Pyry

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Pyry liegt mittem im dargestellten südlichsten Warschauer Stadtbezirk Ursynów

Pyry ['pɨrɨ]?/i ist ein Teil des Warschauer Stadtbezirks Ursynów. Die früher eigenständige Gemeinde liegt im Süden der polnischen Hauptstadt ungefähr auf halbem Weg zwischen dem Warschauer Stadtzentrum und der etwa 30 Kilometer von Warschau entfernten Nachbarstadt Piaseczno an der Puławska Straße (poln.: ulica Puławska), der südlichen Ausfallstraße von Warschau. Östlich von Pyry erstreckt sich das großflächige Waldgebiet des Kabaty-Waldes.

Geschichte[Bearbeiten]

Pyry wurde wahrscheinlich im 14. Jahrhundert gegründet und befand sich lange im Besitz der Służewski-Familie. Die Gemeinde erhielt sich ihren ländlichen Charakter bis in die 1990er Jahre. Die Einwohner waren größtenteils Landwirte oder Fabrikarbeiter in Warschau. In jüngerer Zeit wird das Gebiet immer stärker urbanisiert und entwickelt sich zunehmend zu einer bevorzugten Wohngegend für wohlhabende Warschauer, die hier ihre Villen errichten lassen.

Pyry genießt inzwischen weltweite Berühmtheit durch ein (damals) streng geheimes Treffen englischer, französischer und polnischer Kryptoanalytiker, das am 24. und 25. Juli 1939,[1] also kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen, der den Zweiten Weltkrieg auslöste, im Wald nahe Pyry stattfand. Angesichts der drohenden Gefahr entschloss sich das polnische Biuro Szyfrów (deutsch: „Chiffrier-Büro“), sein gesamtes Wissen über die Entzifferungsverfahren der deutschen Rotor-Schlüsselmaschine ENIGMA, mit der die deutschen Militärs ihre Funksprüche verschlüsselten, an seine englischen und französischen Verbündeten zu übergeben. 52.11666666666721.016666666667Koordinaten: 52° 7′ N, 21° 1′ O

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. David Kahn: Seizing the Enigma – The Race to Break the German U-Boat Codes, 1939 –1943. Naval Institute Press, Annapolis, MD, USA, 2012, S. 92f. ISBN 978-1-59114-807-4