Qara Qarayev

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Qara Qarayev (aserbaidschanische Briefmarke 1998)

Qara Əbülfəz oğlu Qarayev (russisch Кара Абульфазович Караев/Kara Abulfasowitsch Karajew; * 5. Februar 1918 in Baku; † 11. Februar 1982 ebenda) war ein sowjetischer und aserbaidschanischer Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Qarayev wurde als Sohn eines Arztes in Baku geboren, seine Mutter war musikalisch sehr interessiert. Er studierte von 1935 bis 1938 unter Üzeyir Hacıbəyov und Leonid Rudolf am Konservatorium von Baku und danach am Moskauer Konservatorium bei Dmitri Schostakowitsch. 1938 wurde sein erstes größeres Stück, Pesnja serdza (russisch Песня сердца; in etwa Lied des Herzens), die Vertonung zu einem Gedicht von Rəsul Rza, am Moskauer Bolschoi-Theater uraufgeführt.

1941 wurde Qarayev Leiter der Philharmonie in Baku. Von 1949 bis 1953 war er Leiter des Konservatoriums der Stadt, wo er seit 1959 als Professor wirkte. Zu seinen Schülern zählten die Komponistinnen und Komponisten Chajjam Mirzazade, Sewda Ibrahimowa, Afag Dschafarowa, Nargis Schafijewa, Firəngiz Əlizadə, Elnara Dadaschewa, Rachilja Gassanowa, Arif Mirsojew. Auch sein Sohn Fərəc Qarayev ist ein erfolgreicher Komponist.

Werk[Bearbeiten]

Qarayev schuf zwei Opern, zwei Ballette (Sieben Schönheiten und Der Pfad des Donners), drei Sinfonien und zwei sinfonische Dichtungen, die Albanische Rhapsodie, Sinfonische Gravüren, Choreografische Bilder, ein Musikalisches Bild, ein Klavierkonzert, Streichquartette und andere kammermusikalische Werke, zwei Kantaten, Lieder und Filmmusiken.

Nachwirkungen[Bearbeiten]

Seit 2011 findet in Baku das Qara-Qarayev-Festival für zeitgenössische Musik statt.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Cellist klopft Morsezeichen in FAZ vom 4.Mai 2013, Seite 34