Puuc
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Puuc oder Puuc-Stil ist ein Architekturstil der Maya im präkolumbischen Mesoamerika.
Der Name Puuc (übersetzt: Hügelland) stammt von einer Maya-Bezeichnung für eine Hügelkette im Südosten von Yucatán (Sierrita de Ticul) südlich von Merida. Die Region südlich dieser Hügel wird aufgrund ihres gemeinsamen Architekturstils auch als Puuc-Region bezeichnet.
Zeitlich kann der Puuc-Stil auf etwa 800 bis 1000 n. Chr. datiert werden. Charakteristisch für den Baustil ist die detaillierte Gestaltung der Außenwände. Die unteren Mauern sind eher einfach und kahl wohingegen die oberen Gebäudeteile reich verziert sind.
Die Ziersteine wurden in großer Stückzahl aus dem Kalkstein der Umgebung gemeißelt und wurden zu großen Mosaiken zusammengesetzt. Sie bildeten überdimensionale Göttermasken und andere mythische und astronomische Symbole.
In der Frühzeit des Puuc-Stils waren die Steinblöcke noch schlecht verarbeitet und grob behauen. Die Wände waren mit dicken Stuckschichten bedeckt.
Der spätere Puuc-Stil weist fein gearbeitete Wände und Gewölbe auf und die verwendeten Steine sind exakt zugehauen. Über den Eingängen und an den Ecken befinden sich große Göttermasken, hauptsächlich vom Regengott Chaac.
Man vermutet, dass in der Puuc-Region bis zu 150 Städte existierten, in denen insgesamt etwa 500.000 Menschen gelebt haben könnten.
Die bedeutendsten heutigen Maya-Ruinen im Puuc-Stil sind Uxmal, Sayil, Kabah, Labná und Xlapek.

