Putten (Gelderland)

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Gemeinde Putten
Flagge der Gemeinde Putten
Flagge
Wappen der Gemeinde Putten
Wappen
Provinz Gelderland Gelderland
Bürgermeister Ria Aartsen-Den Harder
Fläche
 – Land
 – Wasser
87,45 km²
85,04 km²
2,41 km²
CBS-Code 0273
Einwohner 23.870 (1. Jan. 2014[1])
Bevölkerungsdichte 273 Einwohner/km²
Koordinaten 52° 15′ N, 5° 36′ O52.255.6Koordinaten: 52° 15′ N, 5° 36′ O
Höhe 11 m NAP
Bedeutender Verkehrsweg A28, N303, N797, N798
Vorwahl 0341
Postleitzahlen 3880–3882
Website www.putten.nl/
Lage von Putten in den Niederlanden

Putten ( anhören?/i) ist ein Dorf und eine Gemeinde in der Provinz Gelderland (Niederlande). Sie hat 23.870 Einwohner (Stand: 1. Januar 2014).

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten]

Putten liegt westlich der Landschaft Veluwe. Im Westen wird es durch Nijkerk, im Süden durch Voorthuizen (Gem. Barneveld) und im Norden durch Ermelo begrenzt. Der nächste Autobahnanschluss befindet sich auf der A28 (Strand Nulde) vier km westlich des Dorfes. Putten hat einen Kleinbahnhof an der Eisenbahnlinie Amersfoort - Harderwijk, die weiter nach Zwolle führt. Der Bahnhof liegt zwei km westlich des Dorfes.

Beim Bahnhof befindet sich ein größeres Gewerbegebiet, wo sich allerhand Kleingewerbe- und Handelsunternehmen angesiedelt haben. Westlich des Dorfes gibt es viele Bauernhöfe. Bedeutendster Wirtschaftszweig ist aber der Tourismus.

Touristisches[Bearbeiten]

  • Westlich von Putten befindet sich Strand Nulde, ein Erholungsgebiet mit Jachthafen und vielen Wassersportmöglichkeiten. Es liegt am Nuldernauw, einer Randsee zwischen Gelderland und der Provinz Flevoland. Dieses Gewässer ist ein Überbleibsel der Zuiderzee.
  • Östlich des Dorfes liegen die schönen Wälder der Veluwe. Das Dorf hat mehrere Campingplätze und Pensionen. Der Landsitz Schovenhorst ist besonders sehenswert. Schloss Vanenburg ist ein Neubau aus dem Ende des 19. Jahrhunderts und dient als Konferenzzentrum.
  • Am 2. Mittwoch im Oktober findet ein Jahrmarkt (Ossenmarkt = Deutsch: Ochsenmarkt) mit vielen Festlichkeiten statt.
  • Seit 1992 gibt es eine Gedenkstätte (mit Ausstellung) über die schrecklichen Ereignisse vom Oktober 1944 (sonntags geschlossen).
  • Im Zentrum steht die Oude Kerk (Alte Kirche) , 15.–16. Jahrhundert, um 1900 stark restauriert; in den Sommermonaten ab und zu (mittwochs) zu besichtigen.

Geschichte[Bearbeiten]

Briefmarke der DDR, 1965

Putten wurde in einer Schenkungsurkunde des Werdener Klosters aus dem Jahre 855 erstmals erwähnt. Es war lange Zeit ein einfaches Bauerndorf. Zum Kirchspiel Putten gehörten bis 1416 auch Nijkerk und Voorthuizen. In den Kriegen des 15., 16. und 17. Jahrhunderts wurde Putten mehrmals zerstört. Als das Dorf 1863 einen Eisenbahnanschluss erhalten hatte, kam der Tourismus auf, eine Entwicklung, die sich bis nach dem Zweiten Weltkrieg fortsetzte. Auch siedelten sich im 20. Jahrhundert Pendler im Dorf an, die einen Job in den umliegenden Städten haben.

Im Oktober 1944 kam es hier zum Fall Putten, einem Kriegsverbrechen der Wehrmacht, bei dem 661 Menschen in KZs verschleppt wurden, und das Dorf anschließend niedergebrannt wurde. Davon kamen 552 Menschen ums Leben. Anlass war ein Attentat einer Widerstandsgruppe auf ein Auto mit deutschen Offizieren. Zum Gedenken der Opfer wurde 1947 ein Denkmal errichtet, das 1949 von Königin Juliana feierlich enthüllt wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 12.04.2014Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande