Qaidat al-Dschihad fi Bilad ar-Rafidain
Qaidat al-Dschihad fi Bilad ar-Rafidain (arabisch قاعدة الجهاد في بلاد الرافدين Qāʿidat al-Dschihād fī Bilād ar-Rāfidain, DMG Qāʿidat al-Ǧihād fī Bilād al-Rāfidayn ‚Basis des Dschihad im Zweistromland‘, in der US-amerikanischen Terminologie meist Al-Qaeda in Iraq genannt) ist eine islamistische Gruppe im Irak um den – inzwischen getöteten – Jordanier Abu Musab az-Zarqawi. Sie war zuvor unter dem Namen at-Tauhīd wa al-Dschihād (التوحيد والجهاد, „Monotheismus und Dschihad“) bekannt. Die Gruppe wird als al-Qaida zugehörig betrachtet.
Die Aktivitäten von Qaidat al-Dschihad fi Bilad ar-Rafidain sind hauptsächlich terroristischer Natur, wobei Zarqawi und seine Mitstreiter sich der Medien bedienen. So filmten sie etwa die Enthauptung des US-Amerikaners Nicholas Berg, die anschließend in den Medien und im Internet zirkulierte.
Laut Jürgen Todenhöfer, der sich im Irak mit verschiedenen Mitgliedern von Terrorganisationen und Rebellen getroffen hat, wird innerhalb des Irak zwischen ausländischen und inländischen al-Qaida-Kämpfern unterschieden. So sollen die irakischen Kämpfer gemäßigt sein. Terrorismus werde vor allem von den ausländischen al-Qaida-Anhängern begangen.[1]
Die libanesische Terrororganisation Fatah al-Islam wird von einem ehemaligen Mitstreiter Zarqawis und Mitkämpfer im Irak angeführt.[2]
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Jürgen Todenhöfer: Warum tötest du Zaid?, München 2008, S. 100-105.
- ↑ "Fatah Islam: Obscure group emerges as Lebanon's newest security threat", International Herald Tribune, 20 May 2007.