Quitzow (Perleberg)

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53.10111111111111.81944444444440Koordinaten: 53° 6′ 4″ N, 11° 49′ 10″ O

Quitzow
Stadt Perleberg
Höhe: 40 m
Fläche: 11,46 km²
Einwohner: 310 (1. Jan. 2011)[1]
Eingemeindung: 6. Dezember 1993
Postleitzahl: 19348
Vorwahl: 03876
Kirche in Quitzow

Kirche in Quitzow

Quitzow ist ein Ortsteil der Stadt Perleberg im Landkreis Prignitz. Der Ort zählt 310 Einwohner.

Geografie[Bearbeiten]

Der Ortsteil Quitzow liegt circa 3,5 Kilometer nordwestlich des Perleberg Stadtkerns. Benachbart liegen außerdem die Perleberger Ortsteile Schönfeld im Norden, Wüsten-Buchholz und Groß Buchholz im Nordosten sowie Sükow im Südwesten. Im Nordwesten grenzt Quitzow an die Gemeinde Karstädt.

Die Südostgrenze von Quitzow verläuft zum Teil entlang der historischen Perleberger Landwehr. Auf Perleberger Seite findet sich die Ortslage Perlhof. Nahe diesem, bei der Quelle der Perle, sind noch Reste der Landwehr erhalten.

Im Süden liegt der Wohnplatz Henningshof zwar auf Quitzower Seite der alten Landwehr, gehört aber heute zur Kernstadt Perleberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Urkundlich ist das Angerdorf Quitzow selbst erstmals 1299 belegt (Quitsow).[2] Der Name ist slawischen Ursprungs. Die dort ansässigen und 1271 erstmals belegten Ritter von Quitzow leiteten vom Ort ihren Namen ab.[3][4]

Im 20. Jahrhundert befand sich in Quitzow ein Haltepunkt der Westprignitzer Kreisringbahn. Deren Betrieb wurde 1975 aufgegeben. 2003 wurden die letzten Gleisabschnitte demontiert.[5]

In der DDR führte durch Quitzow mit der Fernverkehrsstraße 5 bis 1982 die Transitstraße Hamburg–West-Berlin. In Quitzow lag die einzige Raststätte der Strecke. Sie besaß einen Intershop.

Am 3. Juli 1972 wurden Schönfeld und Groß Buchholz nach Quitzow eingemeindet. Am 6. Dezember 1993 erfolgte die Eingliederung von Quitzow in die Kreisstadt Perleberg.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Das Gewerbe- und Industriegebiet Perleberg OT Quitzow umfasst 67 Hektar. Hier sind zahlreiche Unternehmen ansässig.[7] An der Grenze von Quitzow zur Kernstadt Perleberg entsteht ein weiteres Gewerbegebiet.[8]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Quitzow verlaufen die Bundesstraße 5 und die Brandenburger Landesstraße 10. Die Bundesstraße 189 führt nur knapp am Ort vorbei.

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Kirche in Quitzow wurde in mehreren Bauabschnitten errichtet. Der älteste Teil wird auf das späte 13. Jahrhundert datiert.[9]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Datum Einwohnerzahl
1800 239[2]
1817 194[2]
1840 315[2]
1925 355[2]
1939 330[2]
1946 482[2]
11. Jan. 2011 310[10]
31. Dez. 2012 297[11]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Quitzow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Quitzow auf www.stadt-perleberg.de, offizielle Internetseite der Stadt Perleberg. Abgerufen am 12. Dezember 2011.
  2. a b c d e f g  Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil I Prignitz. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1962, S. 302f..
  3.  Lieselott Enders: Die Prignitz – Geschichte einer kurmärkischen Landschaft vom 12. bis 18. Jahrhundert. 1. Auflage. Verlag für Berlin-Brandenburg GmbH, Potsdam 2000, ISBN 3-935035-00-4.
  4. Karl Lohmeyer: Quitzow. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 27, Duncker & Humblot, Leipzig 1888, S. 60–62.
  5. Die Westprignitzer Kreisringbahn – Die Zeit nach 1975 auf www.prignitzer-kreisringbahn.de, abgerufen am 13. Dezember 2011.
  6.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  7. Gewerbe- und Industriegebiet Perleberg OT Quitzow auf www.stadt-perleberg.de, abgerufen am 13. Dezember 2011
  8. Neues Industriegebiet Perleberg-Nord auf www.stadt-perleberg.de, abgerufen am 13. Dezember 2011
  9. Die Quitzower Kirche auf www.kirchenkreis-prignitz.de, abgerufen am 12. Dezember 2011.
  10. Quitzow auf www.stadt-perleberg.de, offizielle Internetseite der Stadt Perleberg. Abgerufen am 12. Dezember 2011.
  11. Michael Beeskow: 12 188 Menschen lebten in Perleberg am 31. Dezember 2012. MAZ, 19. Januar 2013, abgerufen am 20. Januar 2013.