Quesnoy-sur-Airaines

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Quesnoy-sur-Airaines
Quesnoy-sur-Airaines (Frankreich)
Quesnoy-sur-Airaines
Region Picardie
Département Somme
Arrondissement Amiens
Kanton Molliens-Dreuil
Gemeindeverband Sud-Ouest Amiénois.
Koordinaten 49° 57′ N, 2° 0′ O49.9566666666671.991666666666780Koordinaten: 49° 57′ N, 2° 0′ O
Höhe 50–124 m
Fläche 16,14 km²
Einwohner 443 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 27 Einw./km²
Postleitzahl 80270
INSEE-Code
Website http://mairie.pagespro-orange.fr/quesnoysurairaines/

Gemeindehaus (Mairie) im Vordergrund, dahinter Kirche Saint-Michel

Quesnoy-sur-Airaines ist eine französische Gemeinde mit 443 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Somme in der Region Picardie; sie gehört zum Arrondissement Amiens und zum Kanton Molliens-Dreuil.

Geographie[Bearbeiten]

Quesnoy-sur-Airaines liegt auf der Höhe zwischen den Flüsschen Airaines und Saint-Landon rund 3,5 km östlich von Airaines an der Départementsstraße D936 nach Picquigny und 10 km nördlich von Molliens-Dreuil.

Toponymie und Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname leitet sich von der romanischen Bezeichnung der Eiche ab.

In Quesnoy wurden Spuren römischer und merowingischer Siedlung gefunden.

Das von 40 Bewaffneten verteidigte Schloss wurde 1422 von den Engländern und Burgundern unter Jean de Luxembourg eingenommen; das Schloss wurde im Anschluss zerstört. Um 1680 erfolgte der Wiederaufbau unter Leitung von François le Roy de Valanglart. Um 1696 wurde der Corps de logis angefügt. 1738 wurden die Stallungen errichtet, auch ein Eiskeller kam hinzu.

Im Zweiten Weltkrieg wurden am 8. Juni 1950 rund 50 senegalesische Schützen der Kolonialtruppen massakriert.[1]

Einwohner[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011
433 444 452 433 438 444 473 443

Verwaltung[Bearbeiten]

Bürgermeister (maire) ist seit 2001 Jean-Marie Snauwaert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sonnenuhr an der Kirche
  • Die Kirche Saint-Michel aus dem 16. Jahrhundert.[1]
  • Das 1682 wiederaufgebaute Schloss mit Stallungen und Park, 1993 als Monument historique eingetragen (Base Mérimée PA00125671).

Wirtschaft[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet gelten kontrollierte Herkunftsbezeichnungen (AOC) für Lammfleisch (Prés-salés de la baie de Somme).[2] Die Lämmer weiden auf salzigen Wiesen an der Somme-Bucht.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Quesnoy-sur-Airaines – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. R. Scheck: Une saison noire. Les massacres de tirailleurs sénégalais. Mai-juin 1940. Paris 2007: Tallandier. S.46-47.
  2. Le village de Quesnoy-sur-Airaines. In: Annuaire-Mairie.fr. Abgerufen am 7. Juli 2012 (französisch).
  3. Cahier des Charges de l’Appellation d’Origine « Prés-Salés de la Baie de Somme ». Ministère de l’agriculture, de l’alimentation, de la pêche, de la ruralité et de l’aménagement du territoire, abgerufen am 7. Juli 2012 (pdf; 447 kB, französisch).