QRP

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Dieser Artikel behandelt QRP im Sinne einer Sendebetriebsart; zu weiteren Bedeutungen dieses Begriffes siehe QRP (Begriffsklärung).
Bausatz-Sendeempfänger für Kurzwelle Elecraft KX3

Mit QRP wird im Amateurfunk ein Sendebetrieb mit kleiner Leistung bezeichnet. Der Begriff entstammt der Abkürzung für „Verringern Sie die Sendeleistung“ aus dem Q-Schlüssel. Die funksportliche Herausforderung bei QRP-Betrieb liegt darin, mit kleinster Sendeleistung möglichst große Distanzen zu überbrücken. Hierbei kommt durch die Leistungsbeschränkung der Wahl der Antenne und des Standorts eine besondere Bedeutung zu.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Funksport

Betriebsart maximale Leistung
CW 5 Watt
SSB 10 Watt

Rekorde werden oft durch Ausnutzung spezifischer atmosphärischer Bedingungen erzielt. So kam 2001 eine QRP-Verbindung in CW und SSB (jeweils 5 Watt) im 20-m‑Band über 22.593 km zwischen Griechenland (SV1UY) und Neuseeland (ZL1BK) zustande. (Zur Verdeutlichung: Das ist in etwa die Leistung eines Autorücklichts.) Dabei wurden die Funkwellen über die - auf der Nachtseite der Erde stabile - F-Schicht in der Ionosphäre reflektiert (sogenannter chordal hop). Die Verbindung kam dementsprechend nicht auf dem direkten, sondern auf dem indirekten, „langen“ Weg zustande.

Yaesu FT-817ND

Alle Funkgeräte, die über eine regelbare Sendeausgangsleistung verfügen und die Ausgangsleistung auf oben genanntes Niveau (siehe Tabelle Betriebsart/Maximale Leistung) zu reduzieren vermögen, sind in der Lage, QRP Betrieb zu tätigen. Auch stellt die Industrie Geräte her, welche sich auch für QRP einsetzen lassen, da sie die erforderliche Ausgangsleistung bauartbedingt nicht überschreiten bzw. erreichen. Einige dieser Geräte, wie zum Beispiel das Yaesu FT‑817, sind mit Akkumulatoren oder Batterien ausgestattet, um Funkbetrieb von unterwegs zu betreiben.

[Bearbeiten] Selbstbau

Ein Vorteil vom Funkbetrieb mit geringer Sendeleistung ist allerdings die Vereinfachung des Selbstbaus von Funkgeräten, was sich sowohl in einem reichhaltigen Angebot an Bausätzen verschiedener Firmen in der ganzen Welt als auch an reichhaltiger Literatur (Magazine und Bücher) zum Thema mit Selbstbau-Anregungen widerspiegelt. Diese Bausätze sind wegen der geringeren Spannungen und Ströme ohne großes Risiko für Gesundheit und mit moderaten Kosten aufzubauen, erfordern aber besonders das in der Amateurfunk-Lizenzprüfung erworbene profunde Verständnis über Elektronik im Allgemeinen und Hochfrequenztechnik im Speziellen sowie handwerkliches Geschick im Aufbau von elektronischen Apparaten.

[Bearbeiten] /QRP

Manchmal wird im Amateurfunk der Anhang /QRP (gesprochen: Stroke Quebec Romeo Papa) hinter dem Rufzeichen verwendet, um anderen Funkamateuren anzuzeigen, dass man mit geringer Leistung sendet (Beispiel: DD1RK/QRP). Dieser Anhang ist jedoch noch nicht ITU-konform, hier sind nur /p (portable - für Portabelbetrieb), /m (mobile - für Mobilbetrieb), /mm (maritime mobile - für Betrieb von Hochseeschiffen aus) und /am (air mobile - für Betrieb aus Flugzeugen o. ä.) festgelegt. Jedoch sind in wenigen Amateurfunkcontesten Leistungsklassen mit der Bezeichnung QRP vorhanden respektive sie werden ausschließlich für den Contest im Falle eines reinen QRP-Wettbewerbes vorgegeben.

[Bearbeiten] Weblinks

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