Quantenparallelismus

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Der Quantenparallelismus ist der Grund für die höhere Rechenleistung eines Quantencomputers gegenüber einem klassischen Computer, da bei der einmaligen Anwendung eines Gatters auf einen Zustand von n Qubits insgesamt 2^n Manipulationen durchgeführt werden, im Gegensatz zu lediglich einer Manipulation in einem klassischen Computer.

Ein klassischer Computer verarbeitet Informationen durch Manipulation von Bits mit Gattern. Beispielsweise ergibt die Anwendung eines NOT-Gatters auf die Bitfolge [010111] die Bitfolge [101000].

Quantencomputer machen sich die Superposition von Quantenzuständen zunutze. So befindet sich ein Qubit (vor jeglicher Messung) in einem Superpositionszustand

|\psi\rangle = a \, |0\rangle + b \, |1\rangle

mit

|a|^2 + |b|^2=1

Die Anwendung einer Gatteroperation (z. B. NOT) auf diesen Zustand ergibt dann

|\psi'\rangle = a \, |1\rangle + b \, |0\rangle

Es wurden also bei einmaliger Anwendung von einer Gatteroperation bereits zwei Manipulationen durchgeführt. Führt man das Ganze weiter und betrachtet einen (verschränkten) Zustand zweier Qubits

|\psi\rangle = a \, |00\rangle + b \, |10\rangle + c \, |01\rangle + d \, |11\rangle

so ergibt NOT das Ergebnis

|\psi'\rangle = a \, |11\rangle + b \, |01\rangle + c \, |10\rangle + d \, |00\rangle

Man sieht also, dass bei der Nutzung zweier Qubits insgesamt vier Manipulationen durch eine einzige Gatteroperation durchgeführt wurden. Verallgemeinert ergibt sich, dass bei der Nutzung von n verschränkten Qubits durch eine Gatteroperation 2^n Manipulationen vorgenommen werden.

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