Quintus Servilius Caepio (Konsul 140 v. Chr.)

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Quintus Servilius Caepio (* um 181 v. Chr.; † 112 v. Chr.) war ein römischer General und Politiker.

Servilius Caepio entstammte der patrizischen Familie der Servilier, sein Vater Gnaeus Servilius Caepio war 169 v. Chr. Konsul gewesen. Nach Caepios eigenem Konsulat 140 v. Chr., ein Jahr nach seinem älteren Bruder Gnaeus, wurde er nach Spanien geschickt, wo er einen Friedensvertrag mit den Lusitanern schließen sollte, die dort die Römer an den Rande einer Niederlage gebracht hatten.

Statt Frieden zu schließen, provozierte der für seine Brutalität und Rücksichtslosigkeit bekannte Caepio einen erneuten Krieg, indem er eine Kopfprämie auf den gegnerischen Guerilla-Führer Viriathus aussetzte. Nachdem dieser von seinen eigenen Leuten ermordet worden war, zahlte Caepio die Bestechungsumme jedoch nicht aus, sondern griff die lusitanische Stadt Sagunt an und besiegte den iberischen Stamm. Nach ihrer Niederlage wurden die überlebenden Lusitaner entwaffnet und von Caepio in einem Gebiet angesiedelt, das fruchtbarer war als ihr eigenes karges Land.

Caepio wurde mehrmals wegen unterschiedlicher Vergehen angeklagt, jedoch wegen seiner Beziehungen und seiner Bekanntheit stets freigesprochen.

Sein gleichnamiger Sohn war Konsul 106 v. Chr.

Literatur[Bearbeiten]

  • Philip Matyszak: Geschichte der Römischen Republik. Von Romulus zu Augustus. Wiss. Buch-Ges., Darmstadt 2004, ISBN 3-534-17578-6.