Qalqiliya

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Qalqiliya
قلقيلية
Qalqilyah.JPG
Verwaltung: Palästina Paläst. Autonomiegebiete
Koordinaten: 32° 12′ N, 34° 59′ O32.19166666666734.975Koordinaten: 32° 11′ 30″ N, 34° 58′ 30″ O
Fläche: 25,637 km²
 
Einwohner: 43.000 (2007)
Bevölkerungsdichte: 1.677 Einwohner je km²
 
Zeitzone: UTC+2
 
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Marouf Zahran
Webpräsenz:
Qalqiliya (Palästinensische Autonomiegebiete)
Qalqiliya
Qalqiliya

Qalqiliya (arabisch ‏قلقيليةQalqīliya, manchmal auch ‏قلقيلياQalqīliyā; alternativ im Deutschen Kalkilia) ist eine palästinensische Stadt mit etwa 43.000 Einwohnern (2007), von denen 35.000 Nachkommen von Flüchtlingen sind, im nordwestlichen Teil des Westjordanlands. Sie liegt an der so genannten Grünen Linie, also der Waffenstillstandslinie von Israel.

Geschichte[Bearbeiten]

Geschichte bis 1967[Bearbeiten]

Während des ersten Israelisch-Arabischen Krieges eroberte die israelische Armee die palästinensische Stadt Kafr Saba und vertrieb die einheimische Bevölkerung[1]. Die Stadt Kafr Saba lag zwischen dem heutigen Kfar Saba und Qalqiliya. Viele dieser Flüchtlinge flohen nach Qalqiliya. Die Stadt wurde nach dem Waffenstillstandvertrag zwischen Israel und den arabischen Kriegsparteien 1949 bis 1967 von Jordanien verwaltet. Die Stadt wurde 1956 von der israelischen Armee angegriffen, wobei 18 Israelis starben und weitere 68 verwundet wurden. Die Zahl der getöteten jordanischen Soldaten liegt zwischen 80 und 90[2]. 1967 wurde die Stadt von der israelischen Armee erobert und die Bevölkerung vertrieben, zahlreiche Häuser wurden demoliert. Jedoch er laubte die israelische Armee später die Rückkehr[3].

jüngste Geschichte[Bearbeiten]

Rechtlich befindet sich Qalqiliya seit dem Oslo-II-Abkommen von 1995 in der sogenannten Zone A, die ausschließlich der Kontrolle der palästinensischen Autonomiebehörde unterliegt. Allerdings rückte Israel mit Beginn der al-Aqsa-Intifada wieder in die Stadt ein. Es ist jedoch geplant, den Palästinensern die Kontrolle über Qalqiliya zurück zu übertragen.

MdEP Véronique De Keyser spricht an der Sperranlage im Februar 2004 mit dem Bürgermeister Qalqilyas

Um Qalqiliya herum verläuft – auf palästinensischem Territorium – die seit 2003 im Bau befindliche israelische Sperranlage. Letztere hat in diesem Bereich die Form einer Betonmauer. Die Sperranlage umschließt die Stadt fast vollständig, lediglich im Osten erfolgt der einzige Zugang zu Qalqiliya durch einen israelischen Checkpoint. Qalqiliya ist damit von seinen Nachbarorten sowie von seinem Agrarland abgeschnitten. Bürger der Stadt haben sich laut der israelischen Menschenrechtsorganisation Jesch Din im Oktober 2010 mit einer Petition an Israels Obersten Gerichtshof gewandt um den Zugriff auf ihr Agrarland während der Olivenernte sicherzustellen; dieser war ihnen von den israelischen Behörden verweigert worden.[4]

Städtefreundschaft[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Benvenisti, Meron, Maxine Kaufman-Lacusta (translator) (2002), Sacred Landscape: The Buried History of the Holy Land Since 1948, ISBN 0-520-23422-7, ISBN 978-0-520-23422-2, 376 Seiten
  2. Morris, Benny (1993) Israel's Border Wars, 1949 – 1956. Arab Infiltration, Israeli Retaliation, and the Countdown to the Suez War. Oxford University Press, ISBN 0-19-827850-0. Seiten 397–399.
  3. Elon, Amos (1983). The Israelis: founders and sons. Penguin Books. ISBN 978-0-14-016969-0. Seiten 231-232
  4. Residents petition high court to access olive groves, Maan News Agency. 12. Oktober 2010.