pwd (Unix)

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pwd (Print Working Directory, im Deutschen etwa Drucke Arbeitsverzeichnis) ist ein Unix-Befehl, der den Namen des gerade verwendeten Verzeichnisses auf einer Kommandozeile ausgibt. Dies kann zur Orientierung verwendet werden, falls die Kommandozeile den Namen nicht ohnehin anzeigt. Der Befehl wird vor allem unter Unixen verwendet, findet sich aber auch in anderen Betriebssystemen wie Windows (dort verfügbar durch den Befehl chdir ohne Übergabe von Argumenten) oder OpenVMS (Befehl: show default).

Er ist unter anderem in der Bourne shell sowie der Bourne Again shell verfügbar und mit den POSIX-konformen C-Funktionen getcwd() oder getwd() leicht implementierbar.

Funktionsweise[Bearbeiten]

Der Befehl kann ohne jegliche Argumente aufgerufen werden, aber auch mit der Festlegung, ob der logische Pfad (entsprechend der cd-Parameter, die dorthin geführt haben) oder der physikalische Pfad (abweichend, falls der logische Symlinks enthält). Im folgenden Beispiel ist /home ein symbolischer Link auf /mnt/home. Standardmäßig erzeugt pwd die logische Ausgabe:

$ pwd
/home/foobar
$ pwd -L
/home/foobar
$ pwd -P
/mnt/home/foobar
$ ls -l /home
lrwxrwxrwx 1 root root 10 10. Dez 05:06 /home -> /mnt/home

Nach einem Wechsel in ein anderes Verzeichnis durch den cd-Befehl gibt pwd etwas anderes aus:

$ pwd
/home/foobar
$ cd /usr/bin
$ pwd
/usr/bin

Sonstiges[Bearbeiten]

Vom Befehl abgeleitet ist die von ksh93 eingeführte Umgebungsvariable PWD, die ebenfalls das aktuelle Arbeitsverzeichnis enthält, sich aber von Anwendungsprogrammen leichter auswerten lässt.

Weblinks[Bearbeiten]