Quanta Cura (Pius IX.)

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zur gleichnamigen Enzyklika von Benedikt XIV. siehe Quanta Cura (Benedikt XIV.).

In der Enzyklika Quanta Cura von 1864 verurteilt Papst Pius IX. die Religionsfreiheit und die Trennung von Kirche und Staat. Damit stellt er sich offen gegen die Entwicklung zu säkularisierten Staaten in Europa. In einem getrennten Anhang, der unter dem Namen Syllabus errorum bekannt wurde, werden unter anderem die Idee der Redefreiheit, der Religionsfreiheit, des Protestantismus und der Trennung von Kirche und Staat ausdrücklich als Irrtum bezeichnet. Als letzten Punkt in der 80 Einträge zählenden Liste wird die Idee verworfen, dass die päpstliche Lehre auf Grund von neuen Erkenntnissen revidiert werden solle.

Der Anspruch der katholischen Kirche auf die letzte Instanz in geistigen Dingen, den diese Enzyklika formuliert, fand wenige Jahre später mit dem Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes (→ Pastor Aeternus) seine logische Konsequenz. Durch die Ablehnung liberaler Grundwerte hat die Enzyklika dazu beigetragen, dass demokratische Gesellschaftsformen lange Zeit als unchristlich galten. Ebenso wurde das Verhältnis zu den protestantischen Kirchen nachhaltig belastet.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Louis Gaston Segur: Die am meisten verbreiteten Vorurtheile und Einwürfe gegen die Encyklika vom 8. December 1864. Augsburg 1865 (Digitalisat)

[Bearbeiten] Weblinks

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