahals wurde der Führer der Marxisten-Leninisten Madhav Kumar Nepal.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Prachanda – vom Rebellenführer zum Premier (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung bei tagesschau.de, 15. August 2008
  2. Tagesschau: Schwerer Rückschlag für Demokratie in Nepal (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[3] [4] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung'# vom 4. Mai 2009.

Weblinks[Bearbeiten]