Quini

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Quini
Spielerinformationen
Voller Name Enrique Castro González
Geburtstag 23. September 1949
Geburtsort OviedoSpanien
Größe 176 cm
Position Stürmer
Vereine in der Jugend

1966–1968
Don Bosco
Club Deportivo Ensidesa
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1968–1980
1980–1984
1984–1987
Total
Sporting Gijón
FC Barcelona
Sporting Gijón
325 (215)
99 0(51)
61 0(17)
567 (302)
Nationalmannschaft
1968
1971
1970–1982
Spanien U-18
Spanien U-23
Spanien
2 00(0)
1 00(0)
35 00(8)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Quini (* 23. September 1949 in Oviedo; eigentlich Enrique Castro González) ist ein ehemaliger spanischer Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Der Stürmer erzielte insgesamt 216 Tore in 447 Spielen in der spanischen Liga und war fünfmal spanischer Torschützenkönig (Pichichi). In seiner Karriere spielte Quini bei Sporting Gijón und dem FC Barcelona. Er gilt als einer der besten Spieler in der Geschichte des spanischen Fußballs und ist eine Legende unter Anhängern von Sporting Gijón.

Quini, der auch El Brujo (Der Zauberer) genannt wurde, nahm als spanischer Nationalspieler an der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 und 1982, sowie der Europameisterschaft 1980 teil.

Am 8. Januar 2009 trat er als verantwortlicher Trainer von Sporting Gijón im Nou Camp gegen den FC Barcelona an.

Entführung Quinis[Bearbeiten]

Während Spanien sich noch von dem versuchten Staatsstreich vom 23. Februar 1981 erholte, bei dem Antonio Tejero mit einer Gruppe von Guardias Civiles gewaltsam ins Parlament eingedrungen war und die Abgeordneten bis zum nächsten Tag in seiner Gewalt gehalten hatte, wurde am 1. März 1981 Quini nach dem Spiel gegen Hércules entführt. Barcelona hatte mit zwei Toren von Quini 6:0 gewonnen. Als er das Camp Nou Stadion verlassen wollte, wurde er von drei Personen abgefangen, die ihn mit einer Pistole bewaffnet in einem Lieferwagen entführten.

Stunden später schlug Quinis Ehefrau Alarm. Am Dienstag nach der Entführung gaben die Entführer das erste Lebenszeichen ab; sie kontaktierten Quinis Familie und verlangten 100 Millionen Peseten (EUR 600.000) Lösegeld.

Die Nachricht der Entführung schlug sich auf den gesamten Kader nieder, aber besonders betroffen war der deutsche Bernd Schuster, der mit Quini sehr gut befreundet war. Die Mannschaft hatte sogar erwogen, bis zur Freisetzung Quinis kein Spiel mehr zu bestreiten. Trotz Schusters Zögern wurde die Mannschaft durch ein Tonband, das Quini in der Gefangenschaft aufgenommen hatte, davon überzeugt, von der Maßnahme abzusehen. In den sechs Spielen, in denen Quini der Mannschaft fehlte, gelang Barcelona nur ein Unentschieden und fünf Niederlagen.

In dieser Zeit wurde das Trikot mit der Nummer 9, mit der Quini spielte, nicht eingesetzt, dafür war die Zustimmung des spanischen Fußballverbandes nötig. Damals wurden in der Startaufstellung fortlaufende Nummern von 1 bis 11 vergeben.

Am 25. März 1981 wurde in Genf der erste der Entführer festgenommen, der zur Übergabe des Lösegelds in die Schweiz gereist war. Der Mechaniker Víctor Manuel Díaz Esteban informierte die Polizei, wo Quini versteckt gehalten wurde. Stunden später befreite die Polizei Quini aus einem Keller in einem Wohnhaus in Saragossa und nahm zwei weitere Entführer fest, den Elektriker Fernando Martín und den Mechaniker Eduardo Sendin, die wegen ihrer Schulden beschlossen hatten, den besten Stürmer der spanischen Meisterschaft zu kidnappen.

Seither hat sich Quini nie zu seinen Entführern geäußert, auf Fragen antwortete er immer nur, dass er ihnen verziehen habe („Wer bin ich, um über andere zu urteilen“). Er erstattete nie Anzeige.

Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]