Putlitz
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Prignitz | |
| Amt: | Putlitz-Berge | |
| Höhe: | 57 m ü. NN | |
| Fläche: | 118,49 km² | |
| Einwohner: |
2761 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 23 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 16949 | |
| Vorwahl: | 033981 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PR | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 70 325 | |
| Stadtgliederung: | 13 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Zur Burghofwiese 2 16949 Putlitz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Bernd Dannemann (BVB / FREIE WÄHLER[2]) | |
| Lage der Stadt Putlitz im Landkreis Prignitz | ||
Putlitz ist eine Stadt im nordwestlichen Brandenburg, Landkreis Prignitz. Sie ist Sitz des Amtes Putlitz-Berge, dem auch die Gemeinden Berge, Gülitz-Reetz, Pirow und Triglitz angehören.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Putlitz liegt im Norden der Prignitz an der Stepenitz. Im Bereich der Gemeinde liegen das Naturschutzgebiet Putlitzer Hainholz und Teile der Naturschutzgebiete Stepenitz und Marienfließ sowie Teile des FFH-Gebietes Mathildenhofer See.
Stadtgliederung[Bearbeiten]
Zur Stadt Putlitz gehören nach der Hauptsatzung die folgenden Ortsteile[3] und Wohnplätze[4].
- Laaske, mit dem bewohnten Gemeindeteil Jakobsdorf
- Lockstädt
- Lütkendorf
- Mansfeld
- Nettelbeck, mit dem bewohnten Gemeindeteil Krumbeck und dem Wohnplatz Ritt Utt
- Porep
- Putlitz, mit dem bewohnten Gemeindeteil Karlshof und den Wohnplätzen Hochheim, Konikow, Röskendorf, Stadtheide und Zieskenbachmühle
- Sagast, mit dem bewohnten Gemeindeteil Neu Sagast und dem Wohnplatz Steinfeld
- Telschow-Weitgendorf, mit den bewohnten Gemeindeteilen Telschow und Weitgendorf und dem Wohnplatz Weitgendorf-Ausbau
Es handelt sich hierbei um ehemals selbständige Gemeinden, die am 31. Dezember 2001 nach Putlitz eingemeindet wurden.[5]
Geschichte[Bearbeiten]
Die Stadt Putlitz gehört zu den ältesten Städten der Prignitz.
Die erste urkundliche Erwähnung einer slawischen Burg gab es bereits 946, König Otto I. stattete das von ihm begründete Bistum Havelberg u.a. mit Burg und Burgbezirk „Pochlustin“ aus. Im Zuge der Landnahme nach dem Sieg über die Wenden wurde 1179 der Ritter Johannes Gans aus der Altmark mit der Burg und den Ländereien belehnt, seither gilt Putlitz als Stammsitz des mächtigsten Zweiges der Familie Gans. Die Familie gilt auch als Gründer der Stadt Putlitz, welche zunächst aber eher als eine dörfliche Siedlung neben der Burg existierte. Bis zur Reformation war der Bischof von Havelberg Territorial- und Oberlehnsherr der Herrschaft (Terra) Putlitz, die damit im Gegensatz zu anderen Prignitzstädten Mediatstadt war. 1259 wird Putlitz als Pfarrort erwähnt. 1543 erhält die Stadt das Marktrecht. In der Geschichte der Stadt gibt es mehrere große Brände. Im Jahr 1638 wurde die Stadt durch ein Feuer vollkommen zerstört und ist anschließend auch als Folge des Dreißigjährigen Krieges für einige Jahre unbewohnt. 1652 kam es durch Neusiedler aus Sachsen, Hannover und Holstein zu einem Neuanfang. Im Jahr 1700 lebten wieder circa 600 Menschen in Putlitz, 1718 wurde die letzte Hinrichtung ausgeführt. 1734 entsteht eine Schule. 1885 gab es laut Meyers Konversations-Lexikon 1852 evangelische Einwohner. Am 4. Juni 1896 wurde die Bahnstrecke von Pritzwalk nach Putlitz eröffnet, es folgte im Jahr 1911 die Kreisringbahn Putlitz – Berge – (Perleberg) und 1912 die Verbindung Putlitz – Suckow. Die Strecke von Putlitz nach Berge wird seit 1969, die nach Suckow seit 1980 nicht mehr bedient. Bis 1898 war Putlitz Gerichtssitz, danach fanden im Rathaus noch mehrere Gerichtstage im Jahr statt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verwüsteten wieder mehrere Brände die Stadt, so dass man seither auf die Errichtung von Fachwerkhäusern verzichtete. Seit 1921 gibt es in Putlitz elektrischen Strom. 1926 wurde die Badeanstalt eingeweiht und 1962 das Wasserwerk eröffnet. Seit 1995 ist Putlitz an das Erdgasnetz angeschlossen. 2010 bekam die Kirche ihre Kirchturmspitze wieder. Im Jahr 2010 wurde die Friedenseiche vor dem Rathaus, der größte Baum der Stadt gefällt, was zahlreiche Proteste mit sich zog. Die Stadtverwaltung begründete die Fällung damit, dass wegen der Einsturzgefahr die Krone zurückgeschnitten werden müsste und die Eiche damit ihre Pracht verloren hätte. An jener Stelle sollte im Frühjahr 2011 eine Linde gepflanzt werden, was jedoch noch nicht geschah. Denn einige Stadträte fordern, dass wieder eine Eiche gepflanzt wird.
