Pyhäjoki

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Pyhäjoki (Begriffsklärung) aufgeführt.
Pyhäjoen kunta
Wappen Karte
Wappen von Piippola Lage von Pyhäjoki in Finnland
Basisdaten
Staat: Finnland
Landschaft: Nordösterbotten
Verwaltungsgemeinschaft: Raahe
Geographische Lage 64° 28′ N, 24° 14′ O64.46666666666724.233055555556Koordinaten: 64° 28′ N, 24° 14′ O
Fläche: 1.365,32 km²[1]
davon Landfläche: 542,06 km²
davon Binnengewässerfläche: 6,54 km²
davon Meeresfläche: 816,72 km²
Einwohner: 3.313 (31. Dez. 2012)[2]
Bevölkerungsdichte: 6,1 Ew./km²
Gemeindenummer: 625
Sprache(n): Finnisch
Website: www.pyhajoki.fi

Pyhäjoki [ˈpyhæjɔki] ist eine Gemeinde in Nordfinnland. Sie liegt rund 100 km südlich der Stadt Oulu an der Mündung des Flusses Pyhäjoki in den Bottnischen Meerbusen.

Geschichte[Bearbeiten]

Pyhäjoki wurde 1573 auf Geheiß des schwedischen Königs Johann III. gegründet. Das Machtgebiet seines Statthalters umfasste das gesamte Tal des Pyhäjoki bis zur heutigen Stadt Pyhäjärvi. Die politische Gemeinde Pyhäjoki besteht seit 1865.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung des Wappens: Im blauen Schild eine weiße Gans mit goldenem Schnabel und ebenso gefärbte Füßen. Im Schildfuß ein goldenes gemeines Kreuz mit einer Krone darüber.

Gemeinde[Bearbeiten]

Seit die Gemeinde Merijärvi 1895 als eigenständige Kommune aus dem Gemeindeverband ausschied, umfasst Pyhäjoki neben dem namengebenden Kirchdorf die Orte Etelänkylä (deutsch „Süddorf“), Keskikylä („Mitteldorf“), Limingoja, Parhalahti, Pirttikoski, Pohjankylä („Norddorf“), Viirre und Yppäri.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Pyhäjoki wurde als Standort für das dritte Kernkraftwerk des Landes nach den Werken in Loviisa und auf der Halbinsel Olkiluoto ausgewählt, das das finnische Konsortium Fennovoima errichten will. Die Erschließungsarbeiten sollten frühestens Ende 2012 beginnen.[3] Im Oktober 2012 gab E.ON, das mit 34 % am Konsortium beteiligt ist, bekannt diese Anteile verkaufen zu wollen. Damit ist die Zukunft des Projektes ungewiss, da davon ausgegangen wird, dass die 70 kleineren am Konsortium beteiligten Unternehmen die Investitionskosten nicht allein aufbringen können.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die nach einer Zeichnung von Carl Ludwig Engel erbaute hölzerne Gemeindekirche von Pyhäjoki brannte 1974 ab. 1977 wurde sie durch einen modernen Bau aus Spannbeton ersetzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Maanmittauslaitos (finnisches Vermessungsamt): Suomen pinta-alat kunnittain 1. 1. 2010. (PDF; 199 kB)
  2. Väestörekisterikeskus (finnisches Bevölkerungsregister): Bevölkerung der finnischen Gemeinden am 31. Dezember 2012.
  3. World Nuclear News: Site selected for new Finnish plant, 5. Oktober 2011. Abgerufen am 5. Oktober 2011.
  4. Eon zieht sich aus Atomkraft-Projekt zurück. Auf: www.handelsblatt.com, 24. Oktober 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pyhäjoki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien