Qeqertarsuatsiaat

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Qeqertarsuatsiaat (Ziemlich große Insel)
Fiskenæsset (Landspitze der Fische)
Qeqertarsuatsiaat 1893
Qeqertarsuatsiaat 1893
Kommune Kommuneqarfik Sermersooq
Geographische Lage 63° 5′ 19″ N, 50° 40′ 39″ W63.088611111111-50.67750Koordinaten: 63° 5′ 19″ N, 50° 40′ 39″ W
Qeqertarsuatsiaat (Grönland)
Qeqertarsuatsiaat
Höhe m
Einwohner 196 (1.1.2012)
Gründung 1754
Zeitzone UTC-3

Qeqertarsuatsiaat (dänisch Fiskenæsset) ist eine Siedlung in der grönländischen Kommune Sermersooq . Der Ort liegt ca. 150 km südlich der grönländischen Hauptstadt Nuuk auf einer Insel.

Geschichte[Bearbeiten]

Die schon früher von Inuit besiedelte Gegend hatte 1605 zum ersten Mal Kontakt mit Europäern, als der dänische Seefahrer Godske Lindenov hier anlegte und Handel trieb, aber auch einige Einheimische nach Dänemark entführte. Er glaubte auch, Silber gefunden zu haben, was sich später als Irrtum herausstellte. 1754 wurde dann die Siedlung Fiskenæsset durch den norwegisch-dänischen Handelsverwalter Anders Olsen gegründet. Dies hatte hauptsächlich den Grund, dass diese Region strategisch günstig auf halber Strecke zwischen Nuuk und Paamiut liegt. Anschließend wurde hier ein Handelsposten des Kongelige Grønlandske Handel (KGH) gegründet, der hier Handel mit Robbenfellen und Blubber betrieb. Die Herrnhuter Brüdergemeine betrieb in der Nähe ihre Missionsstation Lichtenfels. Bis zur Gründung der Kommune Sermersooq am 1. Januar 2009 gehörte die Siedlung zur Gemeinde Nuuk.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Eine wesentliche Einkommensquelle des Ortes ist die Fischerei. Der dänische Name Fiskenæsset verweist auf die reichen Lachsvorkommen der Umgebung. Diese Fische sollen hier früher so zahlreich gewesen sein, dass die Bucht von ihren Körpern silbern schimmerte. Heute spielt der Dorschfang eine größere Rolle, noch wichtiger ist jedoch die Robbenjagd. Die Robbenfelle werden hier von den Frauen des Ortes zu kunstvollen Taschen verarbeitet. In der näheren Umgebung des Ortes werden Rubine und verschiedene Schmucksteine gefunden.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Heinz Barüske: Grönland: Kultur und Landschaft am Polarkreis. DuMont, Köln 1990, ISBN 3770115449.

Weblinks[Bearbeiten]