Queen-Elizabeth-Nationalpark

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Queen-Elizabeth-Nationalpark
Löwin auf einem Baum im Queen-Elizabeth-Nationalpark
Löwin auf einem Baum im Queen-Elizabeth-Nationalpark
Queen-Elizabeth-Nationalpark (Uganda)
Paris plan pointer b jms.svg
-0.3833333333333329.966666666667Koordinaten: 0° 23′ 0″ S, 29° 58′ 0″ O
Lage: Uganda
Fläche: 1952 km²
Gründung: 1936
i3i6
Sichtbares Zeichen für Sumpf- und Feuchtgebiete in Uganda: Papyrus-Pflanzen

Der Queen-Elizabeth-Nationalpark (QENP, inoffiziell auch QEP) liegt im Westen Ugandas. Er besteht seit dem Jahr 1952. Der Park hat eine Größe von 1978 km² und grenzt im Westen an den Lake Edward und den Virunga-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo, im Norden an das Ruwenzori-Gebirge. Teile des Parks liegen in den Distrikten Kasese, Rubirizi, Rukungiri und Bushenyi.[1][2][3]

Die Pflanzen- und Tiergesellschaften umfassen die Lebensbereiche der offenen Savanne, des Regenwaldes, dichter Papyrus-Sümpfe, von Krater-Landschaften und -Seen, sowie der beiden Seen des Ostafrikanischen Grabenbruchs, Lake Edward und Lake George. Der Park ist mit knapp 100 Säugetierarten und über 600 verschiedenen Vogelarten besonders artenreich.[1]

Am besten erschlossen ist das Gebiet um das Besucherzentrum auf der Mweya-Halbinsel zwischen Lake Edward und dem „Kazinga Kanal“. Dieser fliesst vom Georgsee im Osten mit geringem Gefälle zum Eduardsee im Westen des Nationalparks. Bei Bootsfahrten auf dieser natürlichen Wasserstraße bieten sich hervorragende Beobachtungsmöglichkeiten für Flusspferde und Pelikane sowie für Zugvögel, die den europäischen Winter hier verbringen (Gastvögel).[1][3][4]

In der im Osten des Parks gelegenen Bachschlucht „Kyambura Gorge“ lassen sich habituierte Schimpansen sowie weitere Primatenarten beobachten.[1][3] Im Maramagambo-Wald finden sich auch verschiedene Affenarten und Riesenwaldschweine, im Süden des Parks, im „Ishasha-Gebiet“, kann man Kronenkraniche, die Wappenvögel Ugandas, und Topis beobachten. Dort haben Löwen die Angewohnheit, auf Bäume zu klettern. Interessant ist auch die „Crater Area“, dort herrscht Grasland vor. Die Kraterseen und Salzseen erscheinen aus der Ferne wegen der hohen Flamingo-Bestände mitunter rosarot.

Weitere typische oder bekannte Tierarten des Nationalparks sind zum Beispiel Uganda-Kobs, Afrikanische Büffel, Elefanten, Löwen und Zebramangusten sowie verschiedene Eisvögel, Schreiseeadler und Goliathreiher.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Uganda Wildlife Authority Queen Elizabeth National Park. <http://www.uwa.or.ug/queen.html#>. Abgerufen am 5. April 2011.
  2. Queen Elizabeth National Park. <http://www.queenelizabethnationalpark.com/>. Abgerufen am 5. April 2011.
  3. a b c M. Fitzpatrik, T. Parkinson, N. Ray (2006): East Africa, Lonely Planet.
  4. African Bird Club: Hotspots in Uganda. Abgerufen am 6. April 2011.

Literatur[Bearbeiten]

  • William Riley, Laura Riley: Nature's Strongholds. The World's Great Wildlife Reserves. Princeton University Press, Princeton NJ u. a. 2005, ISBN 0-691-12219-9.

Weblinks[Bearbeiten]