Quecksilber(I)-fluorid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Quecksilber(I)-fluorid
__ Hg+      __ F
Allgemeines
Name Quecksilber(I)-fluorid
Andere Namen

Diquecksilberdifluorid

Verhältnisformel Hg2F2
CAS-Nummer 13967-25-4
PubChem 44717570
Kurzbeschreibung

gelber geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 439,18 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

8,73 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

570 °C (Zersetzung) [1]

Löslichkeit

Hydrolyse in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300​‐​310​‐​330​‐​373​‐​400​‐​410Vorlage:H-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze
P: 260​‐​301+310​‐​304+340​‐​320​‐​330​‐​361Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze​‐​405​‐​501 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Umweltgefährlich Giftig
Umwelt-
gefährlich
Giftig
(N) (T)
R- und S-Sätze R: 26/27/28​‐​33​‐​50/53
S: 13​‐​28​‐​45​‐​60​‐​61
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Quecksilber(I)-fluorid ist eine anorganische chemische Verbindung des Quecksilbers aus der Gruppe der Fluoride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Quecksilber(I)-fluorid kann durch Reaktion von Quecksilber(I)-carbonat mit Fluorwasserstoff gewonnen werden.[3]

\mathrm{Hg_2 CO_3 + 2 \ HF\longrightarrow Hg_2 F_2 + CO_2 + H_2 O}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Quecksilber(I)-fluorid ist ein gelblicher, sich im Licht bald schwarz färbender Feststoff, der in Wasser hydrolysiert.[3] Er besitzt eine tetragonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe I4/mmm.[4]

Verwendung[Bearbeiten]

Quecksilber(I)-fluorid kann als mildes Fluorierungsmittel verwendet.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Datenblatt Mercury(I) fluoride, 97+% bei AlfaAesar, abgerufen am 28. September 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  3. a b  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I, Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 252.
  4.  Roger Blachnik (Hrsg.): Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Band III: Elemente, anorganische Verbindungen und Materialien, Minerale. begründet von Jean d’Ans, Ellen Lax. 4., neubearbeitete und revidierte Auflage. Springer, Berlin 1998, ISBN 3-540-60035-3, S. 482 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5.  Wolfgang A. Herrmann: Synthetic Methods of Organometallic and Inorganic Chemistry: Copper, silver .... Georg Thieme Verlag, 1999, ISBN 313103061-5, S. 196 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).