Quartiermeister

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Wojciech Kossak, Einquartierung (Quartiermeister) um 1893.

Der Quartiermeister war in früheren deutschen Heeren im Stab eines Armeekorps der Generalstabsoffizier, der für die Versorgung (Logistik) zuständig war.[1]

Begriffsbildung[Bearbeiten]

Der Begriff kann auf den Wortstamm Quartier [(alt)frz. quartier] als Teil eines Heerlagers, auch in der Bedeutung (Stadt)Viertel, zurückgeführt werden. Im Militärwesen steht Quartier für die Unterkunft von Truppen in der Kaserne oder Privathäusern (Einquartierung). Das Standortquartier ist die Garnison oder der Standort.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Im 16. Jahrhundert war der Quartiermeister (auch Quartiemacher) für die Erkundung, die Vorbereitung und den Bezug der Quartierplätze eines Landsknechtsregiments verantwortlich. Dazu gehörten das Landsknechtslager, der Marktplatz der Marketender und das Trosslager.

Der Quartiermeister unterstand direkt dem Obristen und war im Dienstrang den Hauptleuten gleichgestellt und arbeitete eng mit dem Profoss, dem Proviantmeister und dem Wachtmeister zusammen. Er befehligte die von den einzelnen Fähnlein abgestellten Fourieren.

Daraus entwickelte sich später bei einer Einheit derjenige Unteroffizier, welcher das Bekleidungswesen, Waffen und Munition zu beaufsichtigen, die Naturalverpflegung der Mannschaften und den Furageempfang zu besorgen hat; im Seedienst der erste Bootsmannsmaat, welcher die Aufsicht über die Schiffswache hat.

Der nächsthöhere Dienstgrad heißt Oberquartiermeister. Generalquartiermeister heißt in einzelnen Armeen der dem Chef des Generalstabs zunächst stehende Generalstabsoffizier.

Schweizer Armee[Bearbeiten]

In der Schweizer Armee ist der Quartiermeister (Qm) im Rang eines Offiziers, der Fachvorgesetzte der Fouriere im Bataillon. Er ist zuständig für die Kontrolle und Aufsicht des Rechnungswesen in den Kompanien. Unter diesen Bereich fallen alle Tätigkeiten die mit Vergütungen, Verpflegung, Sold und Rechnungsrevisionen zu tun haben. Auf Stufe Bataillon ist der Quartiermeister im Range eines Hauptmanns. Analog ist in den höheren Formationen ein weiterer Qm für die unterstellten Verbände zuständig.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BROCKHAUS, Die Enzyklopädie in 24 Bänden (1796–2001), Band 17: 3-7653-3677-7, S. 668
  2. BROCKHAUS, Die Enzyklopädie in 24 Bänden (1796–2001), Band 17: 3-7653-3677-7, S. 668