Politik[Bearbeiten]
Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]
Die Stadtverordnetenversammlung besteht aus 16 Stadtverordneten nebst ehrenamtlichem Bürgermeister.
- FW Putlitz 6 Sitze
- WG Bürger für Stadt und Land 5 Sitze
- CDU 3 Sitze
- Die Linke 2 Sitze
(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)[6]
Wappen[Bearbeiten]
Das Wappen wurde am 10. Januar 1992 genehmigt.
Blasonierung: „In Rot auf grünem Boden eine flugbereite gold-bewehrte silberne Gans.“[7]
Flagge[Bearbeiten]
Die Flagge der Stadt ist Grün - Weiß - Rot gestreift und mittig mit dem Stadtwappen belegt.
Städtepartnerschaft[Bearbeiten]
- Kaltenkirchen in Schleswig-Holstein.
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Burgruine mit Bergfried und Wallanlage
- Rathausplatz mit Rathaus und Apotheke
- Gutshaus Philippshof
- Gutsanlagen in Laaske und Nettelbeck
- Kuppelgrab Nettelbeck
- Grabdenkmale auf dem Friedhof für britische, indische und polnische Kriegsgefangene, die samt ihrem deutschen Bewacher im April 1945 von SS-Männern erschossen wurden
- Gedenkstein aus dem Jahre 1954 von dem Bildhauer Gerhard Genz vor dem Rathaus in der Ernst-Thälmann-Straße 35 für die Opfer des Faschismus
- siehe auch: Liste der Baudenkmale in Putlitz
Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]
In Putlitz findet jedes Jahr im Sommer das VuuV Festival statt, eines der größten Psytrance/Goa Festivals Europas mit jährlich zwischen 10.000 und 20.000 Besuchern.
Der in Putlitz ansässige Literaturverein 42er Autoren e.V. lobt seit 2005 unter der Schirmherrschaft des Gebhard Gans Edler zu Putlitz jährlich den Putlitzer Preis aus. [8]
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Verkehr[Bearbeiten]
Putlitz erhielt 1896 Eisenbahnanschluss mit einer Verbindung nach Pritzwalk, die 1912 bis zur Landesgrenze bei Suckow verlängert wurde, wo bis 1945 Anschluss nach Parchim bestand. Im Jahr 1911 wurde eine Bahnstrecke nach Berge eröffnet. Der Verkehr auf den Strecken nach Berge und Suckow wurde in den 1960er und 1970er Jahren eingestellt.
Der Zugverkehr auf der Strecke nach Pritzwalk (Linie PE70 der Prignitzer Eisenbahn GmbH) wurde am 10. Dezember 2006 vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg abbestellt. Die Einstellung des für den 2007 durch den Putlitz-Pritzwalker Eisenbahnförderverein wieder aufgenommenen Schülerverkehrs auf der Strecke war zunächst für Dezember 2012 geplant.[9] Nachdem sich die Stadt Putlitz bereit erklärte, 10.000 € zur Streckenabsicherung beizusteuern, wurde der Eisenbahnbetrieb bis zum Fahrplanwechsel 2014 verlängert.[10]
Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]
Putlitz ist der Sitz der Prignitzer Leasing AG, eine der größten brandenburgischen Leasinggesellschaften, sowie der Enon-Gruppe.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Gottfried Benn, deutscher Arzt, Dichter und Essayist, geboren im Ortsteil Mansfeld
- Wolfgang Gans Edler Herr zu Putlitz, deutscher Diplomat, geboren im Ortsteil Laaske
- Kurt Böwe, deutscher Schauspieler, lebte im Ortsteil Krumbeck, Ehrenbürger der Stadt (1999)
Quellen[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ http://bvb-fw.de/index.php/regionalrat
- ↑ Hauptsatzung der Stadt Putlitz vom 01.04.2009 PDF
- ↑ Dienstleistungsportal der Landesverwaltung - Stadt Putlitz
- ↑ Bildung einer neuen Stadt Putlitz. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 9. November 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 49, Potsdam, den 5. Dezember 2001, S.831 PDF
- ↑ http://www.amtputlitz-berge.de/politik/mitglieder.php?gremium=2460
- ↑ Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
- ↑ Website des Putlitzer Preis des Literaturvereins 42er Autoren e.V. aus Putlitz
- ↑ Michael Beeskow: Bahnverkehr nach Putlitz vor dem Aus. Einstellung der Personenbeförderung im Dezember. In: Märkische Allgemeine. Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH, 1. August 2012, abgerufen am 25. August 2012.
- ↑ Weitere Aufrechterhaltung der Strecke Putlitz – Pritzwalk beschlossen. Landkreis Prignitz, 9. November 2012, abgerufen am 16. November 2012.
Weblinks[Bearbeiten]
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